Klappen klassische Strategien auch beim Online Poker? - scinexx | Das Wissensmagazin
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Klappen klassische Strategien auch beim Online Poker?

Onlinespiele

Pokerspiel
Poker ist ein durchaus strategisches Spiel – doch welche Strategien sind dabei erfolgversprechend? © Keenan Constance / Unsplash.com

Für Glücksspiele gibt es diverse Strategien. Einige basieren rein auf dem eigenen Glauben, andere können durchaus mathematisch unterlegt werden. Aber wie sieht das beim Poker aus? Können sich Spieler auch hier Strategien aneignen oder gilt hier noch die klassische Devise: Üben, üben, üben? Portale, auf denen man Poker online kostenlos spielen kann, wie etwa onlinepokernerd.com, helfen dabei, sich entsprechende Fähigkeiten anzueignen. Dieser Artikel schaut sich das einmal an.

Martingale Strategie: Beim Poker sinnvoll?

Das ist wohl eine der traditionellsten Strategien, die sich finden lassen. Seit dem 18. Jahrhundert werden die Martingale genutzt. Der Leitsatz ist, dass der Einsatz erhöht wird, sobald es einen Verlust gibt. Dabei gibt es mehrere Formen:

  • Klassisch – in dieser Variante wird der Einsatz verdoppelt. Häufig kommt die Strategie beim Roulette zum Einsatz, sie kann aber auch beim Poker genutzt werden.
  • Montante Americaine – auch diese kommt eher beim Roulette zum Einsatz, lässt sich aber aufs Pokern umwandeln.

Grundsätzlich können die Strategien nur angepasst werden, da sie nicht direkt vom Roulette auf das Pokern übertragbar sind. Während beim Roulette alles auf Farben gesetzt wird, spielen beim Poker mehrere Faktoren eine Rolle. Dennoch nutzen manche Spieler die Strategie und verdoppeln beispielsweise nach einem verlorenen Spiel den Einsatz. Dass dies eine sehr riskante Taktik ist und dass diese nicht unbedingt empfohlen werden kann, dürfte angesichts der beim Poker teils genutzten Einsätze deutlich sein.

Kartenzählen – ein guter Ansatz beim Poker?

Schon kleine Kinder lernen es, wenn sie mit ihrem allerersten Kartenspiel konfrontiert werden: Memory. Das ist zwar per se kein Kartenspiel, doch wer sich hier nicht merkt, wo welche Karte umgedreht wurde, der wird niemals ausreichend Paare finden, um zu gewinnen. Beim Pokern ist das sehr ähnlich, denn gerade bei Texas Hold’Em ist es sinnvoll zu wissen, welche Karten in den Händen der Mitspieler sind. Warum dies so ist, kann jeder bei sich daheim auf dem PC mit dem typischen systemeigenen Kartenspielangebot testen. Das Kartenzählen baut mitunter hierauf auf, allerdings besteht es gewiss nicht aus dem bloßen Zählen:

  • Eigene Hand – sie muss berücksichtigt werden. Gedanklich wird nun überschlagen, welche Karten benötigt werden, um weiterzukommen. Die Kartenzahl wird genau ermittelt, auch in verschiedenen Varianten.
  • Möglichkeiten – sobald ein Spielpartner irgendwas preisgibt oder zieht, wird diese Karte automatisch miteinbezogen. Mit jedem Zug ergeben sich neue Möglichkeiten.
  • Problem – das Kartenzählen lässt sich natürlich beim Onlinepoker gegen den PC lernen, doch spätestens am Tisch kommen unbeliebte Faktoren hinzu. Während online nur gegen den PC gespielt wird, sitzen am Pokertisch mehrere Personen. Sie alle haben Karten und niemand weiß, welche das sind. Die Berechnung ist also wesentlich schwerer.

Generell sind gute Pokerspieler nicht erfolgreich, weil sie einige Tricks kennen, sondern weil sie gelernt haben, die Tricks anzuwenden. Und genau das wird häufig vergessen, wenn es um die »Pokerhelden« geht. Sie leben oft als echte Sportler und trainieren ihre Möglichkeiten immer und immer wieder.

