CBD kann Symptome der Sozialen Phobie lindern - scinexx | Das Wissensmagazin
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Psychische Störungen

CBD kann Symptome der Sozialen Phobie lindern

Flacon mit Cannbisöl
Cannabisöl © 123rf.com / El Roi

Leiden Menschen an einer sozialen Phobie, schränkt das ihren Alltag erheblich ein. Eine neue Studie der Universität Leipzig belegt nun, dass die Symptome einer klinisch bestätigten Angststörung durch die regelmäßige Einnahme von CBD gelindert werden können.

An der Universität Leipzig haben sich Studenten der Frage angenommen, ob CBD bei sozialer Phobie helfen kann. In einer placebokontrollierten Doppelblindstudie wurde Patienten, die unter einer klinisch bestätigten Angststörung leiden, CBD verabreicht, um zu ermitteln, ob auftretende Symptome der sozialen Phobie damit gelindert werden können.

Etwa 7 Prozent der Bundesbürger leiden unter Angststörungen. Die Dunkelziffer ist vermutlich deutlich höher und dürfte nach Experteneinschätzung bei rund 12 Prozent liegen. Die soziale Phobie äußert sich in unterschiedlicher Form. Häufig fürchten die Betroffenen, dass ihre Mitmenschen sie als merkwürdig oder lächerlich einschätzen. Viele haben auch Angst davor, dass sie als peinlich wahrgenommen werden. Sie möchten zudem nicht im Mittelpunkt stehen und haben eine ausgeprägte Angst davor, sich in der Gesellschaft zu blamieren. Die soziale Phobie ist allgegenwärtig und belastet vor allem alltägliche Situationen wie das Essen im Restaurant. Auch öffentliches Sprechen ist den Betroffenen in der Regel unangenehm.

Die soziale Phobie zeigt sich in Form von unterschiedlichen Symptomen. So erröten die Betroffenen, beginnen zu zittern oder kämpfen mit Übelkeit. Viele haben auch mit einem deutlichen Harn- oder Stuhldrang zu kämpfen. Menschen, die an dieser Angststörung leiden, ziehen sich mit der Zeit immer mehr zurück und beginnen damit, sich auf sozialer Ebene zu isolieren. Dieses ausgeprägte Meidungsverhalten sorgt allerdings dafür, dass sich die Symptome weiter verstärken, wodurch insbesondere die Lebensqualität erheblich beeinträchtigt wird.

40 Probanden nahmen an aktueller Studie teil

Für die aktuelle Studie konnten insgesamt 40 Probanden gewonnen werden. Die Studienteilnehmer mussten zu Studienbeginn ihre Angstwerte ein erstes Mal bestimmen. Eine zweite Bestimmung erfolgte dann nach der 30-tägigen Behandlung mit CBD. Während der Studie haben zwei Placebo-Studienteilnehmer sowie ein Proband, der CBD verabreicht bekam, die Untersuchung verlassen. Die Stichprobe umfasste also insgesamt 37 Erwachsene.

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Für die Studie erhielten 18 Probanden ein Placebo und 19 Teilnehmer CBD, wobei alle davon ausgingen, das CBD-Öl zu konsumieren. Über einen Zeitraum von 30 Tagen nahmen sie fünfmal pro Tag zwei Tropfen des Öls.

Angstwerte verbesserten sich in der CBD-Gruppe deutlich

Nach Auswertung der Ergebnisse stand fest, dass sich die Angstwerte in der CBD-Gruppe deutlich verbessert haben. CBD hat insgesamt auch einen Effekt auf Schmerzen, was allerdings nicht Thema der Studie war. Insgesamt 17 von 19 Probanden haben demnach von einer Besserung berichtet. Lag der durchschnittliche Angstwert in der Gruppe vorher bei 4,1, wobei 5 mit sehr großem Unwohlsein angegeben wurde, konnte dieser durch die 30-tägige Einnahme von CBD-Öl auf insgesamt 3,2 sinken. Bei insgesamt 17 Probanden sind die Angstwerte also deutlich gesunken. Die wahrgenommene Angstsymptomatik reduzierte sich dabei mit 31,71 Prozent spürbar.

Bei den Probanden, die das Placebo erhielten, stellten sich dagegen kaum Verbesserungen ein. Ein Proband berichtete zudem von einer Verschlechterung des Zustandes. Nach Erklärungen der Studenten kann aufgrund der Ergebnisse davon ausgegangen werden, dass CBD-Öl eine positive Wirkung auf die Angstzustände der Patienten habe und damit auch wieder zu einer besseren Lebensqualität beitragen kann, wenn es täglich eingenommen wird.

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