Shopping im Wandel – wie sich unser Kaufverhalten der Zeit anpasst - scinexx.de
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Shopping im Wandel – wie sich unser Kaufverhalten der Zeit anpasst

Konsumverhalten

Frau mit Einkaufstaschen
© shutterstock, Bobex-73

Während ein Wochenend-Einkauf im Discounter für manche unverzichtbar bleibt, greifen andere lieber zum Smartphone und bestellen etwas bequem zu sich nachhause. In einer von der Digitalisierung geprägten Zeit ändern sich unsere Kaufgewohnheiten. Damit er hierbei nicht zurückbleibt, erlebt auch der Handel einen starken Wandel. Dabei sind gewisse Trends beim Verbraucher, aber auch beim Anbieter erkennbar, der zu weiteren Verkaufskanälen greift.

Von der Sensation zum Erlebnis

Die Geschichte des Shoppings ging stets Hand in Hand mit dem Wandel der Zeit. Während Ende des 18. Jahrhunderts Galerien und Basare die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf sich zogen, entwickelte sich mit der Verbreitung von Kaufhäusern im 19. Jahrhundert Shopping zur Freizeitbeschäftigung. Die Mitte des 20. Jahrhunderts prägte das Kundenerlebnis durch eine breite Auswahl und eine immer stärker wachsende Größe der Verkaufsflächen. Seit dem 20. Jahrhundert ändert sich das Einkaufserlebnis außerdem mit der Digitalisierung.

Wo shoppen: Lieber online oder im Laden?

Wer spontan etwas braucht und keine Zeit hat, um den nächsten Laden zu suchen, wird sicherlich zum Online-Shop der Wahl greifen und schnell den gesuchten Artikel finden. Besonders jüngere Konsumenten greifen gerne zur digitalen Variante. Es ist mittlerweile für viele leichter so zu shoppen, da sie nicht nur bequem von zuhause aus alle nötigen Erledigungen tätigen können, sondern auch verschiedene Zahlungsmöglichkeiten im Internet haben.

Die große Warenauswahl lädt zusätzlich ein, durch den Online-Store zu stöbern und möglicherweise noch weitere Produkte bei der Suche zu bestellen. Zudem gibt es genügend Produktinformationen, die uns zusätzlich von der Ware überzeugen können. Der Kunde informiert sich vor dem Kauf im Internet über das Produkt und vergleicht es mit anderen.

Besonders die Textilindustrie durchläuft hierbei einen immer stärkeren Wandel. Während man vor einigen Jahren die neue Hose noch im Laden anprobierte, kriegt man heutzutage selbst im Netz individuell angepasste Vorschläge. Die Verkaufsflächen werden also entsprechend der sinkenden Nachfrage kleiner. Selbst Outlets bieten mittlerweile ihre Waren im Netz an. Wer im Einzelhandel lange nach der passenden Marken-Hose sucht, findet sie im Web oft günstiger, zum Beispiel im Calvin Klein Sale. Zusätzlich punkten diverse Shopping-Apps oft mit tollen Angeboten.

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Nicht zuletzt entgeht man durch den Einkauf im Internet auch den teils langen Wartezeiten an der Kasse oder der Warenvergabe.

Was hält uns dennoch am stationären Handel?

Trotz der vielen Vorteile hat das Shopping im Netz seine Nachteile:

  • Der Kunde muss auf seine Bestellung warten
  • Teils kommt es zu Komplikationen bei der Lieferung
  • Manchmal fallen hohe Versandkosten an

Obwohl der digitale Handel so lukrativ erscheint, bevorzugen einige Verbraucher weiterhin den stationären Handel. Die Loyalität ihrer Kunden erreichen die Läden gerade durch die persönliche Interaktion mit dem Käufer, die digital schwer nachzuahmen ist. Besonders punkten sie durch:

  • Individuelle Kundenberatung
  • Präsentation der Ware
  • Übersichtlichkeit der Verkaufsräume
  • Preistransparenz

Aber auch der stationäre Handel stagniert nicht in der Zeit der Digitalisierung. Unternehmen, die sich anpassen können, rüsten die Ausstattung, zum Beispiel mit Schnellkassen oder kontaktlosem Bezahlen, in ihren Filialen auf. Dem Kunden werden mehr Zahlungsmöglichkeiten geboten. So kann auch per Handy bezahlt werden. Oder Verkaufspersonal wird mit Tablets ausgestattet, um für den Kunden jederzeit Zugriff auf den Online-Shop zu haben und so besser beraten zu können.

Dennoch kann man bereits Bemühungen des digitalen Handels erkennen, diese Intimität zum Kunden auf andere Weise herzustellen. So zeigt man dem Konsumenten online an ihn angepasste Werbung und an bisherigen Käufen orientierte Produkt-Empfehlungen.

Junges Paar beim Shopping-Ausflug
© shutterstock, Ivanko80

Der Kunde ist König

Um den Käufer also bei sich zu behalten, tendieren die Anbieter immer mehr dazu, ihr Angebot spezifisch auf den Kunden maßzuschneidern. So versuchen Einkaufszentren, auf das Konzept von Shopping als Erlebnis zu bauen, um so den stationären Handel weiterhin für uns attraktiv zu gestalten. Hierbei wird mehr auf das angenehme Ambiente mit viel Tageslicht, Pflanzen und genügend Aufenthaltsräumen sowie Handy-Ladestationen gesetzt. Zusätzlich soll das Einkaufszentrum durch einen Branchenmix auch Unterhaltung und Gastronomie bieten, teils mit Bildung und Events zu einer Art Lifestyle-Hub werden. Die wichtigsten Fokuspunkte der Zentren liegen also bei:

  • dem hohen Kundenservice
  • dem großen Entertainment- und Erlebnisfaktor
  • einem hohen Wert an Orientierung und Convenience

Während die digitale Variante ein möglichst komfortables und an den Nutzer angepasstes Kaufverfahren etabliert, will der stationäre Handel für den Kunden das Shopping als Vorgang attraktiv machen.

Die Zukunft des Handels

Um also mit der digitalen Präsenz der Konkurrenz mithalten zu können, muss sich auch der stationäre Handel ändern und den Aufsprung ins Netz schaffen. Denn der auf den Kunden orientierte E-Commerce steigt. Um mithalten zu können, muss die Zukunft des stationären Handels stärker verbraucherorientiert sein. Deshalb beginnt die Branche bereits sich umzurüsten.

Trotz dem Wettstreit zwischen digitalem und persönlichem Shopping, befindet sich der Schlüssel zum langfristigen Erfolg vermutlich bei einer Omni-Channel-Strategie, die den Online- und Offline-Verkauf miteinander vernetzt, um dem Kunden maximalen Komfort zu liefern. Dementsprechend sollen sich Unternehmen auf die Ansprüche ihrer Konsumenten einstellen, so zum Beispiel ermöglichen, ein Produkt im Laden anzuprobieren und dann zuhause zu bestellen.

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