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Mit einfachen Maßnahmen das Raumklima verbessern

Luftqualität

© M's photography / CC BY 2.0

Rund 90 Prozent seiner Zeit verbringt der Mensch in geschlossenen Räumen. Ob zu Hause oder auf der Arbeit: Das Raumklima beeinflusst unsere Leistungsfähigkeit und unser Wohlbefinden. Mit ein paar einfachen Tricks lässt sich das Raumklima positiv beeinflussen, um Wohnen und Arbeiten angenehmer zu machen.

Schlechter Raumluft entgegenwirken

Die Qualität der Luft ist ein wichtiger Faktor des Raumklimas – nicht nur, weil sie den menschlichen Körper mit lebenswichtigem Sauerstoff versorgt. Die Zusammensetzung der Raumluft zu verstehen, ist ein wichtiger Schritt, um das Raumklima positiv zu beeinflussen. Diverse Faktoren führen jedoch auch zu einer Verschlechterung der Luftqualität.

Schon unsere Atmung hat einen negativen Einfluss auf das Raumklima: Mit jedem Atemzug geben wir Kohlendioxid an die Raumluft ab und der Sauerstoffgehalt sinkt. Hinzu kommen mögliche Schadstoffe aus Möbeln, Teppichen, Wandfarben oder Tapeten. Auch Reinigungsmittel, Zigarettenrauch und Duftstoffe wirken sich negativ auf die Raumluft aus.

Daher lautet der erste Grundsatz: regelmäßig lüften! Mit Stoßlüften ist der Luftaustausch effektiver als bei einer dauerhaften Kippstellung der Fenster. Durch regelmäßiges Stoßlüften wird die verbrauchte Luft in den Räumlichkeiten vollständig ausgetauscht und frische, sauerstoffreiche Luft strömt hinein. „Regelmäßig“ bedeutet, drei- bis viermal täglich für jeweils zehn Minuten zu lüften.

Zimmerpflanzen für ein besseres Raumklima

Pflanzen sind nicht nur dekorativ, sondern verbessern auch das Raumklima und steigern das Wohlbefinden. Vor allem Zimmerpflanzen mit großen grünen Blättern sorgen für reichlich Sauerstoff. Ein weiterer Vorteil: Pflanzen filtern neben CO2 auch andere schädliche Stoffe aus der Luft, beispielsweise Formaldehyd und Benzol.

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Einsatz von Luftfiltern und Luftwäschern

Wer ein angenehmes Raumklima schaffen und die Luftqualität verbessern möchte, für den lohnt sich die Anschaffung eines Luftfilters oder Luftwäschers. Diese Geräte filtern Schad- und Schwebstoffe aus der Luft. Dazu gehören neben Staub und unangenehmen Gerüchen auch Pollen, Milbenallergene und andere Partikel. Insbesondere für Allergiker sind solche Geräte empfehlenswert: In der Pollenflugsaison gelangen bei jedem Lüften Allergieauslöser in die Räume; die Geräte binden sie mithilfe von HEPA- oder Aktivkohle-Filtern.

Für optimale Luftfeuchtigkeit sorgen

Damit wir uns in Räumen wohlfühlen, sollte die relative Luftfeuchtigkeit zwischen 40 und 60 Prozent liegen. Höhere Werte begünstigen die Schimmelbildung und die Verbreitung von Bakterien und sollten unbedingt vermieden werden. Einzig in Küche und Badezimmer sind kurzzeitige Überschreitungen kaum vermeidbar und akzeptabel. Eine relative Luftfeuchtigkeit unter 40 Prozent führt hingegen zu trockenen und gereizten Schleimhäuten. Dies erhöht wiederum das Infektionsrisiko, vor allem in der kalten Jahreszeit.

Am besten lässt sich die Luftfeuchtigkeit mithilfe eines Hygrometers kontrollieren. Diese sind in mehreren Varianten erhältlich. Ein Absorptionshygrometer misst die Luftfeuchtigkeit mithilfe menschlicher Haare, die sich bei der Absorption von Wasser ausdehnen. Psychrometer ermitteln die Differenz zwischen Trocken- und Feuchttemperatur eines Raumes. Taupunktspiegelhygrometer sind am genauesten und bestimmen die Höhe der Luftfeuchtigkeit anhand des Luftdrucks und der Taupunkttemperatur.

Bei zu hoher Luftfeuchtigkeit reicht es oftmals schon, kurz stoßzulüften. Ist die Luftfeuchtigkeit dagegen zu niedrig, kann sie auf verschiedene Wegen erhöht werden: Viele Zimmerpflanzen eignen sich als natürliche Luftbefeuchter. Alternativ können Schalen mit Wasser gefüllt und auf die Heizung gestellt oder angehängt werden. Elektronische Luftbefeuchter überwachen die Luftfeuchtigkeit der Raumluft und regulieren sie automatisch.

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