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Leitungswasser: Wie gut ist es wirklich?

Trinkwasserqualität

Symbolbild Leitungswasser
© BrianAJackson, GettyImages

Das Leitungswasser in Deutschland wird streng kontrolliert und ist von Top-Qualität. Perfekt geeignet, um es zu trinken und damit den Kauf von Wasser zu ersparen. Wie aber ist es möglich, dass dann und wann doch wieder Verunreinigungen aufkommen und wie kann man diesen Vorbeugen?

Warum ein Test von Leitungswasser sinnvoll sein kann

Wer die Qualität von Leitungswasser genauer wissen möchte, kann die Wasserqualität schnell und unkompliziert testen lassen. Aber warum lohnt sich das, wenn die Gesundheitsämter doch regelmäßig kontrollieren?

Durch eine Belastung mit Pestiziden und Medikamenten können die Grenzwerte überschritten werden und es fällt nicht sofort auf. Ein weiteres Problem sind außerdem alte Rohre, die aus Schwermetallen und Blei bestehen. Dann besteht bei heißen Temperaturen zum Beispiel die Gefahr, dass sich im Trinkwasser Legionellen vermehren.

Wird das Wasser getestet, kann eine solche Verunreinigung schnell erkannt werden, so dass keine Gesundheitsgefahr besteht. Auch wenn Babynahrung mit dem Wasser zubereitet werden soll, ist ein Test wichtig, denn das Immunsystem von Babys ist noch nicht so stark, wie von Erwachsenen.

Welche Ursachen hat verunreinigtes Wasser?

Manchmal sind Bakterien etwas Gutes, beispielsweise wenn sie Treibstoff für Raketen produzieren. Wenn sie sich jedoch im Leitungswasser befinden, sind sie eindeutig fehl am Platz und müssen bekämpft werden. Aber warum genau kommt es überhaupt zu verunreinigtem Trinkwasser und gibt es die Möglichkeit, dagegen vorzubeugen? Die Ursachen sind vielfältig:

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  • Legionellen: Die Bakterien leben in stehenden Gewässern und sind in der Lage schwere Erkrankungen auszulösen. Im Sommer tummeln sie sich gern in alten Rohren
  • Pestizide und Nitrate: Über das Grundwasser können Pestizide und Nitrate in den Kreislauf gelangen.
  • Medikamentenreste: Die Überreste von Medikamenten lassen sich nur schwer aus dem Leitungswasser filtern. Durch die falsche Entsorgung oder durch Urinausscheidungen gelangen sie ins Abwasser.
  • Alte Rohre: Schwermetalle wie Chrom, Zink oder Blei, aber auch Aluminium können dafür sorgen, dass sich Gesundheitsprobleme ergeben.

Wie wird das Leitungswasser sauber?

Die Verbraucherzentrale zeigt die Vorteile, die beim Trinken von Leitungswasser entstehen. Doch auch jeder Bürger selbst hat die Möglichkeit, das Wasser vor Verschmutzung zu schützen und durch gelegentliche Tests zu überprüfen, ob es zu Verunreinigungen gekommen ist.

Indem die ökologische Landwirtschaft gefördert und unterstützt wird hat jeder Bürger die Möglichkeit, den Einsatz synthetischer Pestizide zu verringern. Je weniger davon genutzt werden müssen, desto weniger können im Trinkwasser landen.

Außerdem ist es wichtig, dass Chemikalien und Medikamente gar nicht erst ins Trinkwasser gelangen, denn sie können nur sehr schwer wieder gefiltert werden. Das Zurückgreifen auf ökologische Wasch- und Putzmittel und die Verwendung von natürlichen Kosmetikprodukten ist für das Abwassersystem bereits eine Erleichterung.

Auch ist es wichtig, dass zu entsorgende Produkte nicht achtlos über die Toilette oder den Ausguss entsorgt werden. Abgelaufene Medikamente, schlecht gewordene Putzmittel oder auch Farbreste nach der Renovierung gehören weder in den Ausguss, noch in die Toilette, denn die Schadstoffe lagern sich Stück für Stück im Grundwasser an und bergen die Gefahr, dass langfristig das Leitungswasser nicht mehr so gut trinkbar ist, wie heute.

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