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Freitag, 10.02.2012
Sturmsaison beginnt extrem heftig
Nordatlantiktiefs normalerweise mit Höhepunkten im Dezember und Januar
Die diesjährige Wintersturmsaison hat ungewöhnlich hefitg begonnen: Schon im Oktober registrierten die Meteorologen vier extrem starke Tiefdruckgebiete über dem Nordatlantik. Normalerweise liegen die Höhepunkte der Saison im Dezember und Januar.

Verteilung von Sturmtiefs im Jahresgang
Verteilung von Sturmtiefs im Jahresgang
© DWD Verteilung von Sturmtiefs im Jahresgang
Die Saison der extremen Sturmtiefs reicht normalerweise von September bis April eines Jahres. In dieser Zeit ereignen sich die meisten klassischen Herbst- und Winterstürme. Sie sind für die Schifffahrt immer wieder eine Bedrohung und können auch in Deutschland für heftige Unwetter und Schäden sorgen. Einen Rekord stellte das Jahr 1999 auf: Schon im Oktober traten gleich drei heftige Sturmtiefs auf und ließen die Saison damit gleich mit Extremen beginnen.

Jetzt hat der Deutsche Wetterdienst in einer Studie das Auftreten solcher Orkantiefs im Nordatlantik in den vergangenen 50 Jahren untersucht. Die Auswertungen ergaben, dass die meisten dieser extremen Orkantiefs erst im Dezember und Januar auftreten. Im Mittel sind es in diesen Monaten jeweils zwei Tiefs.

Doch 2008 bildet eine Ausnahme: Im Oktober 2008 registrierten die Meteorologen bereits vier extreme Orkantiefs über dem Nordatlantik mit einem Kerndruck von weniger als 950 Hektopascal. „Nie zuvor hat der Deutsche Wetterdienst einen so heftigen Beginn der Sturmsaison im Nordatlantik beobachtet“, betont Gudrun Rosenhagen, Expertin für maritime Klimaüberwachung des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Hamburg.

Ursache für die vier Tiefs im Oktober dieses Jahres war, so Rosenhagen, eine sehr kräftige von West nach Ost verlaufende Frontalzone. Sie reichte von der Ostküste der USA über den gesamten Nordatlantik bis nach Nordeuropa. Im Bereich dieser Frontalzone - die ein Teil der großräumigen, die ganze Erde umfassenden atmosphärischen Strömungen ist - entstehen auch diese extremen nordatlantischen Tiefdruckgebiete. Ob die Saison so stürmisch weitergeht, werden die nächsten Monate zeigen.
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