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24/7 Erntezeit – unsere Landwirte im Dauereinsatz

Landwirtschaft

Mähdrescher bei der Weizenernte
© photoschmidt, GettyImages

Landwirte während der Erntezeit – was sie leisten müssen

Die Landwirtschaft ist stets ein Berufsfeld gewesen, das mit viel Arbeit und wenig Freizeit in Verbindung gebracht wurde. Keine Frage, zu Beginn des zurückliegenden Jahrhunderts kamen auf Bauernhöfen kaum Maschinen zum Einsatz. Die meiste Arbeit wurde von Tieren und mühevoll per Hand erledigt. Mit der Entwicklung von Traktoren, Mähdreschern und Saatmaschinen wurden zwar die einzelnen Arbeitsschritte nach und nach automatisiert, dass Bäuerinnen und Bauern deshalb weniger arbeiteten, ist nicht der Fall.

Je moderner die Landwirtschaft wird, je effektiver die Maschinen Felder bearbeiten, desto effizienter kann ein Betrieb wirtschaften. Effizient in dem Sinne, dass weniger Leute mehr Fläche, mehr Tiere bewirtschaften können. Mägde und Knechte gehören heute längst der Vergangenheit an und immer mehr kleinbäuerliche Höfe verschwinden. Das ist die aktuelle Entwicklung.

Wie sieht der Stand der Landwirtschaft also heute aus und was leisten unsere Landwirte für uns? Die Statistiken sprechen hier ein klares Bild und zeigen, wohin die Entwicklung in den kommenden Jahren gehen wird.

Das steht auf unseren Äckern

Man mag es in unserem relativ dicht besiedelten Land mitunter nicht glauben, doch zwischen Großstädten und Industriegebieten ist Deutschland ein Agrarland. Rund die Hälfte (46 Prozent) des Bundesgebietes ist landwirtschaftliche Nutzfläche, die sich wie folgt auf die einzelnen Kulturen aufteilt (PDF)t:

  • 4,9 Mio. Hektar Grünland
  • 4,0 Mio. Hektar Getreide
  • 1,2 Mio. Hektar Mais
  • 0,2 Mio. Hektar Sonderkulturen
  • 271.620 Hektar Kartoffeln
  • 128.200 Hektar Gemüse
  • 103.000 Hektar Weinreben
  • 64.100 Hektar Obst
  • 20.400 Hektar Hopfen

So vielfältig wie die Agrarlandschaft sind auch die Bauernhöfe. Dennoch lässt sich eine Tendenz feststellen hin zu landwirtschaftlichen Betrieben, die sich auf die Erzeugung in einer Sparte spezialisieren. Der familiengeführte Hof ist zwar weiterhin in der Vorhand – nur 10 Prozent aller Betriebe haben Angestellte außerhalb der Familie – und genießt einen hohen Stellenwert, das breite Spektrum von Kühen, Schweinen und Kartoffelanbau zur Selbstversorgung existiert aber nur noch auf den wenigsten Höfen.

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140 Menschen versorgen – hohes Arbeitspensum

Ein deutscher Landwirt ernährt heute so viele Menschen wie nie zuvor, aktuell 140. Noch 1990 war diese Zahl nur halb so groß, und 1950 waren es gerade einmal 10 Personen. Diese Steigerung verlangt von den Landwirten aber flexiblere und längere Arbeitszeiten als in der Vergangenheit, gerade wenn die Erntezeit anbricht. Dank Beleuchtung im Stall und Arbeitsscheinwerfern am Traktor ist es heute möglich, auch nachts zu arbeiten.

Unbeständige Wetterlagen sorgen für hohen Zeitdruck bei der Ernte von Getreide, Mais und Kartoffeln – dann wird gut und gerne bis in die späten Abendstunden mit Traktor und Anhänger gefahren. Oder der Arbeitstag beginnt schon weit vor Sonnenaufgang, weil die ersten herbstlichen Nachtfröste das Befahren der Felder ermöglichen.

Für die Arbeitszeiten und Leistungen unserer Landwirte sollten wir also Verständnis und Dankbarkeit haben.

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