Ist die falsche Matratze auch für Babys schon schädlich? - scinexx | Das Wissensmagazin
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Falsche Babymatratzen bleiben nicht ohne Risiko

Ist die falsche Matratze auch für Babys schon schädlich?

Matratze mit Stofftier
Bei der Wahl der Babymatratze sollte man keine Kompromisse eingehen. © pixabay.com,congerdesign

Um die ideale Schlafumgebung für das Baby zu schaffen, ist die Auswahl der passenden Matratze eines der wichtigsten Kriterien. Ungeeignete Matratzen können nicht nur den Schlafkomfort des Kindes beeinträchtigen, sie gelten auch als Risikofaktor für den plötzlichen Kindstod.

Eltern sollten daher bei der Wahl der Babymatratze keine Kompromisse eingehen. Gebrauchte Babymatratzen können ein Gesundheitsrisiko darstellen. Daher empfehlen die Experten von BABYWISSEN in jedem Fall den Neukauf. Dabei bleibt die Größe der Matratze nicht das einzige relevante Kriterium.

Welche Risiken können Babymatratzen mit sich bringen?

Ungeeignete Babymatratzen werden in Zusammenhang mit dem plötzlichen Kindstod gebracht. Auch wenn dieser noch nicht hinreichend erforscht ist, haben Studien mögliche Gefahrenquellen aufgedeckt.

Schimmelpilze

Eine entsprechende Studie wurde bereits im Jahre 1990 veröffentlicht. Der britische Chemiker Barry A. Richardson konnte nachweisen, dass bereits geringe Mengen des Arsen-Pilzes in Verbindung mit den Materialien der Matratzen Giftstoffe freisetzen. Damals ließ sich der Schimmelpilz in allen Matratzen der 45 am plötzlichen Kindstod verstorbenen Säuglinge nachweisen.

Mittlerweile gilt diese Studien als widerlegt und es wird von einem Fehler ausgegangen. Dennoch sind gebrauchte Babymatratzen in jedem Fall ein Gesundheitsrisiko. Bilden sich in Matratzen Schimmelpilze, kann dies zu Atemwegserkrankungen führen. Eine im Jahre 2002 durchgeführte Studie hat den Zusammenhang zwischen gebrauchten Kindermatratzen und SIDS erneut hergestellt.

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Bauchlage und CO2 Rückatmung

Das Schlafen in Bauchlage wird immer wieder als Risikofaktor für den plötzlichen Kindstod genannt. Eltern können nicht verhindern, dass sich das Baby in Bauchlage begibt. Dort besteht das Risiko, die ausgeatmete Luft wieder einzuatmen. Eine hohe CO2-Konzentration wirkt ab einem bestimmten Punkt toxisch und kann in extremen Fällen zum Tod führen.

Die Kindermatratze sollte möglichst luftdurchlässig beschaffen sein. Einige Hersteller von setzen hierbei auf senkrecht und waagerecht verlaufende Luftkanäle im Matratze-Inneren. Ob durch diese Luftkanäle die CO2 Rückatmung verhindert werden kann, ist nicht bewiesen. In jedem Fall sollte die Babymatratze nicht mit undurchlässigen Auflagen abgedeckt werden. Diese führen zu einer Begünstigung der CO2 Rückatmung.

Welche Babymatratze ist die richtige?

Das Angebot an Babymatratzen ist groß und längst gilt nicht mehr allein die passende Größe als Kriterium.

Die verschiedenen Arten von Babymatratzen stellt folgende Übersicht gegenüber.

Art der Matratze Vorteile Nachteile
Federkern Matratz
  • stabil
  • robust
  • preisgünstig
  • schwer
  • Mulden können entstehen
  • nicht für Allergiker geeignet
Kaltschaum Matratze
  • luftdurchlässig
  • feuchtigkeitsabweisend
  • abweisend
  • Leicht zu reinigen
  • anfänglicher Eigengeruch
  • Schwitzen durch Wärmestau
Latex Matratze
  • hygienisch
  • luftdurchlässig
  • staubfrei
  • häufig nicht hart genug
  • teuer in der Anschaffung
Matratze aus Naturfasern
  • natürliches Material
  • für Allergiker geeignet
  • Feuchtigkeitsregulierung
  • teuer in der Anschaffung
  • hoher Pflegeaufwand

Die Babymatratze darf nicht zu weich ausfallen. Babys benötigen eine feste und elastische Matratze. Die Wirbelsäule ist beim Säugling noch gerade und nimmt erst im Verlauf des Wachstums die typische S-Form an.

Zu weiche Matratzen fördern das Einsinken des Gesichtes, wenn sich das Baby in Bauchlage befindet. Babymatratzen besitzen meist keine besonderen Vermerke bezüglich des Härtegrades. Die Babys sollten aber keinesfalls tiefer als etwa drei Zentimeter in die Matratze einsinken.

Die Wahl des Materials sollte natürlich eine Rolle spielen. Primär geht es bei einer Babymatratze aber darum, dass der Kopf nicht zu tief in die Matratze einsinkt, dass die Wirbelsäule der Kleinen optimal gestützt wird und die Matratzen keine Schadstoffe aufweisen.

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