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Dienstag, 30.05.2017
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Zuversicht ist männlich

Studie: Vorfreude auf die Fußball-EM steigert Zuversicht

Männer sehen die Zukunft Deutschlands positiver als Frauen, junge Menschen unter 30 sind generell am zuversichtlichsten – dies sind einige der Ergebnisse einer neuen Zuversichts-Studie, die jetzt Meinungsforscher vorgelegt haben.
Männer sind zuversichtlicher

Männer sind zuversichtlicher

Erstmals erweiterten die Wissenschaftler der Universität Hohenheim in Zusammenarbeit mit der Allianz Deutschland dabei die Zuversichtsumfragen auch auf das europäische Ausland. Sie untersuchten zudem die Stimmung zum Auftakt der Fußball- Europameisterschaft 2008. Danach beeinflusst das Sportevent schon vor dem offiziellen Anpfiff die Stimmung der Menschen in Deutschland: Jeder Vierte der insgesamt 1.000 Befragten gibt an, dass die bevorstehende EM seine Stimmung „stark“ oder „sehr stark“ hebe. Dies gilt für Männer (32 Prozent (%)) in höherem Maße, als für Frauen (19%).

Besonders bei jungen Männern unter 30 Jahren (33%) und Senioren ab 60 (28%) machen sich bereits im Vorfeld erste Anzeichen von Fußballfieber bemerkbar. Bislang am wenigsten beeinflusst vom EM-Turnier zeigen sich dagegen laut dem Report die 40- bis 49-Jährigen (16%).

Insgesamt erkennbar ist ein Zusammenhang zwischen dem allgemeinen Grad der Zuversicht eines Menschen und der freudigen Erwartung der Fußball-Europameisterschaft: „Grundsätzlich positiv gestimmte Menschen werden auch eher vom Fußball-Fieber angesteckt“, so Professor Frank Brettschneider von der Universität Hohenheim.


Persönliche Zukunft rosig?


Mehr als die Hälfte der Befragten sieht ihre persönliche Zukunft positiv. Aber nur jeder Vierte ist zuversichtlich für die künftige Entwicklung des Landes. Darin sind sich derzeit die Menschen im Osten wie im Westen Deutschlands einig. Insgesamt fallen die Einschätzungen der Männer (28%) zur Entwicklung des Landes optimistischer aus als die der Frauen (19%).

Am zuversichtlichsten in Deutschland sind junge Menschen unter 30: Fast jeder Dritte (29%) sieht die Zukunft der Nation rosig und beachtliche 71 Prozent sind guter Hoffnung für ihre persönliche Zukunft.

Große Unterschiede in der Zuversicht zeigen die aktuellen Erhebungen, wenn es um elementare Lebensbereiche der Menschen geht: Am positivsten stimmt die meisten Deutschen der Gedanke an ihr Zuhause (84%) und ihre Familie (68%). Anders verhält es sich bei nationalen Zukunftsthemen. Hier empfinden die Menschen in Deutschland deutlich weniger Hoffnung. Jeder Dritte (33%) ist optimistisch, was die Entwicklung der allgemeinen
Wirtschaftslage angeht.

Sorge um die Rente


Am wenigsten Zuversicht herrscht beim Gedanken an die künftige Entwicklung der gesetzlichen Rente sowie der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung: Nur sechs Prozent beziehungsweise zehn Prozent der Befragten setzen Hoffnung in die Zukunft der sozialen Sicherungssysteme des Staates.

Mehr als 10.000 Europäer befragt


Erstmals untersuchte die Studie jetzt auch Zuversicht jenseits der Grenzen Deutschlands. In insgesamt zehn europäischen Ländern (Deutschland, Frankreich, Griechenland, Kroatien, Italien, Österreich, Portugal, Spanien, Russland, Türkei) wurden für die Zuversichtsstudie in den vergangenen Wochen repräsentative Befragungen mit insgesamt mehr als 10.000 Interviewpartnern durchgeführt.

Die Ergebnisse: Wie in Deutschland schätzen die Bewohner der befragten europäischen Länder ihre persönliche Situation heute und in den kommenden zwölf Monaten durchweg optimistischer ein als die aktuelle und die künftige Lage des eigenen Landes. Noch am positivsten sehen die augenblickliche Lage ihres Staates die Menschen in Österreich (35%) und der Türkei (30%). Im Mittelfeld bewegen sich die Bewohner Kroatiens, Russlands und Spaniens, dicht gefolgt von Deutschland. Am skeptischsten beurteilen die Portugiesen (sechs %), die Italiener (neuen %) und die Franzosen (15%) die derzeitige Lage ihrer Länder.

Italiener blicken mit dem meisten Optimismus in die Zukunft


Mit Blick in die Zukunft ihres Landes sind die Italiener mit 35 Prozent wiederum am optimistischsten. Auch jeder dritte Österreicher (33%) schaut über die nächsten zwölf Monate hinweg „eher zuversichtlich bis sehr zuversichtlich“ auf die Entwicklung der Alpenrepublik. Während die Deutschen (26%) auf dem fünften Platz für die Zukunft ihres Landes nur mittelmäßig zuversichtlich sind.
(idw - Universität Hohenheim, 04.06.2008 - DLO)
 
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