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Dienstag, 30.05.2017
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Dicke mit höherem Krebsrisiko

Neue Studie bestätigt Zusammenhang zwischen Krankheitsgefahr und Körpergewicht

Krebsrisiko und Körpergewicht sind eng miteinander verknüpft. Das hat jetzt eine neue Studie Berner Wissenschaftler ergeben. Übergewicht erhöht nicht nur das Risiko für verschiedene Krebsarten, sondern es bestehen auch Unterschiede zwischen Frauen und Männern, so die Forscher in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift „The Lancet“.
Krebszellen

Krebszellen

Das Risiko, an bestimmten Krebsarten zu erkranken, ist bei übergewichtigen Menschen grösser als bei Normalgewichtigen. Ein erhöhter Body Mass Index (BMI) erhöht das Risiko für Speiseröhrenkrebs, Schilddrüsenkrebs, Nierenkrebs und Darmkrebs bei beiden Geschlechtern deutlich.

Übergewichtige Frauen haben zusätzlich ein erhöhtes Risiko für Brustkrebs nach der Menopause, Gebärmutterkrebs sowie Krebs der Gallenblase oder der Bauchspeicheldrüse. Bei Männern erhöht Übergewicht das Risiko für schwarzen Hautkrebs - malignes Melanom. Außerdem besteht ein Zusammenhang zwischen Übergewicht und Leukämien sowie Lymphknotenvergrößerungen.

In Asien haben übergewichtige Frauen - im Vergleich zu Frauen aus Europa oder Nordamerika - ein besonders stark erhöhtes Brustkrebsrisiko. Dies sind die wichtigsten Ergebnisse einer Studie, die das Institut für Sozial- und Präventivmedizin (ISPM) der Universität Bern zusammen mit Kollegen aus Manchester durchgeführt hat.


Gründe für unterschiedliche Risiken noch unbekannt


Der ISPM-Report unterstützt und erweitert die Aussagen des Berichts des Weltkrebsforschungs-Fonds (WCRF). „Über die letzten Jahre wurde zusehends klarer, dass Übergewicht mit einem erhöhten Krebsrisiko einhergeht. Die Ergebnisse unserer Übersichtsarbeit sind aktueller und detaillierter als die Resultate des WCRF-Reports“, sagt der Berner Forscher Marcel Zwahlen.

„So konnten wir erstmals unterschiedliche Risikoerhöhungen bei Frauen und Männern oder für verschiedene Weltregionen feststellen.“ Die Ursachen für diese unterschiedlichen Risikoerhöhungen sind noch unbekannt,
sollen aber weiter untersucht werden.
(idw - Universität Bern, 15.02.2008 - DLO)
 
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