Ionisatoren - Funktionsweise von Staubmagneten - scinexx | Das Wissensmagazin
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Staubtechnik

Ionisatoren – Funktionsweise von Staubmagneten

Staub ist in vielen Häusern und Wohnungen ein Problem - mit Ionisatoren lässt sich das Problem beheben. © pixabay.com, Hans (CC0-Lizenz)

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Staub an sich ist störend. Der Staubsauger und das Staubtuch sind noch nicht ganz zurück in der Abstellkammer, da sammeln sich die ersten Partikel auf den Möbeln an. Und wehe, es sind dunkle oder gar schwarze Möbel! Doch das ist nur der sichtbare Staub, der, der so ziemlich jeden an seinen hausfräulichen Fähigkeiten zweifeln lässt. Aber was ist mit dem, der sich ständig in der Raumluft bewegt und weder von Staubsaugern noch Staubtüchern zu beseitigen lässt. Ja, genau der Staub, den die schräg einfallende Sonne so wunderbar funkeln und glitzern lässt. Das ist leider auch der Staub, den wir mit der Atemluft ständig aufnehmen und der Allergiker zur Weißglut treibt. Aber muss das sein? Nein, es gibt Staubmagneten.

Was sind Ionisatoren?

Umgangssprachlich werden sie gerne Staubmagneten genannt. Dabei können die Geräte weit mehr, als nur bloßen Staub zusammenzuhalten und aus der Luft zu fischen.

Im Grunde genommen handelt es sich um ein elektrisch betriebenes Gerät, welches die Ionendichte in der Luft steigert. Ionen kommen überall vor, aber es gibt einen großen Unterschied zwischen der Luft in Innenräumen und im Außenbereich:

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  • Außenbereich – in der freien Natur ist die Dichte an Ionen in der Luft wesentlich höher. Mindestens 1.000 Ionen pro Kubikzentimeter sind hier üblich, in der Nähe von Wasser, im Gebirge oder auch nach einem Gewitter kann die Konzentration auf über 10.000 ansteigen. In Innenstädten sieht das oft schon ganz anders aus. Hier ist die Konzentration niedrig, teils sinkt sie unter 500 Ionen je Kubikzentimeter.
  • Innenbereiche – je nach Wohnlage und Konzentration im Außenbereich sind Ionen in Innenräumen quasi vom Aussterben bedroht. Teils befinden sich hier noch nicht einmal 100 Ionen je Kubikzentimeter.

Ionen selbst sind wahlweise positiv oder negativ geladen. In der Natur herrschen die negativen Teilchen vor, während in Innenräumen die positiven überwiegen. Ein Ionisator versetzt die Luft mit negativen Ionen und das hat einen Vorteil. Da sich positive und negative Ladungen gegenseitig anziehen und Staub positiv geladen ist, setzt sich der Staub an den negativen Ionen fest und bildet größere Partikel, die zu Boden fallen.

Wie funktionieren diese?

Mit dem Ionisator soll in Innenräumen ein Zustand hergestellt werden, der der freien Natur möglichst nahekommt. Hierzu wird die Luft mit negativen Ionen angereichert. Und so funktioniert der Ionisator:

  • Luftreinigung – Ionisatoren säubern nicht den Staub von Oberflächen, sondern vergrößern die einzelnen Staubpartikel in der Atemluft so sehr, dass sie zu Boden fallen und dort aufgenommen werden können. Einige Ionisatoren besitzen sogar einen eigenen Filter, der aus einer geladenen Metallplatte im Gerät besteht, an der die Teilchen haften bleiben. Für weitere Informationen können Interessierte auf top-luftreiniger.de weiterlesen.
  • Elektroden – im Herzen des Ionisators befinden sich Metallplatten, zwischen denen Hochspannung herrscht. Im Betrieb wird nun Luft zwischen die Platten geleitet, sodass sich einzelne Teilchen elektrisch laden. Die geladenen Teilchen werden nun an die Luft abgegeben.
  • Wechselwirkung – in der Raumluft befinden sich positive, negative Ionen und Teilchen. Da sich positiv und negativ gegenseitig anzieht, bleiben nun immer mehr Teilchen aus der Atemluft aneinanderhängen und vergrößern sich. Umso größer die Teilchen werden, desto schwerfälliger werden sie auch.

