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Freitag, 10.02.2012
Alarm für Gendoper
Erstes Nachweisverfahren für eine Gendopingsubstanz entwickelt
Erstmals ist es gelungen, eine Gendopingsubstanz - GW1516 - massenspektrometrisch nachzuweisen. Entwickelt wurde das neue Verfahren im Zentrum für Präventive Dopingforschung der Deutschen Sporthochschule Köln.

Leichtathletik
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© IMSI MasterClips
Die Forscher um die Professoren Mario Thevis und Wilhelm Schänzer berichten über die neuen Ergebnisse in der Fachzeitschrift “Rapid Communications in Mass Spectrometry“.

Bei GW1516 handelt es sich um einen so genannten PPAR delta Agonisten, der erst seit 2009 als Gendopingmittel auf der Dopingliste steht. GW1516 befindet sich zurzeit in fortgeschrittenen Testphasen und wird zur Behandlung von Fettleibigkeit und metabolischem Syndrom entwickelt.

GW1516 führt aber auch zur vermehrten Bildung so genannter Typ I Muskelfasern – Ausdauermuskulatur - sowie von Enzymen für die Energiegewinnung aus Fetten - dies konnte in Tierversuchen nachgewiesen werden. Im Sport könnte diese Substanz zur Steigerung der Ausdauerleistungsfähigkeit missbraucht werden.

Gendoping-Nachweis auch heute schon möglich
Die Ergebnisse der Kölner Arbeitsgruppe zeigen, dass die generelle Aussage revidiert werden muss, dass der Gendoping-Nachweis noch in weiter Ferne liegt und nur durch sehr kostenintensive Forschung erreicht werden kann. Die Identifizierung von Gendopingsubstanzen, das heißt von Substanzen, die die Genexpression beeinflussen, ist heute schon mit den in den Dopinglaboratorien verfügbaren Methoden möglich.

Die frühzeitige Entwicklung von Nachweisverfahren - schon vor Markteinführung einer doping-relevanten Substanz - ist eines der Hauptanliegen des Zentrums für Präventive Dopingforschung der Deutschen Sporthochschule Köln.
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