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Kann der Umstieg auf die E-Zigarette das Leben verlängern?

Tabakentwöhnung

Symbolbild Rauchen
Tabakrauch ist noch einmal deutlich schädlicher als der dampf einer E-Zigarette. © Lilartsy / Unsplash.com

Studie gibt Anlass zur Hoffnung

In Neuseeland nahmen Wissenschaftler die E-Zigarette noch einmal unter die Lupe. In dem Land herrscht eine strikte Regelung für Tabakzigaretten, die bald schon gar nicht mehr verkauft werden sollen. Dafür wird die E-Zigarette durchaus gefördert. Die Wissenschaftler prüften die Kosteneinsparungen und den Lebensgewinn von Rauchern, die sich umorientierten:

  • Lebensjahre – auf die Gesamtbevölkerung gerechnet könnten in Neuseeland bis zu 236.000 Lebensjahre gerettet werden, wenn weiterhin eine Aufklärung über die E-Zigarette gegenüber Rauchern erfolgt und der Umstieg gefördert wird.
  • Kosten – ein solches Programm könnte bis zu 2,2 Milliarden Euro im Gesundheitssystem einsparen.

Grundsätzlich unterstützt die neuseeländische Regierung schon den Umstieg auf die E-Zigarette. So konnten schon etliche Umstiege geschafft werden. Die Raucherquote in Neuseeland sank auf 10,9 Prozent. In Deutschland liegt sie bei 30,9 Prozent. E-Zigaretten gelten als bis zu 95 Prozent weniger schädlich als übliche Tabakzigaretten, wodurch mitunter das Krebsrisiko massiv sinkt. Für Deutschland werden ähnliche Programme gefordert.

Für Raucher eine Alternative?

Fakt ist natürlich, dass gar nicht rauchen oder dampfen die beste Lösung ist. Nichtraucher sollten sich daher gar nicht erst von der E-Zigarette oder anderen Dampfprodukten angesprochen fühlen. Anders sieht es bei Rauchern aus, denn:

  • Giftstoffe – eine Tabakzigarette verbrennt über 000 Giftstoffe, die bei jedem Zug mit inhaliert werden. Die E-Zigarette bietet keinerlei Verbrennungsstoffe und die Inhaltsstoffe sind nahezu unschädlich. Anders verhält es sich bei Liquids mit Nikotin: Das Nervengift ist auch in E-Zigaretten schlecht.
  • Gesellschaft – beim üblichen Rauchen schädigt sich nicht nur der Raucher, sondern auch die Gesellschaft wird unmittelbar geschädigt. Wer in einem Innenraum raucht, der zwingt seine Mitmenschen dazu, den Rauch einzuatmen. Bei E-Zigaretten gibt es diese Passivquote nicht, da der größte Teil des Dampfes inhaliert wird. Was bleibt, sind einige Aromastoffe. Zudem feuert die E-Zigarette nicht weiter, sie produziert nur auf Knopfdruck und/oder Zug Dampf.

Sicherlich wäre es für einen Raucher stets am besten, ganz mit dem Laster aufzuhören. Wie schwierig das ist, haben die meisten Raucher mindestens einmal in ihrer Rauchkarriere gelernt – und sind gescheitert. Bisherige Ersatzprodukte boten dem Körper zwar das Nikotin, allerdings ist Rauchen in erster Linie eine Gewohnheitssucht, erst dahinter steht die Nikotinsucht und die Abhängigkeit von weiteren Stoffen, die in Tabakzigaretten zu finden sind. Aber warum kann dann die E-Zigarette einen echten Umstieg bewirken? Es ist einfach:

  • Gewohnheit – der Raucher braucht seine Gewohnheit nicht zu ändern. Statt der Tabakzigarette hat er seine E-Zigarette in der Hand. Zum morgendlichen Kaffee, an der Ampel oder auch beim abendlichen Bier kann ohne Verzicht weiter inhaliert werden.
  • Nikotin – die Liquids enthalten – sofern gewünscht – Nikotin. Das Praktische ist jedoch, dass Nutzer die Stärke selbst regeln können. Wahlweise geschieht dies über Nikotinsalze, aber auch das Mischen von stark nikotinhaltigen Liquids mit sogenannten Nuller-Liquids (ohne Nikotin) ist möglich. Viele Umsteiger regulieren mit der Zeit ihren Nikotingehalt gen null, bis sie nur noch dampfen, aber kein Nikotin mehr zu sich nehmen.
  • Wenig Entzug – Umsteiger berichten oft nur über geringe Entzugserscheinungen. Diese hängen von den Beistoffen der Tabakzigarette ab, an die sich der Körper selbst gewöhnt hat. Da jedoch die Gewohnheit (rauchen) und die Nikotinzufuhr bestehen bleiben, lassen sich diese Entzugserscheinungen gut aushalten.
Symbolbild E-Zigarette
E-Zigaretten sind nicht gesund, aber weniger schädlich. © Elsa Olofsson / Unsplash.com

Für Raucher ist der Umstieg sicherlich eine sehr gute Alternative, die auf längere Sicht auch die eigene Geldbörse entlastet. Diesbezüglich muss jedoch auf eine längere Sicht hin gerechnet werden, denn viele Umsteiger investieren anfangs in eine gute Ausstattung und probieren immer mal wieder neue Geräte aus. Wie hoch die Kostenersparnis letztendlich ist, wird künftig auch von der Regierung entschieden. Ein durchschnittlicher Raucher kommt mit zehn Milliliter Liquid durchaus eine Woche aus und zahlt dafür 5,00 Euro. Sollte sich die Besteuerung ändern, wird das Liquid teurer, doch steht auch dann der Preis weit hinter dem einer typischen Zigarettenschachtel. Aber was ist allgemein wichtig zu wissen?

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  • Geräte – es sollten möglichst handliche Geräte gekauft werden. Gut sind die E-Zigaretten, die kinderleicht zu bedienen sind und keine großen Arbeiten erfordern. Generell sind zwei E-Zigaretten empfohlen, sodass weitergedampft werden kann, wenn die andere E-Zigarette am Strom hängt.
  • Liquid – bei Tabakliquids ist Vorsicht geboten, sie sind eine reine Geschmacksfrage. Der Geschmack ist nicht der einer Tabakzigarette, sondern er ähnelt eher dem Geruch von frischem Tabak. Letztendlich geben gute Shops unzählige Geschmacksrichtungen von Tabak über Obst, Gemüse, Lebensmitteln und auch Getränken heraus. Es gilt, für sich selbst auszutesten, welche Geschmacksrichtungen funktionieren. Oft passt ein Liquid auch nicht zu jeder Gelegenheit: Zum Feierabendbier schmeckt die E-Zigarette mit Wassermelone weniger.

Wer nach Geräten schaut, der sollte gleich prüfen, wie es um die Ersatzteile bestellt ist und welchen Preis sie haben. Mittlerweile ist diese Problematik zwar besser geworden, doch gibt es weiterhin Geräte auf dem Markt, die zwar in der Anschaffung günstig, im Unterhalt jedoch teuer sind, da die häufig benötigten Verdampferköpfe oder andere Ersatzteile recht preisintensiv sind.

Fazit – ein empfehlenswerter Wechsel

Für Raucher ist der Umstieg auf eine E-Zigarette nicht allein aus gesundheitlicher Sicht zu empfehlen. Wie viele Lebensjahre er durch den Umstieg gewinnt, lässt sich zwar nicht festlegen, doch Herz-Kreislauf und Lunge wissen die entfallenen Giftstoffe zu würdigen. Doch auch das persönliche Sparpotenzial ist nicht zu verachten. Wer grob ausrechnet, wie viel Geld er monatlich für Zigaretten ausgibt und davon – hoch gegriffen – ein Viertel monatlich für die E-Zigarette benötigen würde, der weiß, wie hoch die Kostenersparnis nach nur einem einzigen Monat ist.

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