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Mittwoch, 29.03.2017
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Neuer Supercomputer verbessert Unwettervorhersage

Schnellster Vektorrechner der Welt macht bis zu 109 Billionen Multiplikationen pro Sekunde möglich

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach hat einen neuen Supercomputer. Der Vektorrechner SX-9 wird die bisherige Leistung insgesamt um das 45fache steigern. Dadurch können neue, deutlich komplexere Vorhersagemodelle eingesetzt werden. Sie sollen helfen, die Wetter- und Unwettervorhersage für Deutschland weiter zu verbessern.
Der neue Supercomputer des DWD

Der neue Supercomputer des DWD

Der zusammen mit dem Amt für Geoinformationswesen der Bundeswehr am Deutschen Meteorologischen Rechenzentrum (DMRZ) des DWD betriebene Rechner soll in zwei Ausbaustufen bis 2010 in der Spitzenleistung auf bis zu 109 TeraFlops gesteigert werden. Das entspricht 109 Billionen Rechenschritten pro Sekunde oder einer Kapazität von mehr als 30.000 handelsüblichen PCs.

Neue Möglichkeiten bei der Vorhersage


„Mit der Inbetriebnahme der neuen Systeme eröffnen sich qualitativ neue Methoden der Vorhersage. Wir gehen davon aus, dass aus dieser verbesserten Vorhersagequalität auch die Öffentlichkeit ihren Nutzen ziehen wird“, erklärt Professor Geerd-Rüdiger Hoffmann vom DWD.

Durch die zunehmend höhere räumliche Auflösung der Simulationsmodelle in der Klima- und Wetterforschung müssen immer größere Datenmengen bewältigt werden. „Kernstück unserer Lösung für den DWD ist der vor einem Jahr erstmals vorgestellte NEC SX-9 Vektorsupercomputer, mit dem weltweit stärksten Vektorprozessor“, erläutert Dr. Thomas Schoenemeyer von NEC Deutschland.


Ensemble-Vorhersagetechnik ermöglicht mehr Wetterinformationen


Bei der Ensemble-Technik werden im DWD statt nur einer Vorhersage viele parallele Wettervorhersagen gerechnet - jeweils mit leicht verschiedenem Anfangszustand. Das Gesamtergebnis ermöglicht dadurch Aussagen, mit welcher Wahrscheinlichkeit eine bestimmte Wettersituation eintreten wird.

„Der neue Supercomputer kann aufgrund seiner enormen Leistungsfähigkeit Ensembles mit mehr Physik rechnen, die helfen Gewitterzellen, starke Regenfälle, Hagelschlag und starke Windböen besser als bisher vorherzusagen. So wird auch das Warnmanagement des DWD optimiert“, sagt Gerhard Steinhorst, Leiter des DWD-Bereiches Wettervorhersage.
(Deutscher Wetterdienst (DWD), 19.03.2009 - DLO)
 
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