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Mittwoch, 31.08.2016
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Netzwerk im Gehirn hilft dem Gedächtnis auf die Sprünge

Wie man Informationen erlernt

Wie man Informationen erlernt, haben jetzt deutsche Wissenschaftler in einer neuen Studie entschlüsselt. Danach unterstützt ein so genanntes Kontext-Netzwerk im Gehirn die Gedächtnisbildung. Die Forscher berichten über ihre Ergebnisse in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift „Hippocampus“.
Aktive Hirnbereiche

Aktive Hirnbereiche

Viele Menschen denken bei einem Foto von Brad Pitt auch automatisch an seine Partnerin Angelina Jolie und deren Kinder. Doch was passiert im Gehirn, wenn bei einem neuen Eindruck sofort vielfältige Assoziationen geweckt werden, wenn das Neue automatisch an Vorhandenes angeknüpft wird? Die Präsentation eines Fotos von Brad Pitt aktiviert automatisch das so genannte Kontext-Netzwerk im Gehirn, das aus unterschiedlichen Regionen besteht, die für diese Verknüpfung zuständig sind.

Dass dieser Teil des Gehirns auch für die Verarbeitung von neuen Informationen und Assoziationen zuständig ist und die Gedächtnisbildung unterstützt, haben die Neurowissenschaftler der Ruhr-Universität Bochum (RUB) und der Radiologen der Universität Duisburg-Essen nun in einer neuen Studie herausgefunden.

An nichts denken aktiviert dieselbe Hirnregion


Während der Untersuchung sollten Personen sich Gegenstände merken, indem sie sich entweder eine Geschichte dazu ausdachten oder sich auf besonders herausstechende Merkmale des Gegenstandes konzentrierten. Dieser von Dr. Boris Suchan entwickelte Gedächtnistest orientiert sich am alltäglichen Vorgehen beim Erlernen neuer Informationen.


Die mit Hilfe der funktionellen Kernspintomographie ermittelten Hirnaktivierungen umfassen die Regionen um den so genannten Precuneus, den medialen präfrontalen und lateralen parietalen Cortex sowie den Hippocampus. Interessanterweise haben die Forscher auch herausgefunden, dass genau diese Areale auch aktiv sind, wenn Personen aufgefordert werden, ihren Gedanken einfach freien Lauf zu lassen ohne an etwas Bestimmtes zu denken.
(idw - Ruhr-Universität Bochum, 23.09.2008 - DLO)
 
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