Ionisatoren produzieren im Betrieb Ozon. Auch das reinigt die Luft, denn es spaltet sich in der Luft befindliche Moleküle und ist keimtötend. Gleichfalls beseitigt Ozon auch schlechte Gerüche. Ob das Ozon nur ein im Gerät entstehendes Zusatzprodukt ist oder ob es vom Ionisator in größerer Menge hergestellt wird, hängt vom Gerät ab.

Wo werden sie eingesetzt?

Ionisatoren können in privaten Haushalten, im privaten Fahrzeug, auf Campingplätzen oder auch im professionellen Rahmen eingesetzt werden. Die Wirksamkeit der Geräte hängt stets von der Leistung, der Größe und der Art ab:

  • Professionelle Geruchsbeseitigung – in Gewerbegebieten ist das Problem wohlbekannt. Im Gebäude läuft die Klimaanlage und an einem Morgen stinkt es, als sei in der Nacht die Zombieapokalypse eingetreten. Die Ursache stammt jedoch nicht aus einem Horrorfilm, sondern besteht aus einer Ratte oder Maus, die in den Schächten der Klimaanlage verendet ist. An das Tier kommt auch der Kammerjäger nicht heran, der Geruch lässt sich aber mit einem leistungsstarken Ionisator bekämpfen. Hier kommen oft Ionisatoren zum Einsatz, die gezielt Ozon herstellen und es in die Luft abgeben.
  • Auto – schon für den Hausgebrauch gibt es hier kleinere Staubmagneten, die schlechte Gerüche vertreiben. Diese Ionisatoren können auch in Wohnmobilen oder in Wohnwagen genutzt werden. In der professionellen Autoreinigung kommen wieder leistungsstärkere Geräte zum Einsatz, die auch den Rauchgeruch aus den Sitzen ziehen.
  • Haushalt – für den privaten Gebrauch stehen einfache Ionisatoren zur Verfügung, die die Luft mit Ionen anreichern, aber das Ozon nur im Geräteinneren herstellen. Die Ionisator-Ozon-Luftreiniger sind für Privatpersonen aber auch erhältlich.
Auch im Auto finden Staubmagneten Verwendung. © pixabay.com, MikesPhotos (CC0-Lizenz)

Im privaten Umfeld kommen Staubmagneten insbesondere für Allergiker infrage. Da die negativ geladenen Ionen den gefürchteten Hausstaub anziehen und soweit vergrößert, dass er wahlweise im Gerät aufgefangen oder später fortgesaugt werden kann, sinken die Allergiebeschwerden. Praktischerweise spielt es für die geladenen Ionen auch keine Rolle, ob es sich um Hausstaub, Feinstaub oder Blütenstaub handelt. Es sind alles nur Partikel, die gebündelt und aus der Atemluft gefischt werden können. Aber auch ohne eine Allergie kann sich der Einsatz eines Staubmagneten lohnen: Die Staubbelastung im Heim sinkt allgemein, schlechte Gerüche verschwinden und es wird gemutmaßt, dass sich die höhere Konzentration negativer Ionen insgesamt positiv auf das Raumklima und die Gesundheit auswirkt.

Fazit – Kampf gegen Staub und Gerüche

Ionisatoren sind ein wunderbares Hilfsmittel, um Gerüche und den lästigen Staub in Schach zu halten. Zwar wird auch kein Staubmagnet die Raumluft zu einer staubfreien Zone erklären, doch ist gerade für Allergiker jedes fehlende Staubpartikel eine gute Nachricht. Im professionellen Umfeld, beispielsweise in der Gebäude- und Fahrzeugreinigung ist der Ionisator nahezu unverzichtbar. Hier gibt es schlichtweg Geruchsfelder, die nur auf natürlichem Weg über Wochen beseitigt werden könnten, wenn kein Ionisator zum Einsatz kommt.

(Der Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit dem externen Autor Daniel Theiss., 12.11.2018 – )

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