Besitzen oder kaufen? Autoleasing und Ratenkredit im Vergleich - scinexx | Das Wissensmagazin
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Besitzen oder kaufen? Autoleasing und Ratenkredit im Vergleich

Autoanschaffung

Parkender PKW
Das Leasing ist vor allem für Autoliebhaber, die häufig das Modell wechseln wollen, eine Alternative zum Kauf. © Pixabay.com, mettmett (CC0)

Ein neues Auto ist längst kein Luxusartikel in Deutschland mehr. Viele Familien besitzen sogar zwei oder drei Autos. Der alte Wagen muss oft nicht einmal defekt sein, damit sich der Besitzer ein neues Auto anschafft. Dabei geht der Trend immer weiter zum Neuwagen. Während Gebrauchtwagen oft qualitativ sehr hochwertig sind, punkten Neuwagen durch überraschend gute Preise bei moderner Technik. Vor der Anschaffung stellt sich oft die Frage, ob ein Kauf wirklich die richtige Option ist. Viele Fahrer wollen heute lieber leasen, um sich nicht dauerhaft binden zu müssen.

1. Leasing

Wer ein Auto least, kauft es nicht sofort. Stattdessen ist er nur zeitweilig Besitzer des Fahrzeugs und hat im Nachhinein die Option, es komplett zu erwerben. Leasing lohnt sich vor allem für Fahrer, die häufig neue Autos fahren möchten oder sich nicht lange binden wollen.

Wie funktioniert es?

Leasing wird vor allem von Herstellern direkt angeboten. Sie ermöglichen es ihren Kunden so, ein modernstes Fahrzeug auszuprobieren und zu fahren. Aktuell sind beispielsweise besonders leichte Autos im Trend, die wenig Kraftstoff verbrauchen. Natürlich gibt es auch Onlineportale, Zwischenhändler und Autovermietungen, die Leasing anbieten.

Das Leasing setzt sich aus verschiedenen Zutaten zusammen. Zunächst ist häufig eine Anzahlung zu leisten. Die Höhe variiert dabei je nach Hersteller, Modell und Ausstattung. Dann zahlt der Kunde eine monatliche Leasingrate. Auch hier orientiert sich Höhe der Rate am gewünschten Auto. Im Gegenzug erhält er das Fahrzeug. Manche Anbieter von Leasing-Programmen halten besondere Angebote vor. So müssen Kunden nicht immer eine Anzahlung leisten oder bekommen besonders günstige Raten, wenn sie sich langfristig binden. Hier ist es sinnvoll, zunächst zu vergleichen, welches Angebot das beste Preis-Leistungsverhältnis hat.

Im Rahmen des Leasingvertrags werden oft weitere Regelungen getroffen. So bietet der Leasinggeber möglicherweise einen exklusiven Reparatur- und Wartungsservice für das geleaste Fahrzeug an. Ein Leasingvertrag läuft in der Regel mindestens 24 Monate. Manchmal gibt es Vereinbarungen, die über vier oder fünf Jahre laufen. Hier gilt: Je länger die Laufzeit des Vertrags, desto erschwinglicher sind die einzelnen Raten. Oft ist es so, dass der Kunde nach Ablauf der vereinbarten Frist die Möglichkeit hat, das Fahrzeug endgültig zu erwerben. In manchen Verträgen geht das Auto mit der Schlussrate automatisch in den Besitz des Leasingnehmers über. Der Leasingnehmer hat aber immer die Möglichkeit, das Auto nach Ablauf der Vertragslaufzeit zurückzugeben.

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Vorteile

Das Leasing bietet häufig finanzielle Vorteile. So ist es möglich, verhältnismäßig teure Autos zu einem relativ günstigen Preis langfristig zu testen. Außerdem kann sich nicht jeder Fahrer einen Neuwagen leisten. Beim Leasing ist dies durchaus möglich. Egal, ob der Leasingnehmer das Fahrzeug nach der Leasingzeit behalten oder abgeben möchte: Es gestaltet sich unkompliziert. Der Wagen wird entweder einfach behalten oder dem Leasinggeber zurückgegeben. Wartungs- und Versicherungskosten sind, je nach Vertrag, oft bereits in der Leasingrate enthalten und müssen nicht extra gezahlt werden. So bietet das Leasing finanzielle Vorteile für alle, die ein Auto vorrangig nutzen und nicht besitzen möchten.

