Estland, Georgien und Co.: Immer mehr Unternehmer entscheiden sich für Gründungen außerhalb Deutschlands - scinexx | Das Wissensmagazin
Anzeige
Anzeige

Estland, Georgien und Co.: Immer mehr Unternehmer entscheiden sich für Gründungen außerhalb Deutschlands

Globalisierung

Handschlag vor Globus
Unternehmer agieren bei ihren Geschäften immer häufiger global. © pixabay.de , Gerd Altmann (CC0)

In unserer globalisierten Welt entscheiden sich immer mehr Unternehmer dafür, im Ausland Unternehmen zu gründen. Neben den klassischen Nachbarländern Deutschlands gibt es noch andere Länder, die sich für eine Unternehmensgründung anbieten. Vor allem Estland und Georgien erfreuen sich bei den Gründern jüngst großer Beliebtheit. Zudem erleichtert die Digitalisierung die Arbeit von unterschiedlichen Standpunkten aus und macht eine Gründung somit besonders leicht und lukrativ.

Was spricht für Gründungen im Ausland?

Für Unternehmen ist es äußerst reizvoll, im europäischen Ausland aktiv zu werden. So haben Sie die Möglichkeit, neue Märkte zu erschließen und ihre Umsätze zu erhöhen, müssen hierbei aber nicht auf europäische Standards verzichten. Zudem können Sie auf länderspezifische Besonderheiten eingehen und beispielsweise Werbekampagnen starten, die konkret eine Zielgruppe in einem bestimmten Land ansprechen. Ferner lassen sich durch ein Unternehmen im Ausland Finanzmittel einsparen. So bieten einige Länder Steuervorteile, die den Betrieben finanzielle Spielräume verschaffen.

Außerdem ist es sinnvoll, Ressourcen genau dort zu verarbeiten, wo sie auch herkommen. So werden lange Lieferketten und ein logistischer Aufwand vermieden. Nicht zuletzt macht es die Währungsunion besonders leicht, für bestimmte Dienstleistungen zu bezahlen und die Möglichkeiten in einem Land voll auszunutzen. Für Unternehmen ist eine Gründung im Ausland allerdings häufig mit vielen Fragen verbunden. Es gibt daher verschiedene Angebote mit Informationen für Gründer, um Unsicherheiten zu beseitigen und bei der Entscheidung für oder gegen eine Gründung im Ausland zu helfen.

Textpad und Businessplan
Eine genaue Finanzplanung ist bei einer Gründung im Ausland das A und O. © pixabay.de , Pexels (CC0)

Gründungen sind immer mit Investitionen verbunden

Die Entscheidung für eine Gründung im Ausland will wohl überlegt sein. Mit so einem Schritt gehen schließlich immer zahlreiche Kosten einher. Das beginnt bereits beim bürokratischen Aufwand. So müssen für die Gründung und die Anmeldung der Firma oder Filiale viele Dokumente ausgefüllt und der jeweilige Staat informiert werden. Außerdem müssen steuerliche Fragen so geregelt werden, dass das Unternehmen bestmöglich davon profitiert. Hierbei helfen professionelle Steuerberater. Sowohl die Gebühren für die Gründung als auch die Beratung kosten Geld, was zunächst investiert werden muss.

Die eigentliche Gründung ist dann ebenfalls mit Kosten verbunden. So muss ein Betriebsgebäude gekauft oder gebaut werden und auch für die Einrichtung fallen Kosten an. Zudem ist es nötig, geeignete Mitarbeiter zu finden und diese zu bezahlen. Deswegen ist es bei einem solchen Schritt meist lohnenswert, im Vorhinein Kredite für die eigene Firma zu beantragen. Somit muss nicht so sehr auf das noch schmale Firmenkapital zurückgegriffen werden und der Betrieb bleibt handlungsfähig. Bei der Auswahl des Kreditgebers sollte auf einen seriösen und zuverlässigen Anbieter gesetzt werden.

Anzeige

Darum ist Estland bei Unternehmern so beliebt

Estland ist für Unternehmensgründungen eine besonders beliebte Destination. Das hat zahlreiche Gründe. So hält Estland beispielsweise den Weltrekord für die schnellste Gründung. Hier ist es mit etwas Geschick innerhalb von 18 Minuten möglich, einen eigenen Betrieb oder eine Filiale zu gründen. Hinzu kommt, dass die Kosten für die Gründung sehr überschaubar sind. Wenn die Gründung erfolgreich durchgeführt wurde, können viele dieser Kosten erstattet werden. Zudem wird für die Gründung einer GmbH-ähnlichen Gesellschaft gerade einmal ein Mindeststammkapital von 2.500 € verlangt, das noch nicht einmal sofort eingezahlt werden muss.

