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Samstag, 23.09.2017
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Neues Licht auf die Entstehung von Diabetes

Genomstudie findet sechs neue Gene für Typ 2 Diabetes

Neues Licht auf die Entstehung der Typ 2 Diabetes wirft eine jetzt veröffentlichte Meta-Analyse. Sie erhärtet Befunde, wonach die Erkrankung auf einer Regulationsstörung beruht, die die Anzahl der Insulin produzierenden Zellen beeinflusst.
Insulinkristalle

Insulinkristalle

Typ 2 Diabetes zählt zu den chronischen Krankheiten, die weltweit immer häufiger werden. Allein in Deutschland sind etwa acht Millionen Menschen betroffen, dazu kommt noch eine relativ hohe Dunkelziffer unerkannter Diabetiker.Hauptmerkmal von Typ 2 Diabetes sind fortwährend erhöhte Blutzuckerspiegel, die unbehandelt zu Schäden der Blutgefäße, der Nieren und anderer wichtiger Organe führen können.

Für das Auftreten der Erkrankung spielen Lebensstilfaktoren wie Übergewicht und Bewegungsmangel eine wichtige Rolle. Dem Typ 2 Diabetes liegt jedoch auch eine starke genetische Komponente zugrunde, der Wissenschaftler seit einigen Jahren mit Hilfe von Assoziationsstudien nachspüren. Die nun gewonnenen Erkenntnisse über die Vielzahl der beteiligten Gene ermöglichen neue Einblicke in die Mechanismen, die für die Kontrolle der Zuckerspiegel im Blut verantwortlich sind.

Die nun erschienene Meta-Analyse, an der 90 Wissenschaftler aus über 40 Zentren beteiligt waren, wertete Daten von 15 europäischen und amerikanischen Bevölkerungsstudien aus. Dabei konnten sechs neue Gene identifiziert werden, die bei der Entwicklung des Typ 2 Diabetes eine Rolle spielen. Die Zahl der Gene, die mit der Entstehung der Krankheit in Verbindung gebracht werden, erhöht sich damit auf 16.


Die Meta-Analyse umfasst eine Gesamtstudienpopulation von über 70.000 Personen. Als deutscher Beitrag flossen die Daten von rund 2.700 Teilnehmern der KORA-Studie in Augsburg ein, die von den Wissenschaftlern Harald Grallert, Dr. Christa Meisinger und Dr. Thomas Illig am Helmholtz Zentrum München in enger Zusammenarbeit mit Dr.Christian Herder und Dr. Wolfgang Rathmann vom Deutschen Diabetes Zentrum in Düsseldorf bearbeitet wurden.
(Pressemitteilung Helmholtz Zentrum München - Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt, 07.04.2008 - NPO)
 
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