Nachteile

Ein großer Nachteil ist, dass ein Leasingvertrag zunächst unkündbar ist. Das Leasing will daher gut überlegt sein. Leichtfertige Entscheidungen können zur dauerhaften Verschuldung des Leasingnehmers führen. Erst nach der ersten Vertragslaufzeit können beide Parteien den Vertrag kündigen. Ein weiteres Problem beim Leasing ist, dass Kunden nicht immer die freie Wahl haben, welches Auto sie haben möchten. Oft ist die Zusatzausstattung begrenzt oder es stehen nur bestimmte Leistungen zur Auswahl. Manchmal stehen im Leasingvertrag Klauseln, die das Fahren einschränken. So kommt es nicht selten zu einer Kilometerbeschränkung. Wird diese Zahl überschritten, sind weitere Zahlungen an den Leasinggeber notwendig. Für Vielfahrer ist das Autoleasing deshalb nicht immer sinnvoll. Es gilt, jeden Vertrag genau durchzulesen.

Parkplatz
Zur Finanzierung eines neuen oder gebrauchten PKWs sind Kredite eine günstige Möglichkeit. © Pixabay.com, fill (CC0)

2. Der Ratenkredit einer Bank

Ein Kredit ist häufig die erste Wahl, wenn es um die Finanzierung eines Autos geht. Es gibt sowohl gewerbliche als auch private Modelle, die sich vor allem in den Konditionen unterscheiden. Zudem bieten viele Kreditinstitute spezielle Autokredite an, die oft besonders günstig sind. Vor Abschluss eines Kredits sollten Interessenten auf jeden Fall verschiedene Angebote vergleichen, um sich nicht zu verschulden.

Wie funktioniert es?

Es ist heutzutage denkbar einfach, einen Kredit aufzunehmen. Zunächst wird die Kreditsumme festgelegt. Die Laufzeit und der Zinssatz bestimmen die Rückzahlungsraten, die ab Aufnahme des Kredits monatlich zu leisten sind. Nach Abschluss des Kredits erhält der Kreditnehmer zügig sein Geld und kann damit den Autokauf finanzieren.

Bei vielen Kreditinstituten steht vor dem Abschluss eine Bonitätsprüfung, zu der unter anderem die Schufa-Auskunft gehört. Um einen Kredit aufzunehmen ist es heute oft nicht nötig, persönlich in der Bank vorstellig zu werden. Stattdessen können Kredite problemlos online abgeschlossen werden. Wichtig ist lediglich, dass Kreditnehmer volljährig sein und einen Wohnsitz in Deutschland haben müssen. Auch ein regelmäßiges Einkommen ist für vielen Banken Grundvoraussetzung. Kunden haben die Wahl zwischen einem Sofortkredit, der besonders schnell ausgezahlt wird, einem zweckgebundenen Autokredit und einem klassischen Ratenkredit zur freien Verfügung.

Vorteile

Ein Kredit ist für den Neu- oder Gebrauchtwagenkauf eine besonders sinnvolle Finanzierungsoption. Der Autohändler gewährt Barzahlern oft einen Nachlass von mindestens zehn Prozent. Wer einen Kredit aufnimmt, kann die Kaufsumme in bar abheben und so sein Auto bezahlen. Bei manchen Autokrediten ist es möglich, nur einen Teil zweckgebunden ausgeben zu müssen. Bis zu 20 Prozent stehen dem Kreditnehmer frei zur Verfügung, zum Beispiel zur Umschuldung bestehender Kredite.

Nachteile

Der größte Nachteil bei der Finanzierung über einen Kredit ist, dass er eine regelmäßige finanzielle Belastung darstellt. Der Kredit muss zurückgezahlt werden, hinzu kommen dann die regelmäßigen Kosten für das neue Auto. Autokredite sind zudem oft zweckgebunden und dürfen ausschließlich für den Kauf des Fahrzeugs eingesetzt werden. Das nimmt dem Autokäufer die Flexibilität. Die Höhe des Kredits ist wichtig, um nicht in die Schuldenfalle zu tappen.

Fazit

Der größte Unterschied liegt darin, ob das Auto tatsächlich in den Besitz übergehen soll oder ob der Fahrer das Auto primär nutzen möchte. Wer das Auto wirklich besitzen will, sollte die Finanzierung per Kredit in Betracht ziehen. So spart er beim Autokauf den Barzahlerrabatt und kann einen Neu- oder Gebrauchtwagen anschaffen. Wer ein neues Automodell langfristig nutzen und testen will, ist mit einem Leasingvertrag gut beraten. So hat er die Möglichkeit, schnell und günstig die neuesten Automodelle zu fahren. Ob Elektroauto oder SUV – die Optionen sind fast unendlich. Wer least, bindet sich lediglich für zwei bis fünf Jahre. Ein Käufer hat sein Auto langfristig erworben.

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