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Dienstag, 24.01.2017
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Wetterfrösche sagen Sommerwetter voraus

Deutscher Wetterdienst stellt Jahreszeitenvorhersagen vor

Heute schon wissen wie der Sommer wird – unmöglich? Keineswegs. Denn der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat jetzt einen neuen Service vorgestellt: die Jahreszeitenvorhersagen. Anders als bei klassischen Wettervorhersagen für die nächsten sieben bis zehn Tage liefern diese für sechs Monate und vier Regionen in Deutschland aktuelle Trends und Abweichungen von Temperatur und Niederschlägen gegenüber den langjährigen Klimamitteln.
Sonnenlicht als Klimafaktor

Sonnenlicht als Klimafaktor

Vor allem Wirtschaft, Handel und Verkehr werden vom neuen DWD-Service profitieren, denn sie sind oft in besonderem Maße von der Witterung abhängig. Der Nutzen liegt beispielsweise dort, wo frühzeitig der Einkauf oder die Lagerung von Rohstoffen und Fertigprodukten disponiert und dann dem zu erwartenden Verbraucherverhalten angepasst werden muss.

Pilotprojekt mit Energieversorgern erfolgreich


Besonders im Bereich der Energiewirtschaft hat der DWD in einem Pilotprojekt seine Jahreszeitenvorhersagen bereits erfolgreich getestet. Erstmals wird das Verfahren vom 19. bis 21. Februar 2008 auf der Messe E-World in Essen vorgestellt. „Für die Urlaubsplanung sind unsere Jahreszeitenvorhersagen weniger geeignet - für Energieversorger können sie jedoch eine wichtige Entscheidungshilfe zum optimalen Einsatz wertvoller Ressourcen sein.", erläuterte Paul Becker, Abteilungsleiter Klima- und Umweltberatung, in Essen.

Weitere Wirtschaftszweige werden laut DWD zukünftig Nutznießer der neuen Vorhersage sein: Tourismus, Landwirtschaft, Logistikunternehmen, Baufirmen - oder auch die Getränkeindustrie, die im heißen Sommer 2003 zeitweise Schwierigkeiten hatte den Bedarf zu decken.


Extrem hoher Rechenaufwand


Die vom DWD herausgegebene Jahreszeitenvorhersage basiert auf den Berechnungen des Europäischen Zentrums für Mittelfristige Wettervorhersagen (EZMW) im englischen Reading, an dem der DWD beteiligt ist. Das dort verwendete Ozean-Atmosphären-Modell benötigt für die Berechnungen immerhin fast 15 Tage. Der DWD entwickelt daraus dann für Deutschland Wahrscheinlichkeitsaussagen für einzelne Monate und Jahreszeiten. Die monatlich erscheinenden DWD-Bulletins werden gegen eine Schutzgebühr abgegeben.
(Deutscher Wetterdienst (DWD), 21.02.2008 - DLO)
 
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