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Businesstrends bei Onlinebanken: bezahlen, verbuchen, verwalten, überwachen

Digitalisierung

Symbolbild Onlinebanking
Das Smartphone ersetzt mehr und mehr den PC als Arbeitsmittel. Das gilt auch für die Abwicklung von Bankgeschäften. © pixabay.com, William Iven (CC0)

Die Welt des Onlinebankings ist einem rasanten Wandel unterworfen. Während so manche niedergelassene Bankfiliale sich schwer mit dem technischen Kundenservice beim Onlinebanking tut, preschen andere vor und zeigen, wie es geht. Inzwischen gibt es Geschäftskundenkonten, die viel mehr können, als nur Zahlungsströme abzubilden.

Geschäftskonten für die Hosentasche: Mobile Banking boomt

Ortsunabhängiges Arbeiten gehört für viele zum Lifestyle. Schnell einen Blick auf das Konto werfen, mit wenigen Klicks eine Überweisung veranlassen und gleichzeitig checken, ob der Dauerauftrag richtig eingerichtet ist: Solche Arbeiten lassen sich bei den allermeisten Geschäftskonten nur am Desktop-PC oder Laptop erledigen. Dabei brauchen Unternehmer unterwegs Zugriff auf solche Informationen und wünschen sich eine möglichst einfache Bedienung vom Smartphone aus.

Es wundert eigentlich nicht, dass die Digitalisierung im Bankensektor von Unternehmern selbst vorangetrieben wird und nicht von den Banken. Diese haben offenbar die Zeichen der Zeit nicht richtig erkannt und ändern nur langsam etwas an der Benutzerfreundlichkeit und den Serviceleistungen.

Business Banking mit Penta

Eines der Unternehmen, welches den Bankensektor aktuell aufmischt, ist Penta. Gegründet wurde es von Unternehmern für Unternehmer im Jahr 2017 in Berlin. Anlass waren unbefriedigende Erfahrungen der Gründer und ihr Wunsch nach einer effizienten, schnittstellenreiche Banking-App mit gutem Kundenservice und innovativen Ansätzen. Die gab es ihrer Erfahrung nach bis 2017 nicht auf dem deutschen Markt.

Die Gründer setzten sich das Ziel Onlinebanking anzubieten, das auf die spezifischen Kundenbedürfnisse eingeht und bereit ist, sich ständig weiterzuentwickeln. Als Zielgruppe fokussierten sie Unternehmen und Unternehmer an, denn als Seriengründer wussten sie sehr gut, was Unternehmer von einer Bank erwarten. Für ihre Geschäftsidee sammelten sie mehr als 30 Millionen Euro außerbörsliches Beteiligungskapital von Venture-Capital-Unternehmen und Business Angel ein. Alleine dieser Fakt zeigt, wie risikoreich herkömmliche Banken ihr Vorhaben fanden. Doch der Erfolg gibt dem Gründerteam recht. Das Handelsblatt zeichnete das Penta Business Premium Konto 2019 als TOP Digitales Geschäftskonto aus.

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In 48 Stunden zum Geschäftskonto für Kapitalgesellschaften

Wer als Kapitalgesellschaft zum Beispiel in der Rechtsform einer UG ein Firmenkonto eröffnen will, sieht sich in Deutschland derzeit noch einer unerwarteten Herausforderung gegenüber. Viele Banken lehnen eine solche Unternehmung ab. Sie akzeptieren lieber selbstständige Einzelunternehmer, die mit ihrem gesamten Vermögen für ein überzogenes Konto haften oder auch eine GmbH, weil diese ein größeres Haftungskapital aufweist als eine UG. Eine UG ist nicht gerne gesehen.

Aber es gibt auch für UGs Lösungen bei klassischen Banken, so zum Beispiel bei der Postbank. Allerdings gestaltet sich das Procedere aufwendig. Es muss ein persönlicher Termin vor Ort während der Öffnungszeiten der Postbank vereinbart werden. Auch sind im Original zum Beispiel die Urkunde des Notars und der Handelsregisterauszug vorzulegen. Diese Anforderungen sind auch absolut legitim, kosten aber sehr viel Zeit. Für die Eröffnung eines Bankkontos sie mitunter ein bis zwei Wochen einzuplanen, weil nicht jede Filiale die Berechtigung hat, ein Konto für eine Kapitalgesellschaft zu eröffnen. Das bremst so manche Unternehmertätigkeit aus. Kundenfreundlichkeit sieht anders aus.

