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Gelenkerkrankungen

Die unterschätzte Volkskrankheit Arthrose

Arthrose ist die weltweit häufigste Gelenkerkrankung und kann praktisch alle Gelenke beeinträchtigen. © iStock.com, stockdevil

Die Volkskrankheit Arthrose wird immer häufiger, aber die Ursachen dafür sind weiterhin unklar. Grundsätzlich handelt es sich dabei um Gelenkverschleiß. Im menschlichen Körper gibt es etwa 100 Gelenkverbindungen, doch die Funktionsweise der Gelenke ist im Großen und Ganzen immer ähnlich: Es gibt zwischen Gelenkkopf und -pfanne eine hyaline Knorpelschicht, die verhindert, dass Knochen auf Knochen reibt und somit für die leichtgängige Bewegung der Gelenke wichtig ist. Wenn dieser Knorpel beschädigt ist – etwa durch eine Verletzung, Überbeanspruchung oder Verschleiß –, kommt es zu Arthrose. Die Knorpelschicht wird immer dünner, wodurch das Gelenk nicht mehr so geschmeidig ist. Die Bewegungen werden schmerzhafter und fallen schwerer.

Neuer Therapieansatz kann Abhilfe schaffen

Die einwirkenden Ursachen der Arthrose lassen sich nicht immer abstellen – gerade bei der Altersarthrose. Zudem kann eine bestehende Arthrose immer nur ausgebremst, aber nicht rückgängig gemacht werden. Deshalb konzentrieren sich neue Therapieansätze auch hauptsächlich darauf, die Schmerzen zu lindern. Das gilt beispielsweise auch für die Arthrose-Therapie mit Orthokin. Dabei entnimmt der Arzt dem Patienten zunächst Blut und lagert das in besonderen Spritzen für eine bestimmte Zeit. Die Blutzellen geben dabei entzündungshemmende und wachstumsfördernde Proteine ab. Das Blut wird später in den Bereich des schmerzenden Gelenks gespritzt. In vielen Studien wurde durch die Therapie mit Orthokin, dem körpereigenen Protein, eine große Schmerzlinderung und teilweise sogar eine völlige Schmerzfreiheit erzielt.

OP ist oft der letzte Ausweg

Auch die Orthokin-Therapie kann nur die Schmerzen bekämpfen, aber nicht die Ursache selbst aufhalten. Das Knorpelgewebe wird also weiter abgebaut. Irgendwann ist das Gelenk zu stark beschädigt, sodass nur noch ein chirurgischer Eingriff Abhilfe schafft. Es muss also eine Gelenkprothese eingesetzt werden. Bei dieser OP wird meist der Gelenkkopf durch ein prothetisches Teil ersetzt. In schweren Fällen wird auch die Pfanne ausgetauscht. Das hat den Vorteil, dass sich dort, wo sich kein natürliches Gelenk befindet, auch kein neuer Schmerz mehr bilden kann. Dennoch hat ein solcher Eingriff natürlich auch Nachteile:

  • Eine Vollnarkose ist notwendig.
  • Die OP ist nicht umkehrbar, denn es wird Knochenmaterial komplett entfernt.
  • Prothesen halten nicht unbegrenzt – Je jünger der Patient, desto wahrscheinlicher ist es, dass ein weiterer Eingriff erforderlich ist.
  • Oft muss nach der OP eine langwierige Physiotherapie erfolgen, damit der Umgang mit dem neuen Gelenk erlernt werden kann.

Deshalb sollten Sie versuchen, Ihre Beschwerden so lange wie möglich mit alternativen Therapieansätzen wie etwa der Orthokin-Therapie zu lindern.

(Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit dem externen Autor Markus Wehde., 05.06.2018 – )

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