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Donnerstag, 21.09.2017
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Neuer Trick der Genregulation entdeckt

HTH-Element spielt nur unbedeutende Nebenrolle

Berliner Forscher haben einen neuen Mechanismus der Generkennung gefunden, bei dem das bisherige Strukturelement nur eine unbedeutende Nebenrolle spielt.
Der Mensch hat circa 30.000 bis 40.000 Gene. Sie enthalten die Baupläne für die Proteine, die Baustoffe und Maschinen des Lebens. Damit sie nicht alle gleichzeitig aktiv sind, müssen Gene reguliert, das heißt an- und abgeschaltet, werden. Die Genregulation ist lebensnotwendig, damit sich ein Mensch gesund entwickeln kann und auch gesund bleibt.

Als Genregulatoren fungieren Proteine, die sich an bestimmte Bausteine der DNA, aus denen die Gene aufgebaut sind, binden und damit aktivieren oder inaktivieren. Eine sehr weitverbereitete Klasse von Proteinen, Fachleute nennen sie HTH-Proteine (für "helix-turn-helix"), benutzen ein bestimmtes Strukturelement, um ihre Zielgene zuverlässig zu erkennen. Wann immer ein solches HTH-Element in dem Genschalter vorliegt, dient es auch der Generkennung - so glaubte man bisher zu wissen.

Jetzt haben Dheeraj Khare und Prof. Udo Heinemann vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch in Zusammenarbeit mit Dr. Günter Ziegelin und Dr. Erich Lanka vom Berliner Max-Planck-Institut für Molekulare Genetik bei dem HTH-Protein KorB einen ganz neuen Mechanismus der Generkennung entdeckt, bei dem das HTH-Element nur eine unbedeutende Nebenrolle spielt. "Offenbar hat sich KorB einen anderen Trick ausgedacht, um Gene zu inaktivieren", sagte Prof. Heinemann, der noch einen Lehrstuhl an der Freien Universität Berlin hat.


Die Arbeit der Wissenschaftler hat das renommierte Wissenschaftsmagazin Nature Structural & Molecular Biology* am Sonntag, den 30. Mai 2004, vorab online veröffentlicht.

idw - Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch, 28.05.2004
(idw - Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch, 01.06.2004 - DLO)
 
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