Das 1x1 der Möbelpflege - Polieren, Ölen, Reinigen und Pimpen - scinexx | Das Wissensmagazin
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Das 1×1 der Möbelpflege – Polieren, Ölen, Reinigen und Pimpen

Wohnen

Wohnzimmer
Überall dort, wo Holzmöbel für ein gemütlich-wohliges Wohnambiente sorgen, haben eben diese Möbel Pflege nötig. Mithilfe natürlicher Substanzen lassen sich Polituren herstellen, die kleine Macken ausbessern, Flecken auspolieren und die Holzmöbel wieder strahlen lassen. © pixabay.com, Engin_Akyurt (CC0)

Möbel zu pflegen, ist mittlerweile eine kleine Wissenschaft für sich geworden. Einerseits soll das natürliche Material gepflegt werden, anderseits geht’s um die Optik und auch der Gesundheitsfaktor wird längst nicht mehr unter den Tisch gekehrt. Darüber hinaus gibt es neue Erkenntnisse darüber, was dem Holz gut tut und was es sogar keimresistent machen könnte. Pilze stellen in diesem Zusammenhang die „gesündere“ Alternative zu Lacken dar, schließlich schütze das Pilzenzym das Holz aktiv vor zerstörerischen Keimen. Mit welchen Mitteln Interessierte ihre Möbel pflegen können oder ihnen vielleicht sogar einen ganz neuen Look geben können, zeigt dieser Beitrag.

Selbstgemixte Pflegekuren für die Möbel

Wer seine Holzmöbel buchstäblich in neuem Glanz erscheinen lassen möchte, der kann sich dieser natürlichen Substanzen bedienen:

Aus Bienenwachs und Terpentin kann eine pflegende Mischung gemixt werden, die zur Politur von Holzmöbeln dienen kann – ohne dass hinterher Flecken zurückbleiben oder das Möbelstück gar die Holzfarbe ändert. Um den Mix zu kreieren, wird das Wachs flüssig gemacht und langsam mit dem Terpentin vermengt. Ein Mix aus je einer Viertel Tasse Wachs und Terpentin reicht für eine ganze Weile aus und kann – je nach Geschmack – noch mit Ölen gepimpt werden, die einen ätherischen Duft versprühen.

Als Alternative zum Bienenwachs kann auch Leinöl zu Terpentin kombiniert werden, allerdings ist gerade für diesen Mix einiges an Fingerspitzengefühl nötig, sonst bleibt die fettige Note des Öls am Mobiliar buchstäblich kleben. Mixtipp: Eine halbe Tasse Leinöl und eine Viertel Tasse Terpentin vermengen und fertig ist die Hochglanz-Politur.

Auch der Mix aus Zitrone und Olivenöl ist denkbar, um Holzmöbel zu polieren und sie gleichzeitig mit einem Schutzschild gegen Staubablagerungen auszurüsten. Eine halbe Tasse Olivenöl wird für diese Mixtur mit etwa einer Viertel Tasse Zitronensaft gemixt. Poliert wird das Möbelstück dann idealerweise mit einem Tuch aus Mikrofaser oder Baumwolle.

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Deutlicher weniger bekannt ist, dass der Mix aus einer Viertel Tasse weißem Essig und einer Dreiviertel Tasse Mandelöl ein Poliermittel werden kann, dass sogar „heilende“ Kräfte auf das Holzmobiliar haben kann. Kleinere Macken im Holz können so leicht ausgebessert werden. Flecken, die beispielsweise durch Glasränder verursacht wurden, reduzieren sich.

Vaseline und Alkohol reichen aus, um einen Mix zu erstellen, der Möbel mit einer lackierten Oberfläche den einst so ansehnlichen Glanz zurückgeben. Die Zusammensetzung ist so zu wählen, dass eine Creme entsteht, die sich dünn und mithilfe eines Tuchs auf die Möbel auftragen lässt. Wer drei Esslöffel Vaseline und zwei Esslöffel Alkohol vermengt, hat die besten Voraussetzungen, um diese Creme zusammen zu rühren.

Sofa mit Kissen und Teddybären
Die Oberfläche ist rau und mutet auf den ersten Blick beinahe zweifarbig an, weil die alte Farbe bröckelt oder vielleicht sogar abgeschliffen wurde. Das ist Shabby Chic. Shabby-Chic-Möbel vom Profi sind keineswegs schäbig. Für die Do-it-yourself-Variante braucht es hingegen Kreidefarbe, eine Lasur und mächtig viel Geschick. © pixabay.com, cocoparisienne (CC0)

Pimp my Mobiliar anstatt Pfleg-my-Möbel!? Auch das ist möglich

Die Pflege von wertvollem oder einfach nur liebgewonnen Mobiliar ist der eine Grund, der Menschen dazu bewegt, mit Möbelpolitur und anderen Mittelchen Schränke, Tische und Kommoden wieder in Hochglanz-Modus zu versetzen. Doch eben dieser aalglatte Hochglanz-Modus ist gar nicht mehr so angesagt wie früher. Heute bahnen sich neue Möbel-Optiken einen Weg in die Wohnzimmer, Schlafzimmer und Küchen – und auch diese lassen sich mit den richtigen Hilfsmitteln buchstäblich auf die Möbel zaubern.

Wem der Shabby-Chic-Look gefällt, kann die angesagten, schäbig-schicken Holzunikate online erwerben oder aber das eigene Mobiliar in Eigenregie in den Shabby-Chic-Look verwandeln. Um den Shabby-Chic-Look zu erzeugen, kann Kreidefarbe oder aber Lasur verwendet werden.

So funktioniert’s:

  • Shabby-Chic-Look mit Kreidefarbe erzeugen. Zunächst muss das Möbelstück, das verwandelt werden soll, abgeschliffen werden. Brennspiritus ist das Mittel, um die Oberfläche zu reinigen. Anschließend wird eine Grundierung aufgetragen. Nun wird die Kreidefarbe im gewünschten Farbton auf das vorbereitete Möbelstück aufgetragen. Um den so beliebten Used-Look zu erzeugen, wird die Oberfläche mit Schleifpapier bearbeitet. Ggf. kann anschließend ein Klarlack aufgetragen werden, um eine schöne Oberfläche trotz Used-Look zu erhalten.
  • Shabby-Chic-Look mit Lasuren erzeugen. Eine Alternative zur Kreidefarbe ist die Lasur. Im ersten Schritt wird das zu bearbeitende Möbelstück gereinigt. Die Oberfläche wird anschließend mit einem Schleifpapier angeraut. Als Faustregel gilt: Je gröber die Oberfläche ist (vielleicht sogar mit der einen oder anderen Macke), desto besser gelingt der Vintage-Look. Im nächsten Schritt wird eine Lasur aufgetragen, die über Nacht trocken muss. Ein Finish sorgt für den letzten Schliff.

Achtung: Wer an Kontaktallergien leidet, sollte besser nicht selbst Hand anlegen, sondern auf hochwertige Produkte setzen, die vom Markenlieferanten stammen und nur mit den Tinkturen bearbeitet wurden, die nachweislich keine Allergien auslösen oder diese gar verschlechtern.

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