| G8: Industrieländer wollen CO2-Emissionen halbieren |
| Auch die USA stimmen Reduktionsvereinbarung bis 2050 zu |
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Die Vertreter der großen Industrieländer haben im Rahmen des G8-Gipfels auf der japanischen Insel Hokkaido beschlossen, ihre Treibhausgas-Emissionen bis 2050 zu halbieren. Damit hat jetzt erstmals auch die USA konkreten Reduktionsvereinbarungen zugestimmt.
 | | Regierungsvertreter der G8 © White house  | Mit dieser einvernehmlichen Position zur Reduktion der globalen Treibhausgas-Emissionen haben die G-8-Staaten eine wichtige Grundlage für die weiteren internationalen Klima-Verhandlungen gelegt. Ziel ist es, spätestens im Jahr 2009 ein Nachfolgeabkommen zum Kyotoprotokoll zu verabschieden. Bundeskanzlerin Angela Merkel sprach in Japan von einem deutlichen Fortschritt für den Klimaschutz.
Noch auf dem G8-Gipfel 2007 in Heiligendamm hatten sich die sieben größten Industriestaaten und Russland unter deutschem Vorsitz darauf verständigt, zumindest „ernsthaft zu prüfen“, ob eine Halbierung der CO2-Emissionen bis 2050 möglich ist. In diesem Jahr nun gehen Regierungsvertreter darüber hinaus und legen sich auf eine Halbierung fest.
Schritt in Richtung Kyoto-Nachfolger
Bundeskanzlerin Angela Merkel mahnte jedoch zur Geduld: Bis zu einem erfolgreichen Abschluss der Verhandlungen werde es „noch viele harte Verhandlungen“ geben. Denn um das langfristige Klimaziel zu erreichen, seien zunächst mittelfristige Strategien und Zwischenschritte erforderlich. Für Europa verwies Merkel hierzu auf die Klimavorgaben der Europäischen Union (EU) bis zum Jahr 2020.
EU-Kommissionspräsident Barroso hat die Einigung der G8 zu den Klimaschutzzielen begrüßt: "Ich bin sehr erfreut über das G8-Ergebnis in Sachen Klimawandel. Die Ziele, die sich die EU im Vorfeld zu diesem Gipfeltreffen gesteckt hatte, wurden erreicht. Auf dem Weg zur Verabschiedung eines internationalen Klimaschutzabkommens 2009 in Kopenhagen sind wir wieder einen Schritt weitergekommen. Wir haben uns als langfristiges Ziel auf eine Senkung der Emissionen um mindestens 50 Prozent bis 2050 geeinigt, aber wir haben auch die Formulierung mittelfristiger Ziele vereinbart, wie die EU dies für 2020 bereits tut."
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| (EU, Bundesregierung, 09.07.2008 - NPO) |
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