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Montag, 29.05.2017
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Europäer haben Angst um biologische Vielfalt

Europäische Kommission legt neue Eurobarometer-Umfrage vor

Neun von zehn Europäern halten den Verlust an biologischer Vielfalt für ein schwerwiegendes Problem. Das bestätigt eine aktuelle Umfrage der Europäischen Kommission zum Thema Biodiversität. Für sogar 93 Prozent der Mensachen ist zudem der Erhalt der Biodiversität eine moralische Verpflichtung.
Artenvielfalt

Artenvielfalt

Den Bürgern ist laut dem Eurobarometer auch bewusst, dass ihr Wohlergehen und ihre Lebensqualität von der Biodiversität abhängen, und 75 Prozent glauben, dass der Verlust an Biodiversität negative wirtschaftliche Folgen haben kann. Zwei Drittel der Europäer erklären darüber hinaus, sie würden bereits persönliche Anstrengungen zum Schutz der Biodiversität unternehmen, während ein Drittel angeben, sie würden gerne mehr tun. Ein Fünftel der Befragten sagen, sie würden etwas unternehmen, wenn sie wüssten, wie sie dem Verlust an Biodiversität Einhalt gebieten können.

„Der Verlust an Biodiversität ist unumkehrbar. Die Europäische Union setzt sich seit den 70er Jahren für den Naturschutz ein, und wir tun alles, um unser Ziel, den Biodiversitätsverlust auf unserem Kontinent bis 2010 zu stoppen, zu erreichen. Damit dies gelingt, müssen alle in der Union zusammenarbeiten, um die Nachhaltigkeit und Gesundheit unserer Ökosysteme zu sichern. Selbstzufriedenheit ist keine Option.“, erklärte EU-Umweltkommissar Dimas angesichts der neuen Zahlen der Meinungsforscher.

Besorgnis in Griechenland, Portugal und Rumänien am größten


Der Bericht zeigt, wie beunruhigt die Europäer über das Aussterben von Tier- und Pflanzenarten sowie die Verschlechterung des Zustands von natürlichen Lebensräumen und Ökosystemen sind. Am stärksten ist die Besorgnis in Griechenland, Portugal und Rumänien. Außerdem geht aus der Umfrage hervor, dass sich die Europäer über den weltweiten Verlust an Biodiversität mehr Sorgen machen als über den in ihrem eigenen Land. