• Schalter wissen.de
  • Schalter wissenschaft
  • Schalter scinexx
  • Schalter scienceblogs
  • Schalter damals
  • Schalter natur
Scinexx-Logo
Logo Fachmedien und Mittelstand
Scinexx-Claim
Facebook-Claim
Google+ Logo
Twitter-Logo
YouTube-Logo
Feedburner Logo
Donnerstag, 23.03.2017
Hintergrund Farbverlauf Facebook-Leiste Facebook-Leiste Facebook-Leiste
Scinexx-Logo Facebook-Leiste

Das längste Thermometer Deutschlands

Spezialfahrzeug für tiefe Geothermie an Wissenschaftler übergeben

Das längste Thermometer Deutschlands tut ab jetzt am Institut für Geowissenschaftliche Gemeinschaftsaufgaben (GGA-Institut) in Hannover seinen Dienst. Es wird in Zukunft bei hochgenauen Temperaturmessungen in tiefen Bohrlöchern der Geothermie-Forschung zum Einsatz kommen.
Geothermie-Bohrung

Geothermie-Bohrung

Zentimetergenau zeichnet das Gerät dabei die Messtiefen auf und registriert Temperaturänderungen auf tausendstel Grad präzise. Aus den Ergebnissen der Messungen gewinnen die Geowissenschaftler umfangreiche Informationen über die thermischen und hydraulischen Eigenschaften des tiefen Untergrunds.

6.000 Meter langes Messkabel


Das neue Spezialmessfahrzeug wurde am 3. Dezember 2008 durch das GGA-Institut in Betrieb genommen. Auf dem neuen LKW ist eine Winde mit 6.000 Meter Stahlseil-Messkabel montiert. An diesem Kabel werden hochsensible Temperaturfühler und andere Messgeräte in die Bohrlöcher hinabgelassen.

Die technische Ausrüstung des Messvehikels wurde von drei mittelständischen Firmen in Niedersachen und Sachsen-Anhalt nach genauen Vorgaben der Wissenschaftler und Ingenieure des GGA-Instituts entwickelt und installiert.


Praxistest im Frühjahr 2009


Spannende und wichtige Fragen stehen im Forschungsprogramm des GGA-Instituts: Wie viel und wie schnell fließt Wärme bei einer Erdwärmenutzung aus dem Erdinneren nach und wie viel Wärmeenergie ist jeweils vorhanden und kann genutzt werden? Bei der Lösung solcher Probleme soll das neue Mess-System schon bald mithelfen.

Einen seiner ersten Einsätze wird es dabei am 4.000 Meter tiefen Bohrloch des Geothermie-Feldlabors des GEOZENTRUMs Hannover in Horstberg bei Uelzen haben. Bald darauf steht im Frühjahr 2009 bei der Geothermie-Tiefbohrung GeneSys in Hannover-Großbuchholz der Praxistest an. Vorher werden jedoch Institutsmitarbeiter einen umfassenden Systemcheck durchführen und weiteres elektronisches Gerät nachrüsten.

Tief liegende Geothermische Energie im Visier


Das GGA-Institut ist ein eigenständiges Forschungsinstitut für angewandte Geowissenschaften mit geophysikalischer Ausrichtung. Seine Mitarbeiter haben die Aufgabe, Strukturen, Zustände und Prozesse im anthropogen beeinflussbaren Untergrund im Vorfeld und als Folge einer wirtschaftlichen Nutzung und zum Schutz der Umwelt zu untersuchen. Zur Lösung dieser Fragestellungen sollen sie aber auch neue Gerätesysteme, Messmethoden und Interpretationsverfahren entwickeln. Tief liegende Geothermische Energie ist dabei eines der wichtigsten Forschungsfelder des Instituts.
(GEOZENTRUM Hannover/Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR)/Institut für Geowissenschaftliche Gemeinschaftsaufgaben, 09.12.2008 - DLO)
 
Printer IconShare Icon