Mythen rund um die Schwangerschaft im Faktencheck - scinexx | Das Wissensmagazin
Anzeige
Anzeige

Mythen rund um die Schwangerschaft im Faktencheck

Geburtsvorbereitung

Schwangere Frau
Um kaum ein Thema ranken sich so viele Mythen und Legenden wie um Schwangerschaft und Geburt. © Thomas Pompernigg via flickr, CC BY-SA 2.0

Mit einem positiven Schwangerschaftstest beginnt für die werdenden Eltern eine aufregende Zeit. Doch so groß die Vorfreude ist, so viele Sorgen machen sich manche Eltern – gerade bei der ersten Schwangerschaft. Schließlich muss eine schwangere Frau zahlreiche Dinge beachten, und die vielen Mythen, die sich um das Thema Schwangerschaft ranken, sorgen oft für Verunsicherung. Dies sind einige der hartnäckigsten Gerüchte im Faktencheck.

Direkt nach Absetzen der hormonellen Verhütung können Frauen nicht schwanger werden

Nicht nur um die Schwangerschaft, sondern auch um das Schwangerwerden ranken sich zahlreiche Mythen. So heißt es zum Beispiel, dass der weibliche Körper nach dem Absetzen einer hormonellen Verhütungsmethode wie zum Beispiel der Pille oder der 3-Monatsspritze eine gewisse Zeit benötigt, um schwanger werden zu können, da der Hormonhaushalt erst wieder ins Gleichgewicht kommen muss. Doch das gilt nicht für jeden Frauenkörper. Denn jeder Organismus ist unterschiedlich. So gibt es Frauen, die erst einige Monate oder gar Jahre nach dem Absetzen der hormonellen Verhütung schwanger werden können, aber auch jene, die bereits im ersten Zyklus wieder fruchtbar sind.

Der Wochenfluss enthält gefährliche Keime

Der Wochenfluss, auch unter der Bezeichnung Lochien bekannt, dient dazu, nach der Geburt Bakterien aus dem Körper auszuscheiden, bis die Wunde in der Gebärmutter wieder komplett verheilt ist. Der Mythos, dass der Wochenfluss immer gefährliche Keime enthält, ist falsch. Zwar schwimmen in der Flüssigkeit tatsächlich Keime, diese sind aber im Normalfall nicht krankheitserregend. Allerdings ist es möglich, dass sich die Gebärmutter entzündet hat. In dem Fall ist auch der Wochenfluss infektiös. Das äußert sich durch einen fischartigen oder eitrigen Geruch. Außerdem leidet die Frau bei einer Entzündung unter Schmerzen im Unterbauch und Fieber. Ausführlichere Informationen gibt es auf dieser Seite. Hier wird genau erklärt, was der Wochenfluss ist, wie lange er dauert und wie stark er ist.

Nur bei Frauen spielen die Hormone während der Schwangerschaft verrückt

Plötzliches Schluchzen, ein kleiner Wutanfall, dann wieder Friede, Freude Eierkuchen – und das innerhalb weniger Minuten. Werdende Väter sind manchmal recht unbeholfen, wenn sie sehen, mit welchen Auswirkungen der hormonellen Veränderungen ihre Partnerin während der Schwangerschaft zu tun hat. Tatsächlich verändert sich aber während einer Schwangerschaft nicht nur der Hormonhaushalt der Frau. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass sich auch der Hormonhaushalt der werdenden Väter verändert. In der Schwangerschaft sinkt bei ihnen das Geschlechtshormon Testosteron und damit auch die Aggressionsbereitschaft. Sie werden dadurch möglicherweise hormonell auf ihre Vaterrolle vorbereitet.

Das Geschlecht des Babys ist vorhersehbar

Eines der häufigsten Gerüchte rund um die Schwangerschaft besagt, dass das Geschlecht des Kindes an bestimmten äußeren Merkmalen der schwangeren Frau erkennbar sei. So heißt es, ein spitzer Bauch spreche dafür, dass ein Junge zur Welt kommen wird, ein runder Bauch für ein Mädchen. Frauen, die während der Schwangerschaft weinerlich und emotional sind, sollen mit einem Mädchen schwanger sein; Ausgeglichenheit und Fröhlichkeit der Mutter hingegen auf einen Jungen hindeuten. Schlichtweg abergläubisch erscheint die Annahme, dass ein schlechtes Hautbild und strohige Haare bei der werdenden Mutter für ein Mädchen sprechen, das ihrer Mutter „die Schönheit stiehlt“. Wissenschaftler sind sich jedoch einig, dass das Geschlecht des Babys nicht an äußerlichen Merkmalen zu erkennen ist. Die Bauchform ist zum Beispiel abhängig von der Breite und Form des Beckens und den Schwangerschaftshormonen. Haar- und Hautprobleme können auch bei einer Schwangerschaft mit einem Jungen auftauchen. Und die Stimmung der werdenden Mama ist von der individuellen Hormonausschüttung abhängig und nicht vom Geschlecht des Babys.

Anzeige

Anzeige

Videos jetzt im Netz

Teaserbild Ringvorlesung Klimawandel und Ich

Ringvorlesung "Klimawandel und Ich"

Diaschauen zum Thema

keine Diaschauen verknüpft

Dossiers zum Thema

Umweltgifte - Neue Gefahr für die Gesundheit des Menschen?

News des Tages

S5-HVS1

Der schnellste "Raserstern" der Milchstraße

Magnet mit vier Polen statt zwei

Eiszeitliche "Geisterspuren" enthüllt

Bücher zum Thema

Es wird ein Mensch gemacht - Möglichkeiten und Grenzen der Gentechnik von Jens Reich

Ein Löffelchen voll Biotechnologie - von Reinhard Renneberg

Top-Clicks der Woche

Detailreichste kosmologische Großsimulation zeigt Galaxienentwicklung seit dem Urknall

Das All im Computer

Anzeige
Anzeige