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Donnerstag, 24.05.2012
Biofeedback auch gegen Schmerzen
Sichtbarmachen des betroffenen Gehirnbereiches entscheidend
Menschen können lernen, Schmerz zu unterdrücken, wenn man ihnen die Aktivität eines Schmerzkontrollbereiches ihres Gehirns zeigt. Ein neues Biofeedbackverfahren nach diesem Prinzip haben Forscher der Stanford University entwickelt. Es wird erwartet, dass das neue Verfahren auch zur Behandlung weiterer Krankheitsbilder eingesetzt werden kann.

Kopfschmerzen
Kopfschmerzen
© MMCD
Herkömmliche Biofeedback-Verfahren beruhen auf den Elektroenzephalogramm-Aufzeichnungen von Hirnströmen. Elektroden werden auf der Kopfhaut angebracht und mit Erfolg zum Beispiel zur Behandlung von Epilepsie oder Konzentrationsstörungen wie ADHD eingesetzt, nicht aber zur Schmerzkontrolle.

Jetzt haben Fumiko Maeda und Christopher deCharms von der Stanford University Versuchspersonen zu einem Echtzeitfeedback eines funktionellen Magnet-Resonanz-Tomographie (fMRI)-Scanners verholfen. Diese Form der Darstellung macht sichtbar, wie viel Aktivität in bestimmten Gehirnbereichen besteht. Den acht Freiwilligen wurde die Aktivität des so genannten „Rostral Anterior Cingulate Cortex“ entweder als Flamme mit variierender Größe oder als einfaches Balkendiagramm gezeigt. Diese Gehirnregion ist dafür bekannt, dass sie sowohl die Intensität als auch die emotionalen Auswirkungen von Schmerz abstimmt.

Während der Scans wurden die Handflächen der Teilnehmer einer schmerzhaften Temperatur ausgesetzt. Sie wurden aufgefordert, das Signal des Gehirnscanners ansteigen oder absinken zu lassen und gleichzeitig ihre Schmerzempfindungen zu beurteilen. Laut NewScientist waren nur drei jeweils 13 Minuten dauernde Sitzungen mit dem Scanner notwendig, damit die Freiwilligen lernten, das Ausmaß ihrer Gehirnaktivität zu verändern. Sie erlangten so eine gewisse Kontrolle über ihre Schmerzgefühle. Die Teilnehmer selbst konnten nicht erklären, wie sie diese Kontrolle erlangten. Die Wirkung scheint über die Sitzungen mit dem Scanner hinauszugehen. Derzeit können die Wissenschaftler allerdings nicht angeben wie lange und in welcher Intensität.
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