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Dienstag, 24.01.2017
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„Dicke Luft“ über Nordamerika

Öl- und Kohlekraftwerke verschmutzen Atmosphäre über den USA und Kanada

Kohle und Öl gefeuerte Kraftwerke „pusten“ in den USA und Kanada knapp die Hälfte aller giftigen Chemikalien in die Luft. Dies ist das Ergebnis einer neuen Studie der Commission for Environmental Cooperation (CEC). Ein Großteil der mehr als 300.000 Tonnen an Schadstoffen besteht aus Salz- und Schwefelsäure oder Quecksilber.
Giftige Chemikalien

Giftige Chemikalien

Die CEC kam zu dem Schluss, dass unter den 50 größten Luftverschmutzern 46 Kraftwerksbetreibern waren, die Kohle und Öl verfeuerten. In der Studie waren Gas- und Wasserkraftwerke nicht berücksichtigt. Die schlimmste Luftverschmutzung wurde in den US-Bundesstaaten Texas, gefolgt von Ohio, Michigan und der kanadischen Provinz Ontario entdeckt. Allein in diesen vier Staaten wurden 28 Prozent der gesamten gefährlichen Schadstoffe emittiert.

Die Kohlekraftwerke sorgten laut der Studie für 64 Prozent aller Quecksilber-Emissionen. Wie die Forscher feststellten fielen die Quecksilber-Emissionen im Vergleich zum Jahr 2000 um 48 Prozent, aber dies ist für sie keim Grund Entwarnung zu geben. Quecksilber gilt als hochtoxischer Stoff, der schwere neurologische Störungen hervorruft und bei Kindern zu verzögerter Entwicklung führen kann. "Egal, ob nun die Quecksilber-Emissionen verringert wurden, die Mengen reichen immer noch aus, um gefährliche Erkrankungen, vor allem bei Kindern, zu verursachen, da das Gift über Seen und Flüsse in die Nahrungskette gelangt", berichtet William Kennedy, CEO der Commission for Environmental Cooperation.

In den USA zählen insbesondere drei Kraftwerke, Progress Energys CP&L Roxboro in Semora, North Carolina, Reliant Energys Keystone in Shelocta, Pennsylvania und Georgia Powers Bowen in Cartersville, Georgia zu den massivsten Luftverpestern. In Kanada war Ontario Power Generation Nanticoke Generating Station für zehn Prozent der Zunahmen an giftigen Abgasen zwischen 1998 und 2001 verantwortlich.
(Pressetext Europe, 04.06.2004 - DLO)
 
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