Die Zukunft des Geldes - scinexx | Das Wissensmagazin
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Die Zukunft des Geldes

Zahlungsverkehr

Goldbarren
© pixabay.com, Stevebidmead

Die Geschichte des Geldes ist beinahe so alt wie die Geschichte der Menschheit selbst. Auf sämtlichen Kontinenten und in allen Kulturen hatte und hat Geld eine immense Bedeutung. Vom ersten Papiergeld in China über Muscheln und „Steingeld“ indigener Völker bis hin zu den Goldmünzen, auf die mit Vorliebe das Konterfei des aktuellen Königs gepresst wurde: Geld ist für den Menschen das Tauschmittel der Wahl. Doch heute ist es noch deutlich mehr als das, denn es dient auch dazu, sich ein finanzielles Polster zuzulegen und durch das Geld selbst Gewinne zu erzielen.

Geld ist mehr als Tauschmittel

Geld dient nicht mehr nur dazu, es gegen eine gerade benötigte Ware zu tauschen. Mit dem Aufkommen der Zinswirtschaft war es möglich geworden, das Geld zu vermehren, ohne dass wirklich mehr Geld da war. Das Geld schöpfte sich selbst neu und vermehrte sich aus sich selbst heraus.

Anfänglich war der Wert des Geldes noch an das Gold gebunden, dass die ausgebenden Banken in ihren Tresoren gelagert hatten. Doch der Goldstandard wurde 1971 von US-Präsident Richard Nixon aufgehoben. Das heißt, es konnte von diesem Zeitpunkt an mehr Geld als Gold geben, der Wert des Geldes war nicht mehr durch einen realen Gegenwert gedeckt. Damit war nicht nur der Grundstein für das vorherrschende Wirtschaftssystem gelegt, sondern auch die Möglichkeit für das Geld der Zukunft, das frei und ungebunden ist.

Zudem dient Geld heute in einem nie geahnten Ausmaß dazu, Vermögen zu bilden, die über alles bisher Gekannte hinauswachsen. So hat sich die Zahl der Milliardäre in den letzten 25 Jahren verzehnfacht. Das meiste dieses Geldes ist lediglich theoretisch verfügbar.

Das Geld der Zukunft: keine Münzen und Scheine mehr?

Wer wirklich reich ist, sitzt nicht etwa auf Koffern voller Gold. Geld ist heute meist virtuell. Und die meisten Bürger gehen diesen Weg freiwillig mit, auch wenn sie von Reichtümern weit entfernt sind. Virtuelles Geld ist einfach unglaublich bequem. Es befindet sich als Potenzial auf einer Plastikkarte und wird kinderleicht durch die Eingabe einer Ziffernfolge transferiert. Man kann beliebige Mengen davon stets bei sich tragen, und es ist an seinen Besitzer gebunden. Wer die „Sesam öffne dich“ Pin nicht kennt, kann es nicht nutzen – ganz anders, als wenn man Bargeld verliert.

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Bargeld verliert also an Bedeutung, aber nicht etwa nur, weil es politisch gewollt ist, sondern weil die Bürger es aufgrund der einfachen und praktischen Handhabung bevorzugen. Der durchschnittliche Bürger hat Teil am virtuellen Geldbetrieb und er kann durch die Digitalisierung heute Investitionen tätigen, die früher nur den Experten vorbehalten waren.

Das Geld auf moderne Weise vermehren

Warum sollte Otto Normalverbraucher nicht danach streben, durch Zinsen und Investitionen sein Geld zu vermehren? Der Leitzins der EZB macht es dem durchschnittlichen Sparer heute zwar unmöglich, mit den klassischen Strategien Sparbuch und Festgeld einen Gewinn zu erwirtschaften, denn das Geld verliert durch das Horten sogar an Wert, wenn man die Inflation in die Berechnung einbezieht. Doch der Weg zu Aktien, Fonds, ETFs und digitalen Währungen stehen jedem offen. Wer klug investiert, kann auch mit einem kleinen Einsatz vergleichsweise reich werden.

Die beiden beliebtesten Methoden hierfür sind ETFs und Bitcoin.

Die entscheidenden Unterschiede zwischen ETFs und Bitcoin

Wenn man diese beiden Anlagemethoden vergleicht, fällt auf, dass sie beide virtueller Natur sind. Bei ETFs, den Indexfonds, investiert man nicht mehr in richtige Unternehmen, sondern setzt auf die Entwicklung ganzer Märkte. Der Kurs steigt und fällt mit den Indizes. Da sich Märkte in der Regel langfristig immer positiv entwickeln, kommt auf lange Sicht ein schöner Gewinn zustande. Das Risiko ist dadurch gestreut, dass man nicht in einzelne Unternehmen investiert. Ein ETF Sparplan kann bereits mit kleinen Einsätzen von 25 oder 50 Euro monatlich gestartet werden. Es handelt sich um eine langfristige Anlage mit guten Chancen, die heute auch dem durchschnittlichen Anleger empfohlen werden.

Bitcoin
© pixabay.com, MichaelWuensch

Bitcoin sind nicht nur für Spezialisten geeignet

Bei Bitcoin ist es etwas anders. Es braucht etwas mehr Vorwissen, dass man sich jedoch anlesen kann. Bitcoin gehören zur Gruppe der Kryptowährungen, die sowohl als Zahlungsmittel als auch als Geldanlage verwendet werden können. Es gibt über 100 davon, doch Bitcoin ist die bekannteste und wird manchmal als König der Kryptowährungen bezeichnet.

Bitcoin sind eine riskantere Anlageform, die plötzlich zu hohen Gewinnen oder auch zu Verlusten führen kann. Die Attraktivität liegt darin, dass es in der Vergangenheit immer wieder zu überraschenden Kurssteigerungen kam und Anleger über Nacht reich geworden sind.

Klug anlegen bedeutet, zu variieren

Wer heute als ganz normaler Verbraucher Geld anlegen möchte, sollte alle Möglichkeiten ausnutzen und sich ein gemischtes Portfolio aufbauen. Man empfiehlt, nur einen kleinen Prozentsatz seines verfügbaren Vermögens in Bitcoin zu investieren. Gold, Anleihen und ETFs können eine sinnvolle Ergänzung sein. Mit einem wohl kalkulierten Sparplan kann man die Rentenlücke im Alter schließen, wofür auch eine entsprechende Versicherung sehr nützlich sein kann. Wer es sich leisten kann, investiert in eine Immobilie und spart sich die Miete oder nimmt welche ein.

Es wird deutlich, dass das Geld für den Einzelnen in der Regel nur so viel wert ist, wie die materiellen Dinge, die man dafür bekommt. Insofern bleibt Geld seinem Charakter als Tauschmittel treu, auch wenn es heute in virtueller Form daherkommt.

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