• Schalter wissen.de
  • Schalter wissenschaft
  • Schalter scinexx
  • Schalter scienceblogs
  • Schalter damals
  • Schalter natur
Scinexx-Logo
Logo Fachmedien und Mittelstand
Scinexx-Claim
Facebook-Claim
Google+ Logo
Twitter-Logo
YouTube-Logo
Feedburner Logo
Dienstag, 24.10.2017
Hintergrund Farbverlauf Facebook-Leiste Facebook-Leiste Facebook-Leiste
Scinexx-Logo Facebook-Leiste

Fette "puschen" das Zellwachstum

Erstmals Bedeutung von Triglyzeriden nachgewiesen

Dass null Prozent Fett nicht immer und überall von Vorteil ist, haben jetzt Grazer Forscher gezeigt. Ihnen gelang erstmals der Nachweis, dass die Spaltung von bestimmten Fetten für das geordnete, optimale Wachstum und die Vermehrung von Zellen eine wesentliche Rolle spielt.
Hefezellen

Hefezellen

Fehlt es an ausreichend Triglyzeriden oder ist deren Abbau beeinträchtigt, so wird das Fortschreiten im Zellzyklus drastisch verlangsamt, schreiben die Wissenschaftler um Professor Dr. Sepp-Dieter Kohlwein von der Universität Graz im Wissenschaftsmagazin „Molecular Cell“.

Fette verpönt


Angesichts der modernen Zivilisationskrankheit Fettleibigkeit scheint Fett generell in Misskredit geraten zu sein - als störend und als gesundheitsschädigend. Aber auch zu wenig Fett kann krank machen.

„Offensichtlich ist die Verfügbarkeit und Spaltung von Triglyzeriden zu bestimmten Zeiten im Zellzyklus notwendig, um Abbauprodukte für das rasche Wachstum von Zellen bereitzustellen“, erklärt der Biowissenschaftler Kohlwein. Und weiter: „Fehlt diese spezifische Fettspaltung, wird der Zellzyklus deutlich verzögert, was für den Organismus einen großen Nachteil darstellt.“.


Unkontrolliertes Zellwachstum


Störungen im zellulären Programm zur ordnungsgemäßen Steuerung der komplexen Prozesse führen zu unkontrolliertem Zellwachstum - einer Ursache vieler Krebserkrankungen.

Als Modell für ihre Untersuchungen dienten den Wissenschaftlern Hefezellen. Aufgrund der großen strukturellen und funktionellen Ähnlichkeit der zellulären Prozesse im Modellsystem Hefe und jener in anderen Lebewesen lassen sich die Ergebnisse auch auf den Menschen übertragen.
(idw - Universität Graz, 29.01.2009 - DLO)
 
Printer IconShare Icon