Firmenkonto in kürzester Zeit verfügbar

Ein Unternehmen wie Penta eröffnet ein Konto komplett online innerhalb von 48 Stunden und vergibt eine deutsche IBAN quasi über Nacht. Unternehmer können sofort starten und ihre ersten Geschäfte tätigen. Der Funktionsumfang ist auf den Business-Alltag eines Unternehmers abgestimmt. Hier einige Beispiele:

  • Firmen können jedem Mitarbeiter eine Visa-Debitkarte zur Verfügung stellen. Dabei handelt es sich nicht um eine echte Kreditkarte, sondern um einen vorher festgelegten Verfügungsrahmen, innerhalb derer beispielsweise sämtliche Spesenkosten beglichen werden können.
  • Als innovative Funktion können Spesenbelege per Foto erfasst werden. Eine App ermöglicht die Einordnung in Buchhaltungskategorien direkt nach der Zahlung. Mitarbeiter haben stets im Blick, wie hoch die aufgelaufenen Firmenausgaben sind und wie viel Verfügungsrahmen ihnen noch zur offensteht.
  • Geschäftsführer profitieren von einer aufgeräumten Übersicht der Unternehmensausgaben. Auch sie können selbstverständlich alle Quittungen und Belege erfassen und hochladen. Die Verfügungsrahmen der Mitarbeiter lassen sich überblicken, und zwar in Echtzeit, was für die Unternehmenssteuerung ein wichtiger Aspekt ist.
  • Für Mitarbeiter in der Buchhaltung wird die Arbeit grundsätzlich erleichtert. Fehlen Buchungsbelege, erhalten sie Hinweise und können die fehlenden Unterlagen anfordern.
  • Die Buchungskategorien lassen sich personalisieren, sodass eine Kostenstellenrechnung mit wenigen Klicks ermöglicht wird, die andernfalls beim Steuerberater hohe Kosten verursachen würde.
  • Zusätzlich dazu sind wichtige Schnittstellen zu anderen Softwares verfügbar. Die Daten lassen sich an gängige Buchhaltungssysteme wie Lexoffice oder debitoor, Billomat oder sevDesk weitergeben. Auch die Anbindung an eine Steuerberater-Software wie Datev ist möglich.

Schnittstellen zu Buchhaltungstools sind besonders hilfreich, weil sie Zeit sparen Eingabefehler bei der Übertragung ausschließen. Das spart unterm Strich viel Geld.

Symbolbild Videokonferenz
Komplett digitale Kundenbetreuung ist machbar und von vielen Unternehmern gewünscht. © pixabay.com, Tumisu (CC0)

Die Ansprüche an Banken haben sich drastisch geändert

Es ist noch gar nicht so lange her, da haben Banken ihre Kunden zu sich ins Büro zitiert, um ein persönliches Gespräch zu führen. Unternehmer mussten in die Filiale gehen und dafür umsatzbringende Termine absagen oder verschieben. Ein Termin außerhalb der üblichen Geschäftszeiten war nur wenigen Vorbehalten. Der typische Unternehmer musste sich in vielen  Fällen nach dem Terminplan des Sachbearbeiters richten.

Mit jungen und innovativen Onlinebanken gehört dieses Geschäftsgebaren der Vergangenheit an. Hier stehen die Kunden im Fokus. Es geht darum, die Kunden zufrieden zu stellen und ihnen die bestmöglichen Tools an die Hand zu geben, mit denen sie ihre finanziellen Geschäftsangelegenheiten regeln können.

Da viele nachwachsende Unternehmer buchstäblich mit dem Smartphone in der Hand auf die Welt gekommen sind und inzwischen zwei Drittel der Deutschen mobiles Banking nutzt, ist eine auf das Smartphone ausgerichtete Banking-App das Minimum an Kundenorientierung, die jede Bank ihren Kunden bieten sollte. Ein Blick auf die Angebote der traditionsreichen Bankhäuser zeigt jedoch, dass es hier an ausgereiften, umfassend arbeitenden Apps fehlt. Viele Banken bieten zwar gut durchdachte Webseiten mit vielfältigen Möglichkeiten an, doch die App ist häufig nur ein ergänzendes Produkt mit stark abgespecktem Leistungsumfang.

Servicegespräche werden inzwischen per E-Mail, Telefon oder auch per Skype angeboten und Kundenberater fragen Kunden nach ihrem Wünschen, um die Produktentwicklung zu optimieren. Sogar die Schaffung einer Community für ihre Kunden zum Austausch untereinander ist längst Alltag. Fragen der Datensicherheit beim Mobile Banking werden im Forum genauso besprochen wie die Qualität des Kundeservices. Das mag so manchen alteingesessenen Bankberater erschrecken, denn die offene Kommunikation lässt kein Versteckspiel und langatmiges Vertrösten zu. Die Kunden erwarten Lösungen und fordern diese ein. Bankmitarbeiter stellen sich der Herausforderung und liefern.

Mit Blick auf das veränderte Userverhalten ist zu erwarten, dass auch die herkömmlichen Banken nachziehen. Wer sich zu spät bewegt, könnte von den jungen, aufstrebenden Fintech-Unternehmen überholt und vom Markt verdrängt werden.

Transparent und kundenorientiert

Transparenz spielt bei Bankgeschäften von heute eine große Rolle. Die Kosten werden offen kommuniziert, bestehende Probleme werden angesprochen und in einer Community diskutiert. Banken haben ihre Funktion von einem reinen und übermächtigen Geldgeber-Institut zu einem Marktplatz für moderne Finanzdienstleistungen geändert. Sie verstehen sich nun endlich als das, was sie sind: Als Dienstleister, die die Wünsche ihrer Kunden bedienen.

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