| Riesenmeteorit in der Antarktis entdeckt |
| „Meteoritenfalle“ enthielt 31 Kilo-Brocken aus Eisen |
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Einen 31 Kilogramm schweren Eisenmeteoriten haben Geowissenschaftler während einer Antarktisexpedition im Queen Maud Land entdeckt. Das Objekt war Teil mehrerer Funde in einer „Meteoritenfalle“, einem Gebiet mit ungewöhnlich hoher Meteoritenkonzentration.
 | | Meteoriten aus dem Eis © BGR  | Zielgebiet der von der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) ausgerichteten QueenMET-Expedition war ein bislang noch nie besuchtes und somit völlig unerforschtes Gebiet südöstlich des „Wohlthat Massivs“ im Queen Maud Land in der Ostantarktis. Hier ragen aus dem Eis nur noch wenige Bergspitzen (Nunataker) heraus. Die Wissenschaftler untersuchten dort unter anderem die zwischen weiten Schneefeldern liegenden so genannten Blaueisfelder. Ziel war es herauszufinden, ob diese Eisfelder erhöhte Meteoritenkonzentrationen enthalten.
Blaueissenken sammeln Meteoriten
Die Antarktis ist traditionell ein guter Meteoritenfundort. Denn die Meteoriten sind auf den weiten Eisflächen leichter zu identifizieren als auf bewachsenen Böden. Es gibt jedoch noch einen weiteren Grund: Spezielle Eisbewegungen führen an einigen Stellen zu lokalen Meteoritenanreicherungen. Wenn Eis über ein Hindernis fließen muss, bilden sich häufig Blaueisfelder. In ihnen kommt dichtes, und deshalb bläulich schimmerndes Eis aus der Tiefe an die Oberfläche. Im antarktischen Sommer verdampft die starke Sonneneinstrahlung hier Eis von der Oberfläche, es bilden sich Senken, in denen sich im Laufe von Jahrzehntausenden Meteoriten sammeln – eine Meteoritenfalle ist entstanden.
|  | Blaueisfeld in der Antarktis © BGR  | 16 Meteoriten auf einen Streich
Nachdem eine BGR-Expedition bereits im Jahr 1984 eine solche Meteoritenfalle in Nord Victoria Land bei den Frontier Mountains entdeckt hatte, ist es nun der QueenMET gelungen, auf der quasi gegenüber liegenden Seite der Antarktis eine zweite Meteoritenkonzentration nachzuweisen. Hier entdeckten sie nicht nur einen 31 Kilogramm schweren Eisenmeteorit, sondern auch weitere 15 Meteorite mit einem Gesamtgewicht von 1,45 Kilogramm. Die Fundstelle liegt in rund 2.350 Metern Höhe am Rande des Polarplateaus, etwa 250 Kilometer von der Küste entfernt.
Mit dem Nachweis von Meteoritenfallen könne die Wissenschaftler auch Aussagen zu Schwankungen des Eisstandes der Ostantarktis in Folge von Klimaschwankungen erarbeiten. Denn solche Meteoritenkonzentrationen auf antarktischem Eis können langfristig nur dort existieren, wo in den letzten Jahrzehntausenden geringe Eisschwankungen stattgefunden haben.
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| (Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), 07.02.2008 - NPO) |
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