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Silber – Besonderheiten und Verwendung eines relativ seltenen Rohstoffs

Edelmetalle

Symbolbild Silber
© Mauro Cateb / CC BY-SA 3.0

Silber gehört zu den wichtigsten Metallen der Erde. Das relativ seltene Edelmetall, das etwas häufiger vorkommt als Gold, diente bereits im Altertum als wichtiges Zahlungsmittel. Heutzutage wird Silber jedoch hauptsächlich zur Schmuckherstellung sowie für verschiedene industrielle Zwecke verwendet. Die antibakteriellen Eigenschaften des Edelmetalls werden insbesondere in der Medizin und beim Herstellen von Textilien genutzt.

Entstehung und Gewinnung von Silber

Als natürlicher Rohstoff kommt Silber in der Natur meist in Form kleiner Körner sowie in seltenen Fällen auch als Nugget vor. Reines Silber findet man heutzutage nur an ungefähr 5.500 verschiedenen Orten weltweit. Meist wird Silber deshalb aus silberhaltigen Erzen oder sulfidischen Silbermineralien, die ebenfalls einen bestimmten Silberanteil enthalten, gewonnen. Zu den größten Silberproduzenten gehören aktuell Mexiko sowie die Volksrepublik China und Peru. In die Schmuckherstellung fließen jedoch nur rund 30 Prozent der geförderten Silbermenge. Außerdem gehört Silber zu den beliebten Anlagemetallen. Silberschmuck findet man in verschiedenen Größen, Formen und Designs. Unabhängig davon, ob es sich um Ringe, Ohrringe oder Halsketten aus Silber handelt, wird für die Anfertigung von Schmuckstücken 925 Sterlingsilber verwendet. Dabei weist die Zahl 925 auf den Silberanteil von 92,5 Prozent reinem Silber hin, während die restlichen 7,5 Prozent aus hinzugemischten Metallen wie Zink oder Kupfer bestehen. Im Fachjargon wird dies als Legierung bezeichnet. Da Silber ein relativ weiches Edelmetall ist, ist eine Legierung notwendig, damit ein Schmuckstück die notwendige Härte erhält. Bei Spezialisten für Edelmetalle sind Silberketten in 925 auch als Meterware zu finden. Häufig wird Meterware als Basis zur Herstellung von individuellem Silberschmuck genutzt. Als Meterware wurden Silberketten bereits in der Antike zur Schmuckgestaltung eingesetzt. Mit Kettenlängen von bis zu 100 Zentimetern kann damit auch auffallender Schmuck gestaltet werden.

Die besonderen Eigenschaften des Edelmetalls

Die Gewinnung von Silber hat sich im Laufe der Zeit verändert. Während das Edelmetall früher im Bergwerk an Ort und Stelle geschmolzen wurde, ist es heute üblich, die Silbererze zunächst abzubauen und diese anschließend zu Schlamm zu verarbeiten. Durch die Cyanidlaugung, einem Spezialverfahren zur Gewinnung von Silber und Gold, werden die Silberpartikel herausgelöst, damit das auf diese Weise gewonnene Rohsilber anschließend abgefiltert und gereinigt werden kann. Häufig wird Silber auch als Nebenprodukt bei der Kupfer- oder Blei-Herstellung gewonnen. Das weißglänzende Edelmetall kann sowohl Wärme als auch Elektrizität hervorragend leiten. Dennoch ist Silber ebenso wie Gold nicht magnetisch. Im Zusammenhang mit Silberketten kann durch einen Schnelltest mit einem Magneten schnell herausgefunden werden, ob es sich um echtes Edelmetall handelt oder nicht. Falls die Halskette oder der Silberring von einem Magneten angezogen werden, kann die Echtheit des Metalls angezweifelt werden, da echtes Silber eben nicht magnetisch ist. Echter Silberschmuck ist anhand des Feingehalt-Stempels und den eingravierten Zahlen 835 oder 925 erkennbar. Zur Schmuckherstellung wird vor allem 835er oder 925er Silber verwendet.

Da es sich bei Silber um ein sehr weiches und dehnbares Edelmetall handelt, eignet sich der Rohstoff für verschiedenste Zwecke. Seine typisch glänzende Farbe erhält Silber durch die Reflexion des Lichts. Es empfiehlt sich, Silberschmuck regelmäßig zu reinigen, da echte Silberketten nach einer gewissen Zeit leicht schwärzlich anlaufen. An versilberten Ketten kann sich durchaus Rost bilden. Mit der Zeit verliert jedoch auch echtes Silber seinen Glanz, da das Edelmetall mit Sauerstoff und dem in der Luft enthaltenen Schwefelwasserstoff zu Silbersulfid oxidiert. Der dabei entstehende schwarze Belag ist zwar nicht gesundheitsschädlich, allerdings sieht dieser sehr unschön aus. Es wird deshalb empfohlen, den Silberschmuck zu schonen, indem die Schmuckstücke nicht beim Sport oder bei der Haus- und Gartenarbeit getragen werden. Außerdem sollte silberner Schmuck vor dem Duschen oder Baden immer abgelegt werden, da die Inhaltsstoffe von Pflegeprodukten das Anlaufen des Edelmetalls unter Umständen beschleunigen können.

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