Kontaktlinsen für jede Sehschwäche - scinexx | Das Wissensmagazin
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Kontaktlinsen für jede Sehschwäche

Die unsichtbare Sehhilfe ist ein Multitalent

Kontaktlinsen mit Pflegeuntensilien
© pixabay.com, Gedesby1989

Die praktischen Vorteile von Kontaktlinsen gegenüber einer Brille sind offensichtlich: Bei diversen Sportarten ermöglichen sie mehr Bewegungsfreiheit und beschlagen oder zerkratzen nicht. Zudem bewegen sich die kleinen Linsen mit der Pupille mit und schärfen so den Blick sogar aus den Augenwinkeln. Aber kann wirklich jeder Kontaktlinsen tragen?

Nahezu jede Sehschwäche lässt sich inzwischen mit Kontaktlinsen korrigieren, ganz gleich ob Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit, Hornhautverkrümmung oder Alterssichtigkeit – auch bei hohen Dioptrienwerten. Spezielle Gleitsichtlinsen ermöglichen ebenso gutes Sehen wie mit einer Gleitsichtbrille. Auch bei Kindern können Sehschwächen mithilfe von Kontaktlinsen bereits frühzeitig korrigiert werden.

Kontaktlinsen sind inzwischen nicht nur bei Augenoptikern, sondern auch in vielen Drogerien und Supermärkten erhältlich. Bei Letzteren sollten sie nur aber nur im Notfall gekauft werden. Genauso preiswert und bequem, aber trotzdem sicher, ist der Kauf von Kontaktlinsen bei Online-Optikern: Seriöse Anbieter bieten ein breites Sortiment bekannter Hersteller sowie die passenden Pflegeprodukte und weiteres Zubehör. Sie arbeiten außerdem mit Partneroptikern zusammen, die bundesweit Beratung und Service übernehmen. Dadurch ist ein hoher Qualitäts- und Sicherheitsstandard gegeben. Auch wer farbige Kontaktlinsen ohne Sehstärke tragen möchte sollte immer einen (Online-)Optiker kontaktieren, um Augenschäden zu vermeiden.

Die individuellen Werte für Kontaktlinsen unterscheiden sich in einigen Parametern von denen einer Brille. Für die exakte Bestimmung der Sehstärke einer Brille sind der Abstand zwischen Brillenglas und Auge, Pupillendistanz, Fassungsscheibenwinkel und -vorneigung relevant. Bei Kontaktlinsen sind für einen korrekten Sitz jedoch andere Werte erforderlich. Hier spielen der Durchmesser der Pupille und die natürliche Krümmung der Hornhaut eine besondere Rolle. Für den Tragekomfort von Kontaktlinsen ebenfalls wichtig zu wissen: Wird die Augenoberfläche ausreichend mit Tränenflüssigkeit benetzt? Falls nicht, sollte man zu Kontaktlinsen speziell für trockene Augen greifen. Beim Vorhandensein von ausreichend Tränenflüssigkeit besteht beim Tragen der unsichtbaren Sehhilfen bei richtiger Pflege und Anwendung kaum Risiko.

Verschiedene Linsenformen für unterschiedliche Sehschwächen

Moderne Kontaktlinsen spürt man im Auge kaum. Sind Material und Parameter optimal auf den Träger abgestimmt, lösen sie komfortabel nahezu jedes Sehproblem. Zur Korrektur der individuellen Fehlsichtigkeit gibt es verschiedene Arten von Linsen: Die am weitesten verbreitete Form sind sphärische Kontaktlinsen. Diese gleichmäßig geformten Linsen kommen zur Korrektur einer reinen Kurz- oder Weitsichtigkeit zum Einsatz. Torische Kontaktlinsen dienen der Korrektur einer Hornhautverkrümmung ab einem Wert von etwa 0,5 Dioptrien. Multifokale Modelle kombinieren wie eine Gleitsichtbrille verschiedene Linsenstärken in einer Linse. Sie ermöglichen scharfes Sehen auf Nähe, Ferne und im Übergangsbereich. Diese Linsen kommen insbesondere bei Alterssichtigkeit oder mehrfacher Sehschwäche zum Einsatz.

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Moderne Materialien bieten hohen Tragekomfort

Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal bei Kontaktlinsen ist das verwendete Material. Weiche Kontaktlinsen werden aus wasser- oder silikonhaltigem Kunststoff hergestellt und fühlen sich gelatineartig an. Sie passen sich sehr gut an die Augenoberfläche an und erfordern nur eine kurze Eingewöhnungszeit. Dadurch eignen sie sich ideal für Erstträger und Personen, die regelmäßig zwischen Brille und Kontaktlinsen wechseln. Zum Einsatz kommen weiche Kontaktlinsen zur Korrektur von Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit und Hornhautverkrümmung.

Formstabile oder harte Kontaktlinsen bestehen aus sauerstoffdurchlässigen Kunststoffen. Individuell angefertigt, bedecken sie nur einen Teil der Hornhaut. Sie eignen sich für trockene Augen und korrigieren die Sehschwäche aufgrund ihrer Festigkeit etwas exakter. Dank ihrer Stabilität führen harte Linsen auch bei komplizierter Hornhautverkrümmung zu scharfem Sehen. Ihre Nutzungsdauer beträgt bis zu zwei Jahre. Die Eingewöhnung bis zum Verschwinden des Fremdkörpergefühls dauert im Vergleich zu weichen Linsen aber etwas länger.

Unterschiedliche Tragezeiten

Nach der Verwendungsdauer teilt man Kontaktlinsen in Tageslinsen, Wochenlinsen oder Monatslinsen sowie Jahreslinsen ein. Jahreslinsen sind sowohl in der harten wie auch in der weichen Ausführung erhältlich. Tageskontaktlinsen benötigen keinerlei Pflege und eignen sich deshalb auch für Allergiker, die auf Inhaltsstoffe von Pflegemitteln reagieren. Andere Linsenarten erfordern hingegen eine tägliche Reinigung. Je länger die Nutzungsdauer, desto gründlicher muss die Pflege sein, um Augenreizungen und Infektionen zu vermeiden. Auch hinsichtlich der täglich empfohlenen Tragedauer unterscheiden sich die unsichtbaren Sehhilfen je nach Material. Mit Kontaktlinsen aus Silikon-Hydrogel ist eine maximale Tragedauer bis zu 14 Stunden möglich, ohne dass die Augen beeinträchtigt werden.

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