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Freitag, 28.07.2017
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Deutscher ist neuer Präsident der Internationalen Hydrogeologen

Mitgliederversammlung in Japan kürt BGR-Forscher Wilhelm Struckmeier

Der neue Präsident der Internationalen Gesellschaft der Hydrogeologen (IAH) ist ein Deutscher: Professor Wilhelm Struckmeier, Leiter der Fachgruppe „Internationale Zusammenarbeit, Grundwasser“ an der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), wurde kürzlich auf der Mitgliederversammlung der IAH für vier Jahre in dieses Amt gewählt.
Wilhelm Struckmeier

Wilhelm Struckmeier

Struckmeier ist nach Hans Joachim Martini (1962 bis 1969), ebenfalls BGR, erst der zweite deutsche Präsident in der über 50-jährigen Geschichte der IAH. Sie ist mit derzeit 3.800 Mitgliedern aus über 140 Ländern die bedeutendste internationale Nichtregierungsorganisation für Grundwasser.

Auch Präsidentenpreis für Struckmeier


Die Ernennung zum „Chef“ der Hydrogeologen war aber nicht die einzige Auszeichnung, die Struckmeier auf der Tagung im japanischen Toyaman erhielt. So wurde er darüberhinaus für sein langjähriges Wirken bei der Erstellung von Grundwasserkarten mit dem so genannten Präsidentenpreis geehrt.

Grundwasserressourcen weltweit kartiert


Die IAH würdigte damit vor allem seine Verdienste bei der erstmaligen weltweiten Kartierung der Grundwasserressourcen im Gemeinschaftsprojekt „World-wide Hydrogeological Mapping and Assessment Programme" (WHYMAP)“. An diesem Vorhaben waren neben der BGR und der IAH auch die Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur, UNESCO, sowie weitere Partner beteiligt.


Die neue Weltgrundwasserkarte im Maßstab 1:25 Millionen führt alle global verfügbaren Daten nach einheitlichen Standards und Darstellungsweisen zusammen. So werden großräumig hydrogeologische Strukturen aufgezeigt – tiefe Grundwasserbecken ebenso wie oberflächennahe Grundwasserleiter. Die Karte dient als Grundlage zur Ermittlung der weltweiten Grundwasserressourcen.

Der „Chef“ der Hydrogeologen

Der „Chef“ der Hydrogeologen

Grundwasser als bedeutende strategische Ressource


„Grundwasser ist – richtig bewirtschaftet und vorausschauend geschützt – eine bedeutende strategische Ressource, deren Bedeutung angesichts des Klimawandels in Zukunft noch steigen wird“, so BGR-Wissenschaftler Struckmeier.

Und weiter: „Der Wasserbedarf einer ständig wachsenden Weltbevölkerung kann nur gedeckt werden, wenn zusätzliche Grundwasservorkommen erschlossen und vor Raubbau und Verschmutzung geschützt werden“, betont der neue IAH-Präsident.
(Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), 29.12.2008 - DLO)
 
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