Onlineshopping wird an Beliebtheit weiter gewinnen - scinexx | Das Wissensmagazin
Anzeige
Anzeige

Onlineshopping wird an Beliebtheit weiter gewinnen

E-Commerce

Ablesen einer Kreditkarte an einem Laptop
Online-Shopping: Die Nutzerzahlen zeigen weiter nach oben. © Unsplash.com, rupixen

Wer kann sich noch an die frühen 2000er-Jahre und die Äußerungen erinnern? Internet? Einkaufen im Internet? Das braucht kein Mensch, das macht kein Mensch. Und heute? Es gibt wohl vergleichsweise nur wenige Menschen, die noch nie im Internet eingekauft haben. Zumindest Dienstleistungen hat wohl jeder schon am PC gebucht. Das Onlineshopping boomt und die Deutschen planen nicht, sich künftig einzuschränken. Teils aus purem Willen, teils aber auch, weil sie gewünschte Waren gar nicht mehr vor Ort erhalten. Dieser Artikel schaut sich das Verhalten der Konsumenten im Internet genauer an.

Wie verhalten sich Deutsche beim Onlineshopping?

Wenngleich Deutsche zum Teil ähnlich wie andere Käufer aus europäischen Ländern reagieren, so unterscheiden sie sich auch von ihnen. Überraschend ist zuerst, dass die Deutschen nicht ausschließlich auf den Preis achten. Eine Studie ergab:

  • Generelles Verhalten – achtzig Prozent der Befragten kauften bereits online bei internationalen Unternehmen. Für 2020 wollen rund 38 Prozent ihr Onlineshopping noch ausweiten.
  • Auswahl – 48 Prozent der Deutschen greifen auf ausländische Händler zurück, wenn ihnen dieses Unternehmen bekannt ist. Der Preis spielt somit auch eine untergeordnete Rolle, denn die Bekanntheit des Unternehmens für den einzelnen Kunden ist das ausschlaggebendere Argument. In Frankreich und England liegt die Zahl dieser Kunden übrigens bei 55 Prozent.
  • Welche Käufe? – Bekleidung wird in Deutschland zu 42 Prozent im Ausland eingekauft, wobei Schuhe mit in die Kategorie zählen. Entertainment schafft es auf den zweiten Rang, hierzu zählt Unterhaltungselektronik, aber auch Spiele oder Bücher. Auf Platz 3 steht in Deutschland der Haushalt: Langlebige Waren werden gerne online gekauft. Was interessant ist: Auf Platz 3 stehen in anderen Ländern Accessoires.

Aber wie wählen wir beim Onlineshopping aus? Natürlich spielt der Preis durchaus eine Rolle, für viele Bürger zählt aber auch:

  • Zahlweise – diese kann gerade bei Auslandsgeschäften kompliziert werden, zumindest, wenn der Anbieter kein PayPal oder einen anderen Dienstleister in dieser Richtung anbietet. Nur wenige Kunden sind gerne dazu bereit, bei nicht allzu bekannten Unternehmen aus anderen Ländern per Kreditkarte zu bezahlen.
  • Versand – wie teuer ist er, wie kompliziert wird die Warenannahme? Viele Kunden sind sich unsicher bezüglich der Zollgebühren, zumal sichergestellt sein muss, dass der Händler eine ordentliche Rechnung am Paket anbringt.
  • Versanddauer – auch diese ist für Kunden interessant – gerade bei Auslandseinkäufen.

Ausländische Unternehmen müssen auf dem deutschen Markt präsent und sichtbar werden, um neue Kunden hierzulande zu finden. Denn ist ein Unternehmen erst einmal geläufig, schauen Kunden durchaus dort, ob sie die Ware erhalten, die sie sich wünschen.

Auch andere Dienste werden häufig online genutzt

Oftmals wird unter dem Onlineshopping nur das typische Kaufen von Waren verstanden. Das ist auch korrekt, doch fallen auch andere Bereiche in das Gebiet. Viele Menschen wissen beispielsweise gar nicht, dass sie einen Onlinekauf tätigen, wenn sie schlichtweg die mitgelieferte Testversion des Virenschutzes auf ihrem PC kostenpflichtig verlängern. Oder aber, dass schon der bloße Abschluss des Netflix-Abos ein Onlinekauf ist. Nur wird hier keine direkte Ware geordert, sondern eine Dienstleistung. So gesehen ist es heute wirklich schwer, gar kein Onlineshopping zu betreiben. Einige Beispiele, die auch in diese Bereiche fallen:

