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Mittwoch, 20.09.2017
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Alkoholismus-Gen entdeckt

Mangel an CREB kann Angstzustände auslösen

Forscher der University of Illinois in Chicago haben ein Gen entdeckt, das offenbar in einem engen Zusammenhang mit Alkoholabhängigkeit steht. Labormäuse, denen das Gen fehlte, tranken exzessive Alkoholmengen und bevorzugten Ethanol gegenüber Wasser.
DNA

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In einem Irrgarten-Test verhielten sich die Mäuse ohne das Gen zudem deutlich anders als normale Mäuse mit Gen. Sie reagierten sehr ängstlich auf die neue Umgebung, Mäuse mit Gen dagegen gelassen, wie die Wissenschaftsplattform EurekAlert am Mittwoch berichtet.

Das Gen produziert das Protein CREB (Cyclic AMP Responsive Element Binding Protein), ein Rezeptorprotein, das die Gehirnfunktion während des Lehrprozesses und der Entwicklung reguliert. "Dies ist der erste Nachweis, dass ein Mangel an CREB in Zusammenhang mit Alkoholkonsum und Angstzuständen steht", sagte Subhash Pandey, Mitarbeiter der Studie.

Mäuse, die nur ein CREB-Gen hatten, produzierten eine niedrigere Anzahl des CREB-Proteins, Neuropeptid Y und eines weiteren Faktors, der im in Verbindung mit Alkoholkonsum steht, als Mäuse mit zwei CREB-Genen. Mäuse mit nur einem CREB-Gen konsumierten 50 Prozent mehr Alkohol als die anderen Mäuse und zeigten vermehrt Angst-Symptome. Tranken sie Alkohol, wurden die Symptome verringert. Auch viele Menschen, die Alkoholiker sind, leiden an Angstzuständen oder Depression. "Zwischen 30 und 70 Prozent aller Alkoholiker leiden an Depression und Angstzuständen. Für diese Menschen ist Trinken eine Art, sich selbst zu behandeln", fügte Pandey hinzu.
(PTE/g-o.de, 27.05.2004 - NPO)
 
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