Finanzen im Blick: Heute schon an Später denken - scinexx | Das Wissensmagazin
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Finanzen im Blick: Heute schon an Später denken

Finanzplanung

Fernglas mit Dollarzeichen auf den Objektiven
© Freeimages, Fernando_Mengoni

Für viele ist langfristige Finanzplanung nicht unbedingt das spannendste Thema. Aber wer später ein sorgenfreies Leben führen möchte, der sollte schon jetzt an die Zukunft denken. Wie finanziert man sich sein Leben im Rentenalter? Was ist mit meinen Angehörigen, wenn ich mal nicht mehr bin? Wo sollte man jetzt anlegen, damit man später nicht vor dem Nichts steht?

Die Risiken des Finanzmarktes

Der Traum von vielen: Das Geld vermehrt sich ganz von allein. Einmal richtig angelegt und man braucht nie wieder arbeiten. Das klappt nur in den seltensten Fällen. Wer an der Börse spekulieren möchte, der sollte zum einen nie zu hoch pokern und sich zum anderen besser einen Experten an die Seite holen – und zwar einen, dem man auch wirklich vertrauen kann. Zu viele Neulinge steigen unerfahren und ohne Beratung in die Börsenwelt ein. Dabei ist es generell eine gute Idee, sein Geld gewinnbringend anzulegen – aber nur, wenn man denn genügend Vorsicht walten lässt.

Vor allem die Kryptowährungen haben die Goldgräberstimmung beim Spekulieren erneut entfacht. Und das ist bei Marktkapitalisierungen, die sich teilweise in den Bereichen von Milliarden Dollar bewegen, auch nicht verwunderlich. Doch auch hier haben sich viele Anleger verzockt: Ohne zu wissen, worum es bei den virtuellen Währungen wie Bitcoin & Co. geht, wurden alle Sicherheitsbedenken über Bord geworfen. Profitiert haben von dieser Unbekümmertheit vor allem diejenige, die wirklich wussten, worauf sie sich einlassen. Diese Early-Adopter sind jetzt reich – alle anderen können ihrem verlorenen Geld nur noch nachtrauern.

Klassische Geldanlagen verlieren an Wert

Wem das Aktiengeschäft zu heikel war, der hat in der Vergangenheit meist auf konservative Sparprodukte gesetzt. Doch die Zinsen fallen von Jahr zu Jahr. Wer sein Geld auf einem Sparbuch oder Tagesgeldkonto parkt, der kann sein Geld eigentlich besser unter die Matratze legen, unkt so mancher Finanzexperte. Denn konnte man in den 1980er-Jahren noch mit rund 4,5 % Zinsen auf sein Erspartes rechnen, liegen die Werte inzwischen bei weit unter einem Prozent. Das deckt nicht einmal die Inflationsrate ab. Und das schlimmste: Die meisten Sparer wissen gar nicht um ihr Unglück und gehen immer noch von satten Sparzinsen aus.

Das heißt nicht, dass Sparen an sich eine schlechte Idee ist. Man darf sich nur keine falschen Hoffnungen machen. Das Geld vermehrt sich nicht von allein. Neben dem Sparbuch gibt es aber noch andere Möglichkeiten, die den Ruhestand absichern. Eine private Altersvorsorge beispielsweise sorgt nur in den seltensten Fällen für plötzlichen Wohlstand für Senioren. Da aber die Entwicklungen des Rentensystems mehr als ungewiss sind, lohnt sich diese Art der privaten Vorsorge allemal.

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Für den Notfall absichern

Die Versicherungsbranche hat keinen guten Ruf – was allerdings vielfach noch an alten Vorstellungen liegt: Der unseriöse Versicherungsvertreter, der mehr an seiner Provision als an der Zukunft des Klienten interessiert ist, dürfte der Vergangenheit angehören. Zum einen werden Versicherungsdienstleister streng von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) kontrolliert. Zum anderen – und das dürfte viel wichtiger sein: Kunden können heute dank des Internets viel besser vergleichen und eigene Informationen einholen.

Außerdem haben Versicherungen immer mit Unglück zu tun: Unfälle, Berufsunfähigkeit oder der eigene Tod. Solche Überlegungen schiebt man gern vor sich her, und das, obwohl gerade diese ungeplanten Vorfälle den finanziellen Ruin bedeuten können. Was ist, wenn der Hauptverdiener der Familie plötzlich stirbt und Kredite nicht mehr abbezahlt werden können? Eine Risikolebensversicherung lässt sich beispielsweise an ein Darlehen anpassen. Auch andere Versicherungen sind oftmals nicht teuer, sorgen aber dafür, dass man sich nicht um seine Liebsten sorgen muss.

Bedacht und divers vorgehen

Versicherung, private Vorsorge oder Wertpapierhandel? Es gibt nicht die eine, einzig richtige Lösung. Wer wirklich für sein Alter vorsorgen möchte, der muss zum einen seine Aktivitäten streuen und sich zum anderen vernünftig mit den Möglichkeiten auseinandersetzen. Es ist durchaus sinnvoll, mehrere Lösungswege zu verfolgen. Damit man dabei nicht den Überblick verliert, sollte man Hilfe in Anspruch nehmen und gleichzeitig selbst Zeit in die Recherche investieren. Auf diese Weise kann man dafür sorgen, dass die Zukunft sehr viel rosiger aussieht, als so mancher zu träumen wagt.

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