Anzeige

  • Lieferdienste – sobald ein Bestellservice für Essen genutzt wird, sich dieser wahlweise in einer App oder einem Browser öffnen lässt, wird online bestellt. In diesem Fall ist es auch unerheblich, ob die Bezahlung nun online oder bar stattfindet. Die Order der Dienstleistung wurde online abgegeben.
  • Online-Gaming – rein kostenlose Spiele einmal außen vor, wird durchaus eine Onlinebestellung durchgeführt, wenn in einem Spiel ein sogenannter In-App-Kauf stattfindet. Passend zum Spielemetier fallen die Online-Casinos ins Auge. Natürlich wird auch hier kein echter Kauf ausgeführt, doch bezahlt der Spieler Geld – den Einsatz – um das Angebot – das jeweilige Spiel/die Spielrunde – nutzen zu können. Da die Zahl der Anbieter in den letzten Jahren exorbitant gewachsen ist, lohnt sich ein genauerer Blick auf die Konditionen. Entsprechende Fachportale helfen dabei, indem sie ausführliche Testberichte wie der vom Dunder Casino anfertigen. Dort werden zum einen die Bonusbedingungen und die Quoten, aber zum anderen auch die Lizensierung sowie Zahlungsmöglichkeiten genauer beschrieben. Am Ende weiß der Nutzer genau, was geboten wird, was die Anbieter dafür verlangen und welche dabei seriös sind.
  • Tickets – ob Bahntickets, Bustickets oder auch Eintrittskarten zu Konzerten. Sie können ebenfalls online geordert werden und fallen unter das Onlineshopping.

Grundsätzlich sollten Bürger aber immer schauen, wo und wem sie ihre Daten herausgeben. So ist es sinnvoll, sich ausschließlich bei sicheren Essenslieferdiensten zu registrieren, damit die Adressdaten nicht überall im Netz erscheinen. Bei Spielen muss stets darauf geachtet werden, ob die zusätzlichen Käufe überhaupt notwendig sind – oder ob es nicht sinnvoller ist, sich direkt die Premiumversion zu holen. Diese kostet einmal einen Beitrag, doch sind die In-App-Käufe meist deutlich eingeschränkt.

Schaufenster mit Sale-Plakat
Angebote stets genauer checken. © Unsplash.com, Benedikt Geyer

Grundsätzliches zum Online-Verhalten

Abseits des Schutzes der eigenen Privatsphäre ist es immer wichtig, sich den Anbieter einer Ware oder einer Dienstleistung genauer anzuschauen. Hier gilt:

  • Nur Vorkasse – Shops oder Dienstleister, die ausschließlich mit Vorkasse arbeiten, sind häufig unseriös. Gerade bei teuren Waren sollte von der Nutzung des Shops abgesehen werden, egal, ob das neue iPhone im Doppelpack zum Preis eines Geräts angeboten wird oder nicht. Die Ware existiert in diesen Fällen meist gar nicht.
  • Impressum – wer im Ausland bestellt, der sollte sich das Impressum einer Webseite immer anschauen und abspeichern. Ist keines vorhanden, ist Vorsicht geboten. Warum sollte ein seriöser Händler auf ein solches verzichten?
  • Erfahrungen – wer sich unsicher ist, der kann einen Shop oder Händler auch schnell googeln. Natürlich gibt es oft keine offiziellen Ergebnisse, doch reicht es oft schon, gute oder schlechte Erfahrungen von Käufern zu finden. Hier gilt: Unzufriedene Kunden werden ihre Erfahrung im Netz verbreiten. Ist der Shop unseriös und verschickt keine ordentliche Ware, wird diese Info bei Google auftauchen.
  • Käuferschutz – umso unbekannter der Händler, umso wichtiger ist der Käuferschutz. Kunden ist anzuraten, Zahlungsdienstleister wie PayPal und Co. zu verwenden, die einen Käuferschutz anbieten. Erlaubt der Händler es nicht: Die wenigsten Waren gibt es nur in einem einzigen Shop der Welt.

Fazit – Shopping macht Spaß

Und der Trend geht weiter. Sicherlich ist die steigende Beliebtheit auch der Kehrseite des Onlineshoppings gewidmet. Wenn es in der eigenen Umgebung kaum noch möglich ist, bestimmte Waren zu kaufen, bleibt nur noch der Gang ins Internet. Wichtig ist, sich selbst darüber bewusst zu sein, was eigentlich alles zum Shoppingverhalten im Internet gehört und beim Einkaufen aufzupassen, nicht an Betrüger zu geraten.

Anzeige

In den Schlagzeilen

Diaschauen zum Thema

Dossiers zum Thema

News des Tages

Landwirtschaft

Hilft Biolandbau beim Klimaschutz?

Wie die größte Geode der Welt entstand

Therapie gegen Zöliakie in Sicht?

First Light für eROSITA

Debatte: Können Bäume das Klima retten?

Bücher zum Thema

Homo sapiens: Leben im 21. Jahrhundert - Was bleibt vom Menschen? von Ray Kurzweil

Die Wunder maschine - Die unendliche Geschichte der Daten- verarbeitung von Herbert Matis

Das informative Universum - Das neue Weltbild der Physik von Hans Chr. von Baeyer

Geheime Botschaften - Die Kunst der Verschlüsselung von der Antike bis in die Zeiten des Internet von Simon Singh

Top-Clicks der Woche

Anzeige
Anzeige