Online-Handel wächst gemäß Studie auch 2019 - scinexx | Das Wissensmagazin
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Online-Handel wächst gemäß Studie auch 2019

Konsumverhalten

Laptopnutzung
Online-Shopping macht Spaß und wird immer beliebter. Doch wer regelmäßig shoppt, sollte auf bestimmte Aspekte genauer achten. © John Schnobrich / Unsplash.com

Das jeweilige Wachstum ist das jährliche Aushängeschild von Branchen oder Bereichen. Der Onlinehandel scheint auch in diesem Jahr nichts von der »Flaute«, die in den Nachrichtensendungen der letzten Wochen genannt wurde, mitbekommen zu haben, denn eine neue Studie zeigt deutlich, dass der Onlinehandel wächst. Dies mag natürlich eine Kehrseite haben, denn wenn Verbraucher mehr online einkaufen, werden sie diese Produkte nun einmal weniger im stationären Handel kaufen. Aber was besagt die Studie genau und was sollten Konsumenten beachten, wenn sie online auf Shoppingtour gehen? Dieser Artikel schaut sich das einmal an.

Was steckt genau dahinter?

Der »Branchenreport Onlinehandel«, welcher vom Kölner Institut für Handelsforschung herausgegeben wird, zeigt es deutlich: Der Onlinehandel wächst auch in diesem Jahr weiter. Sicherlich sind zu dieser Zeit nur erste, doch haltbare, Prognosen möglich, doch zeigt sich:

  • Ausgaben – allgemein werden die Bundesbürger in diesem Jahr rund 68 Milliarden Euro für Käufe im Internet ausgeben.
  • Wachstum – dieses fällt mit ungefähr 9 Prozent hoch aus, wenn auch geringer als im Vorjahr.
  • Monetärer Vergleich – während die Prozentzahl leicht sinkt, steigt der Umsatz. 2017 war es ein Plus von 5,5 Milliarden, 2018 ein Plus von 5,2 Milliarden, dieses Jahr werden es geschätzte 5,4 Milliarden Euro.

Gerade die Konsumgüter stellen den Motor dar. Auf der anderen Seite zeigt sich, dass Deutschland tatsächlich das Land der »Selbermacher« ist, denn gerade Heimwerken und Garten führen die Statistiken an gefolgt von Wohnen und Einrichten. Ein Gewinner des Jahres dürfte dem langen und heißen Sommer, aber eventuell auch den Umweltbewegungen geschuldet sein: Der Fahrradverkauf über das Internet verzeichnet ein Wachstum von 20 Prozent. Selbst Mode und Elektronik stehen bei dieser Zahl hinten an.

Was Konsumenten im Online-Handel beachten sollten

Nicht jedes Produkt ist für jeden Konsumenten im Onlinehandel gleichermaßen geeignet. Verbraucher müssen zuerst einmal sich selbst beobachten und hinterfragen: Können sie sich ein Produkt rein von Bildern und Texten so vorstellen, wie im Geschäft? Dieses Credo trifft gerade auf Möbel zu. Manche Menschen können praktisch einen Raum rein von einer fiktiven Grundrisszeichnung bis ins letzte Detail einrichten, andere müssen einen Raum sehen, mit Maßband hantieren und überlegen, ob etwas passt oder nicht. Dies ist die erste Regel des Onlinekaufs: Wer bei bestimmten Produkten, gerade bei Möbeln und Heimwerken, keine Vorstellung vor dem inneren Auge hat, der sollte sich Waren wenigstens einmal im Geschäft anschauen. Ansonsten gilt:

  • Preisvergleiche – wahlweise werden Preisvergleichsseiten genutzt oder aber die Preisentwicklung eines Produkts beachtet. Über Google ist das ganz einfach und gerade die Preisentwicklung gibt Aufschluss darüber, ob ein Angebot ein echtes Angebot ist.
  • Qualität – online gibt es unglaublich günstige Schnäppchen, die einer hohen Qualität entsprechen. Leider gibt es aber auch die »Schnäppchen«, auf die der Spruch: Wer billig kauft, kauft zweifach«, zutrifft. Gerade bei hochpreisigen Gütern sollten Verbraucher genauer hinschauen und einen Blick in die Rezensionen wagen oder schauen, ob sie Testberichte finden.
  • Rezensionen – der Onlinekauf wäre wunderschön, wenn alle Bewertungen der Wahrheit entsprechen würden. Leider sind sich nicht einmal nur subjektiv, sondern oft schlichtweg gekauft – vom Händler oder von der Konkurrenz. Käufer sollten bei Bewertungen immer mehrere Stichproben machen: Die Top-Bewertungen, die schlechten Bewertungen und einige aus der Mitte. Oft zeigen sich beispielsweise Mängel, die bei den schlechten und mittlereren Bewertungen aufgezeigt werden. Merken mehrere Bewerter an, dass der Kühlschrank nach einigen Monaten zum Backofen mutiert, liegt die Wahrscheinlichkeit nahe, dass etwas daran ist. Und: Das Datum beachten. Liegen Bewertungen schon etliche Zeit zurück, können Fehler längst ausgemerzt worden sein.

Allgemein bietet der Onlinehandel die Möglichkeit, Produkte zu erhalten, die im täglichen Leben kaum zu finden sind. Das brauchen nicht einmal Spezialprodukte zu sein, sondern schlichtweg Bettwäsche in größeren Maßen.

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Angebote und Finanzierung

Ein weiterer Vorteil des Internets sind die Angebote. Schon aufgrund der Masse an Händlern und den sich daraus ergebenden Möglichkeiten sind sie wesentlich zahlreicher zu finden, als im stationären Handel. Wobei bei Angeboten immer gilt:

  • Bedarfsprüfung – ein Schnäppchen ist nur ein Schnäppchen, wenn es auch Verwendung findet. Ein TV-Gerät kann noch so günstig sein, wenn daheim schon mehrere neue Geräte stehen, ist der Kauf unnötig.
  • Rabatt? – manche Händler, jedoch auch stationär, nutzen Rabattschilder sehr ideenreich. Die Verkaufspsychologie besagt, dass Verbraucher grundsätzlich auf bunte Rabattschilder achten und eher zugreifen. Das wurde in Kaufhäusern bereits vom Verbraucherschutz und anderen Institutionen getestet. Das Problem ist, dass teilweise Preise gar nicht gesenkt werden, sondern nur der angeblich alte Preis fiktiv in die Höhe gesetzt wurde. So kann ein Produkt auch online zu 30 Prozent reduziert zum Normalpreis verkauft werden. Daher: Preisvergleiche sind Schild und Schwert des Käufers.

Aber was ist, wenn ein Angebot für ein Produkt gefunden wurde, das ohnehin bald angeschafft werden soll oder muss? Der Verbraucher hat den Preis verglichen und müsste jetzt zugreifen. In diesem Fall kann sich auch eine Finanzierung über Raten- oder Minikredite lohnen, die sich direkt online abschließen lassen. Während Konsumgüter aus dem Segment »Hätte ich gerne, brauche ich aber nicht« nach Möglichkeit nicht finanziert werden sollten, sind Güter, die ohnehin kurz vor der Anschaffung stehen, ein gut und sinnvoll zu finanzierendes Gut. Die Finanzierung sichert die Nutzung des markanten Rabattes, ohne aber das eigene Vermögen drastisch anzugreifen. Gerade kurz vor dem Gehaltseingang kann sich diese Variante – dann auch über Kurzzeitkredite – lohnen.

Was ist beim Online-Shopping zu beachten? © rupixen.com / Unsplash.com

Fazit – shoppen, sparen, Freude haben

Das Onlineshopping boomt, was, je nach Wohnort, durchaus mit der Verödung der Innenstadt zusammenhängen könnte. Das Internet bietet schlichtweg unglaublich viele Einkaufsmöglichkeiten zu oft wesentlich günstigeren Preisen. Dennoch sollten Verbraucher nicht allzu schnell auf den Kaufen-Button klicken, sondern sich Preis, Produkt und Bewertungen genauer ansehen. Doch wo Bewertungen nicht immer den Tatsachen entsprechen, stammen auch Angebote manchmal aus den Tiefen der Verkäufer-Fantasie. Daher sind Preisvergleiche gerade bei höherpreisigen Gütern angedacht, gerade dann, wenn eventuell die Finanzierung des notwendigen Stücks überlegt wird. Immerhin möchte niemand ein Gut finanzieren, das sich am Ende als ein Wegwerfprodukt herausstellt.

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