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Nachhaltigkeit im Alltag: Wie Verbraucher sich engagieren können

Kleine Veränderungen mit großer Wirkung

Symbolbild Nachhaltigkeit
© iStock.com, Romolo Tavani

Der Begriff Nachhaltigkeit kommt eigentlich aus der Forstwirtschaft. In diesem Kontext tauchte er erstmals bereits 1713 auf. Er bezeichnete eine Praxis, bei der Holz gewonnen wird, ohne dass die Regenerationsfähigkeit des Waldes dabei in Mitleidenschaft gezogen wird. Heutzutage bezieht sich der Begriff jedoch auf eine Vielzahl von Lebensbereichen und wird oft auch im Zusammenhang mit Politik, Entwicklung und Wissenschaft genannt. Eine nachhaltige – also regenerative und ressourcenschonende Lebensweise – beginnt im Haushalt jedes einzelnen.

Tipps für mehr Nachhaltigkeit im Alltag

Im Rahmen von Klimadebatten wird oft recht schwammig über die Wichtigkeit umweltschonender Alternativen geredet. Wo aber können Verbraucher ganz konkret ansetzen? Tatsächlich gibt es viele Möglichkeiten, nachhaltiger zu leben. Das beginnt bei der Ernährung und endet dabei, Verpackungen ordnungsgemäß zu entsorgen, indem man den Müll richtig trennt. Noch umweltfreundlicher als das korrekte Wegwerfen von Plastikmüll ist es natürlich, von vornherein weniger davon zu produzieren. Nutzen Sie also wiederverwendbare Packungsmaterialien und bevorzugen Sie beim Einkaufen Stoffbeutel anstelle von Plastiktüten. Eine ressourcenschonende Ernährung ist überwiegend pflanzlich und besteht aus regional hergestellten, saisonalen Produkten. Versuchen Sie, gegen das Wegwerfen von Lebensmitteln vorzugehen, indem Sie Überschüssiges konservieren und haltbarmachen.

Auch in puncto Mobilität gibt es klimaschonende Alternativen zu Auto und Motorrad: Nutzen Sie insbesondere für kürzere Strecken das Fahrrad oder bewegen Sie sich zu Fuß von A nach B. Auf diese Weise tun Sie gleichzeitig etwas für Ihre Gesundheit. Für längere Strecken sind der öffentliche Personennahverkehr und Carsharing gute Alternativen. Statt mehrmals jährlich Fernreisen zu unternehmen, kann es sich auch lohnen, die nähere Umgebung zu entdecken. Auch die eigene Region bietet viele Möglichkeit für Erholung, Sport und Erlebnisurlaub. Besonders beliebte Urlaubsregionen in Deutschland sind Berlin, Bayern, Ost- und Nordsee, der Schwarzwald und die Region um den Bodensee.

Zur Nachhaltigkeit gehört nicht zuletzt auch ein umweltschonender Konsum. Dies bezieht sich auf Mode ebenso wie auf alltägliche Gebrauchsgegenstände. Achten Sie beim Kauf neuer Dinge auf Nachhaltigkeits- und Ökosiegel sowie die Inhaltsstoffe von Produkten. Kleidung, die Sie nicht mehr tragen, müssen Sie nicht direkt im Müll entsorgen. Verschenken Sie die Dinge stattdessen an Freunde, spenden Sie sie an wohltätige Organisationen oder verkaufen Sie Textilien als Second-Hand. Generell haben alle Gebrauchsgegenstände eine bessere Ökobilanz, wenn sie länger genutzt anstatt vorschnell ausgetauscht werden. Vor allem Textilien können durch Upcycling-Ideen mit einigen wenigen Handgriffen ein zweites Leben erhalten.

Progress, not Perfection

Viele Menschen, die sich erstmalig mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinandersetzen, fühlen sich schnell regelrecht erschlagen von der Informationsdichte in den Medien. Sie versuchen, von einem Tag auf den anderen vegan zu leben, nur noch Second-Hand-Kleidung zu kaufen und auf Plastik zu verzichten. Nach kurzer Zeit finden Sie sich dann in einem Zustand von Überforderung und Lustlosigkeit wieder, ergänzt durch eine gewisse Hoffnungslosigkeit: Denn es ist schlichtweg unmöglich, Teil der Gesellschaft zu sein und gleichzeitig umwelttechnisch einwandfrei zu leben.

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Versuchen Sie daher lieber, kleinere Veränderungen im Alltag zu bewirken, die Sie auch aufrechterhalten können und die mit der Zeit zu nachhaltigen Gewohnheiten werden. Überfordern Sie sich nicht, indem Sie alles auf einmal umsetzen, sondern wählen Sie Schritte, die Sie nicht zu sehr einschränken.

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