Ein weiteres Argument, das für Estland als Unternehmenssitz spricht, ist die Ortsunabhängigkeit. Dank der weit fortgeschrittenen Digitalisierung Estlands können die Geschäfte von jedem Ort der Welt ausgeführt werden und auch Dokumente müssen nicht zwingend physisch vor Ort vorhanden sein. Zudem bietet Estland Gründern sehr viele Angebote, um sie bei der Gründung zu unterstützen. Hierdurch fällt der Gründungsprozess besonders leicht und dauert nicht lange. Nicht zuletzt ist das Steuersystem In Estland für viele Betriebe besonders attraktiv, da weniger Kosten anfallen als in vielen anderen Ländern. Und nicht nur der Steuersatz an sich ist mit 20% deutlich niedriger als in Deutschland – versteuert wird auch nur das Geld, dass sich Gründer auch tatsächlich auszahlen. Wird also Kapital in der Firma gehalten, fallen für dieses keine Steuern an.

Diese Vorteile bringt eine Gründung in Georgien

Ein weiteres Land, in dem immer wieder Unternehmensgründungen vorgenommen werden, ist Georgien. Das Land zeichnet sich dadurch aus, dass Unternehmensgründungen hier besonders schnell und einfach gelingen. Das zeigt sich unter anderem daran, dass Georgien den sechsten Platz im „Ease of doing business“-Ranking belegt hat. Somit sind die Hürden, die bei einer Unternehmensgründung zu überwinden sind, ausgesprochen niedrig.

Hinzu kommt, dass Georgien eine sehr anwenderfreundliche Visavergabe hat. Somit ist es für Unternehmer leicht möglich, zu bestimmten Zeiten des Jahres vor Ort zu sein. Für die Gründung bieten sich ganz unterschiedliche Geschäftsmodelle an. Besonders häufig kommt jedoch die reguläre Kapitalgesellschaft zum Einsatz. Diese bietet viele betriebswirtschaftliche sowie enorme steuerliche Vorteile und es fallen nur geringe Jahresgebühren an.

Die Digitalisierung erleichtert Gründungen im Ausland

Die Globalisierung im Allgemeinen und die Unternehmensgründung im Speziellen profitieren von der Digitalisierung. So ist es mit wenigen Klicks möglich, eine Gründung vorzunehmen und auch die Leitung des Unternehmens gelingt digital besonders einfach. Unterlagen müssen nicht mehr hin und her geschickt werden, sondern stehen in fortschrittlichen Ländern wie Estland digital jederzeit zur Verfügung. Auch die Kommunikation der einzelnen Filialen untereinander gelingt durch soziale Netzwerke und Kommunikationsportale besonders einfach.

Bei einer Gründung sollte daher darauf geachtet werden, die neue Filiale oder das Unternehmen mit modernen digitalen Technologien auszustatten. Je stärker die Digitalisierung in dem Unternehmen vorgenommen wird, desto breiter kann es sich aufstellen und desto besser gelingen die betriebsinternen Prozesse. Außerdem können so verschiedene Kanäle für einen Kontakt zur Zielgruppe und für effizientes Arbeiten genutzt werden. Zudem zeigt sich in den letzten Jahren, dass durch die Digitalisierung Forschung und Wirtschaft stärker miteinander verzahnt sind. Aus Forschern werden Gründer, wenn diese ein eigenes Patent als Produkt oder Dienstleistung anbieten können.

Anzeige

In den Schlagzeilen

Videos jetzt im Netz

Teaserbild Ringvorlesung Klimawandel und Ich

Ringvorlesung "Klimawandel und Ich"

Diaschauen zum Thema

keine Diaschauen verknüpft

Dossiers zum Thema

keine Dossiers verknüpft

News des Tages

SMILES

Chemiker erzeugen hellste Fluoreszenz-Kristalle

Zubringer des Golfstroms schwächelt

Special: Coronavirus und Covid-19

Ältestes Enzym der Zellatmung isoliert

Bücher zum Thema

keine Buchtipps verknüpft

Top-Clicks der Woche

Anzeige
Anzeige