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Donnerstag, 19.10.2017
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Bambuswälder vor dem Aus?

Mehr als 600 wildwachsende Arten bedroht

Nach Angaben der UNO-Umweltorganisation UNEP ist mindestens die Hälfte der 1.200 weltweit vorkommenden Bambusarten massiv vom Aussterben bedroht. Schuld daran ist vor allem die anhaltende Rodung der tropischen Regenwälder. Mit dem Verschwinden der Bambuswälder könnten Tiere wie die Panda-Bären ihre Nahrungsgrundlage verlieren.
Großer Panda

Großer Panda

Die Bestände der Bambuswälder wurden vom UNEP-World Conservation Monitoring Centre und dem International Network for Bamboo and Rattan (Inbar) untersucht. Danach stehen etwa 250 Bambus-Arten jeweils weniger als 2.000 Quadratkilomter Fläche zur Verfügung. Viele Artverwandte der kommerziell genutzten Bambuspflanzen haben nur noch sehr wenig Platz übrig. Trotz des zum Teil rasanten Größenwachstums der Pflanzen, eine japanische Bambuspflanze wächst bis zu 1,2 Meter pro Tag, sind die Pflanzen wegen ihres eigenwilligen Wachstumszyklus dennoch gefährdet. Viele der Spezies blühen nur in Intervallen von mehreren Jahren und sterben dann ab.

Etwa 2,5 Millionen Menschen leben vom Handel mit Bambus, der Lieferant für Möbel, Papier und Instrumente ist. Weltweit werden mit Bambusprodukten rund 4,5 Milliarden Dollar jährlich umgesetzt. Doch nicht nur der Mensch, sondern auch zahlreiche Tierarten brauchen Bambus: so ernähren sich die beiden Panda-Bärarten, der Große und der Kleine Panda von Bambus, auch die kleinste Fledermaus-Spezies Tylonycteris pachypus, die nur 3,5 Zentimeter groß wird, braucht die Bambuspflanzen. Die Gorillas in Zentralafrika ernähren sich zu gewissen Zeiten im Jahr zu 90 Prozent von Bambus.

Für viele Tierarten bieten die dichten Bambuswälder zudem ideale Bedingungen zum Leben: so etwa für Lemuren und zahlreiche Amphibien in Madagaskar oder für die großen Waldantilopen, die so genannten Bongos.
(Pressetext Europe, 12.05.2004 - DLO)
 
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