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Mittwoch, 29.03.2017
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Forscher enträtseln erloschene Vulkane vor Kamtschatka

Deutsch-russische Expedition mit dem Forschungsschiff „SONNE“ startet am 16. Mai 2009

Die untermeerischen Vulkanberge vor Kamtschatka entschlüsseln wollen in Kürze die 25 deutschen und russischen Wissenschaftler des Forschungsprojekts „KALMAR“. Mit dem deutschen Forschungsschiff SONNE brechen sie am 16. Mai 2009 von Yokohama (Japan) aus zu einer dreiwöchigen Expedition in den Nordwestpazifik auf.
Kamtschatka

Kamtschatka

Ziel der Forschungsfahrt unter der Leitung der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) ist der nördlichste Bereich der untermeerischen Vulkankette „Emperor Seamount Chain“.

Geologische Entwicklung von Kamtschatka enthüllen


„Unsere Aufgabe ist es, die erloschenen Vulkane genau zu vermessen, um weitere Aufschlüsse über die geologische Entwicklung der russischen Halbinsel Kamtschatka zu erhalten“, erklärt BGR-Wissenschaftler Christoph Gaedicke. Im Verlauf der vergangenen 85 Millionen Jahre sind die Vulkane, die sich einstmals südöstlich im Bereich des Hawaii-Archipels gebildet haben, mit der pazifischen Platte nach Nordwesten in Richtung Kamtschatka gewandert und tauchen dort langsam unter dem eurasischen Kontinent ab.

„Auf diese Weise üben die untermeerischen Vulkane einen entscheidenden Einfluss auf die Verformung der Halbinsel, die Erdbebentätigkeit und den Vulkanismus aus“, so Gaedicke.


Wie alt sind die untermeerischen Vulkane?


Mit seismischem Gerät bestimmen die Forscher während des Projektes den Aufbau der Erdkruste. Sonden werden eingesetzt, um das Alter und die Dichte des Ozeanbodens und der untermeerischen Vulkane zu ermitteln. Mit bordeigenen Instrumenten wird die Morphologie des Meeresbodens genau kartiert.

Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanzierte Projekt wird unter der Koordination des Leibniz-Instituts für Meereswissenschaften (IFM-GEOMAR) in Kiel durchgeführt. Vulkanologen des IFM-GEOMAR werden auf Grundlage der Messergebnisse gezielt Proben der untermeerischen Vulkane nehmen.
(Geozentrum Hannover, 11.05.2009 - DLO)
 
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