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Freitag, 21.07.2017
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Erster Blick auf Merkurs unbekannte Seite

Raumsonde Messenger schickt Aufnahme der Rückseite des Planeten

Vor gut einer Woche umkreiste die Raumsonde Messenger erstmals den Merkur. Jetzt hat das Team der Raumsonde die ersten Bilder des nahen Vorbeiflugs veröffentlicht. Sie zeigen Ansichten der bisher unbekannten Rückseite des innersten Planeten unseres Sonnensystems.
Merkurs bisher unbekannte Seite

Merkurs bisher unbekannte Seite

Merkur ist der „Extremist“ unter den Planeten des inneren Sonnensystems: Er ist der dichteste von allen, besitzt die älteste Oberfläche und die größten Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht. Gleichzeitig ist er aber auch der Unbekannteste von allen Gesteinsplaneten. Nur die Raumsonde Mariner 10 passierte ihn drei Mal in den 1970er Jahren. Dabei machte sie Aufnahmen von gerade mal 45 Prozent seiner Oberfläche, diese aber nur in relativ geringer Auflösung.

Die Messenger-Mission soll dies nun ändern. In mehreren Vorbeiflügen wird die Raumsonde nicht nur verschiedenste Messungen vornehmen, sondern auch verschiedene Regionen der Merkuroberfläche mithilfe hochauflösender Aufnahmen kartieren. In ihrer ersten Umrundung am 14. Januar 2008 lieferte die Sonde bereits 1.200 Bilder. Aus 42 hochauflösenden Aufnahmen des Mercury Dual Imaging System (MDIS) erstellte das Wissenschaftlerteam der Sonde nun ein Mosaik einer bisher unbekannten Region nahe des Südpols des Planeten. Die schräg einfallende Sonne lässt dabei die Krater und Erhebungen der Oberfläche deutlich hervortreten.

Warum ist Merkur so „dicht“?


Die Wissenschaftler erhoffen sich von solchen genauen Ansichten der Oberflächenformen und den Messungen der Sonde unter anderem Aufschlüsse darauf, warum der Planet so extrem dicht ist. So könnten die neuen Daten helfen zu beantworten, ob beispielsweise eine Kollision mit einem anderen Himmelskörper in der Frühzeit des Sonnensystems oder aber allein die Hitze des Urnebels dazu geführt haben, dass der Merkur nur eine dünne steinige Kruste, aber einen sehr großen Eisenkern besitzt.
(Johns Hopkins University, 23.01.2008 - NPO)
 
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