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Donnerstag, 18.03.2010
Mäuse: Weniger Junge durch Gen-Mais
Greenpeace fordert Zulassungsstopp von Gen-Pflanzen
Mit Gen-Mais gefütterte Mäuse haben eine signifikant beeinträchtigte Fruchtbarkeit. Zu diesem Ergebnis ist jetzt eine der wenigen Langzeitstudien zur Gentechnik gekommen. Sie wurde gestern im Rahmen einer Tagung in Wien vom österreichischen Gesundheitsministerium veröffentlicht.

Genmais
Genmais
© IMSI MasterClips
Im Vergleich zu Mäusen, die mit herkömmlichem Mais gefüttert wurden, gebaren die mit Gen-Mais gefütterten Tiere weniger und schmächtigere Junge.

Import verbieten
Angesichts dieser Ergebnisse fordert Greenpeace einen Zulassungsstopp für genmanipulierte Pflanzen in der EU. Zudem muss Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) nach Ansicht der Umweltorganisation den Import dieses Gen-Maises nach Deutschland sofort verbieten.

Über 20 Wochen haben die Wissenschaftler der Veterinärmedizinischen Universität in Wien den genmanipulierten Mais NK603xMON810 des Herstellers Monsanto verfüttert. Er ist in der EU seit dem Jahr 2007 als Lebens- und Futtermittel zugelassen.

„Das Ergebnis dieser Studie ist ein weiterer Beweis für die Risiken genmanipulierter Pflanzen“, sagt Ulrike Brendel, Gentechnik-Expertin von Greenpeace. „Die Risikobewertung von Gen-Pflanzen in der EU reicht nicht aus und muss dringend reformiert werden. Bis dahin dürfen keine genmanipulierten Pflanzen mehr in Umlauf gebracht werden.“

Resistenz und Giftproduktion
Bei dem untersuchten Gen-Mais handelt es sich um eine Kreuzung. Die Pflanze soll gegen Unkrautvernichtungsmittel resistent sein und selbst ein Gift gegen Schädlinge produzieren. Die EU-Behörde für Lebensmittelsicherheit(EFSA) hatte den Gen-Mais als unbedenklich bewertet.

Dabei zeigte laut Greenpeace bereits eine Fütterungsstudie von Monsanto mit NK603xMON810 gesundheitliche Beeinträchtigungen der Versuchstiere auf. Die EFSA schätzte diese Ergebnisse jedoch nach Angaben der Umweltorganisation als „biologisch nicht relevant“ ein.
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