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Freitag, 10.02.2012
Kommerzielle Nutzung der Meeresenergie in Sicht?
Technologien kurz vor der Markteinführung
Die Nutzung der Offshore-Windenergie hat die kommerzielle Phase bereits erreicht. Nun stehen auch Technologien zur Umwandlung der Wellen- und Strömungsenergie kurz vor der Markteinführung. Die Kraft der Wellen kann auf hoher See durch große, schwimmende Einheiten, aber auch küstennah durch kleinere Umwandlungsanlagen genutzt werden.

Klima und Meer
Klima und Meer
© IMSI MasterClips
Meeresströmungen erlauben eine gut berechenbare und gleichmäßige Stromproduktion, die dem Verlauf der Gezeiten folgt. Insbesondere in Großbritannien, aber auch in Norwegen, Nordamerika und Australien werden derzeit vielfältige Umwandlungstechnologien entwickelt, getestet und optimiert. „Technologien wie LIMPET von Wavegen, PELAMIS von Ocean Power Delivery oder SEAFLOW von Marine Current Turbines sind bereits am Markt verfügbar oder stehen kurz vor der Serienreife“, merkt Klaus-Peter Lehmann, Inhaber des Beratungsbüros elexyr, zum Entwicklungsstand des Meeresenergiesektors an.

Durch die Kombination von Meeresenergieanlagen mit Offshore-Windparks könnten erhebliche Synergiepotentiale beispielsweise durch eine gemeinsame Netzanbindung ausgeschöpft werden. Die noch junge Meeresenergiebranche werde so zunehmend auch für Komponentenhersteller und Dienstleister interessant. „Erfahrene Zulieferer können nun entscheidend zu einer qualitativ hochwertigen und kostengünstigen Serienproduktion beitragen. Auch Projektierer und zukünftige Betriebsgesellschaften sind gefragt, damit kommerzielle Meeresenergiefarmen in den nächsten Jahren Realität werden können. Und schließlich wird sich auch für den im Windenergiesektor eingespielten Dreiklang aus Zertifizierung, Versicherung und Finanzierung ein weitgefächertes Tätigkeitsfeld entwickeln.“, prognostiziert Unternehmensberater Lehmann.

Außerdem bedeutet die Umwandlung der Strömungsenergie eine strukturelle Erweiterung der erneuerbaren Energiepotentiale. „Die Gezeiten hängen bekanntermaßen mit der Anziehungskraft des Mondes zusammen. Das bestehende Technologieangebot im Solarenergiesektor wird somit durch Anlagen zur Nutzung der ´Lunarenergie´ vervollständigt.“, so Lehmann.
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