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Weitere Strategien

Die allerbeste Strategie, um beim Poker wirklich eine Chance zu haben, besteht darin, das Spiel zu können. Das bedeutet zuerst einmal viele Übungsstunden, gegen den PC, aber auch in live. Glücklicherweise kann man heute ganz bequem Poker kostenlos online spielen.

Allerdings gilt:  Denn was mit dem PC als alleinigem Gegner funktioniert, muss in einer echten Pokerrunde teils anders gehandhabt werden:

  • Pokerface – der Ausdruck ist nicht ohne Grund so bekannt. Spieler müssen sich im realen Spiel tatsächlich eine Mimik angewöhnen, die gezielt nicht das wiedergibt, was sich in der Hand befindet.
  • Körpersprache – sie zu lesen lernen, ist schon ein Weg zum Ziel. Wer blufft, wer fühlt sich sicher, wer ist aufgeregt? Ohne die Gabe, die Gegner lesen zu können, ist es umso schwerer.
  • Mathematik – gerade in der Live-Runde lassen sich Karten nachhalten. Um die beste Möglichkeit für sich herauszuschlagen, ist allerdings die Rechenkunst gefragt. Und diese muss schnell gehen.

Auf der anderen Seite führt nur harte Arbeit zum Erfolg. Echte Poker-Profis spielen nicht rein zum Vergnügen, sondern sie haben das Pokern zu ihrer selbstständigen Arbeit gemacht. Häufig kommen da 12-Stunden-Tage bei heraus, denn sie müssen so Einiges im Auge behalten:

  • Teilnahme – wer mit dem Pokern Geld verdienen möchte, der sucht sich genau aus, an welchen Turnieren er teilnimmt oder wo er online spielt. Die möglichen Gewinne müssen die Kosten decken, doch spielen hier auch die anderen Teilnehmer eine Rolle. Gegen die Elite der Pokerspieler ist es schwer zu gewinnen, ein kleineres Turnier lohnt sich also doch.
  • Einsätze – sie sind perfekt durchgerechnet und gehen selten von dem benötigten Monatsunterhalt ab. Die meisten Profis nutzen einen Teil ihres Gewinns als Einsatz, wobei der Anteil wieder genau durchgerechnet wird.
  • Übung – Profis trainieren. Sie sind durchaus mit Spitzensportlern zu vergleichen. Auch diese laufen nicht am Samstag aufs Spielfeld, sondern sie trainieren die gesamte Woche.

Gerade beim Poker gibt es durchaus Strategien und Optionen, die die Chancen verbessern, doch allesamt bauen sie auf das ordentliche Training auf. Es wird kaum einer beim ersten Gang zum Pokertisch erfolgreich sein, wenn er zuvor nie gespielt hat. Wer jedoch regelmäßig trainiert und auch zu Hause im Onlinecasino gegen den PC übt, der hat durchaus die Chance, sich am Pokertisch erfolgreich zu schlagen. Doch auch hier gilt: Am Ende entscheiden immer noch die Karten und wer ein grausames Blatt auf die Hand bekommt, der wird aus einer lahmen Ente wohl keinen Ferrari machen.

Fazit – Übung ist die beste Strategie

Natürlich können sich angehende Pokerspieler sämtliche Strategien aneignen und die aussuchen, die ihnen besonders gefällt. Wenn sie aber das Spiel an sich nicht beherrschen und nicht in der Lage sind, sich die letzten Karten zu merken oder zu berechnen, was sie noch benötigen, um ihr Blatt zu verbessern, dann hilft auch die beste Strategie nichts. Beim Poker zählt wirklich die Erfahrung, denn nur die kann zuletzt zu einem Vorsprung verhelfen. Wer sich nebenbei noch das Wissen um Körpersprache und Mimik aneignet, genau plant, welches Turnier sinnvoll ist und wer Einsätze nur aus Gewinnen zahlt, der kann eventuell sogar ein wenig Geld nebenbei verdienen.

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