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Dienstag, 12.12.2017
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Leberfett als Risikofaktor

Übergewicht allein erhöht noch nicht das Risiko für Diabetes und Co.

Hoher Bodymass-Index, viel Bauch- und Taillenspeck – diese Merkmale gelten gemeinhin als Risikofaktoren für Diabetes oder Herz-Kreislauferkrankungen. Doch jetzt haben Mediziner einen weiteren Risikoanzeiger entdeckt: Das Leberfett.
Immer mehr Menschen sind übergewichtig und tragen damit ein höheres Risiko, an Typ-2-Diabetes und Herz- und Gefäßkrankheiten zu erkranken. Untersuchungen zeigen, dass nicht nur starkes Übergewicht und Fettleibigkeit, sondern auch die Verteilung des Körperfettes eine Rolle spielen. Wer sein Übergewicht vor allem an Bauch und Taille angesammelt hat, gilt als besonders gefährdet.

Doch es gibt noch einen weiteren Risikofaktor: Wissenschaftler am Tübinger Universitätsklinikum unter Leitung von Professor Hans- Ulrich Häring, Professor Andreas Fritsche und Dr. Norbert Stefan haben jetzt in einer Studie nachgewiesen, dass vor allem diejenigen Patienten, die neben Fettleibigkeit und entsprechender Körperfettverteilung einen hohen Leberfettanteil besitzen, ein hohes Risiko haben, an Diabetes und den Folgen von Gefäßschädigungen zu erkranken.

Kernspin-Aufnahme zeigt viel Leberfett

Kernspin-Aufnahme zeigt viel Leberfett

Leberfett ausschlaggebend


Die Wissenschaftler untersuchten für ihre Studie 314 Probanden zwischen 18 und 69 Jahren und ermittelten deren Leberfettanteil. Dazu dienten Kernspinaufnahmen, da die kritische Schwelle im Ultraschall nicht genau genug sichtbar ist. Tatsächlich stellte sich heraus, dass der erhöhte Leberfettanteil einen bestimmenden Indikator für das spätere Erkrankungsrisiko darstellte. Gleichzeitig ergab sich auch ein Zusammenhang zwischen dem im Kernspin erhöhten Leberfettanteil und einem hohen, nüchtern gemessenen Insulinwert.


„Er ist unser bester Parameter", erklärt Stefan. „Unsere Studie gibt den Ärzten ein Instrument an die Hand, aus der zunehmenden Anzahl übergewichtiger Patienten diejenigen herauszufinden, die ein sehr hohes Erkrankungsrisiko haben.“ Sie können so schon früh über ihr Risiko informiert werden und mit der Prävention beginnen.

Auch Normalgewichtige gefährdet


Aber auch normalgewichtige Menschen sind nicht gegen Diabetes und Gefäßerkrankungen gefeit: Eine Studie aus den USA, die auch normalgewichtige Probanden in die Untersuchung einbezogen hat, stellte fest, dass auch unter den normalgewichtigen Probanden rund 23 Prozent eine Risikokonstellation für metabolische Erkrankungen aufweisen, das heißt ein erhöhtes Risiko haben, an Diabetes oder Gefäßschäden zu erkranken. Auch hier war ein erhöhter Bauch- oder Taillenumfang ein Indiz für das Erkrankungsrisiko.
(Universitätsklinikum Tübingen, 27.08.2008 - NPO)
 
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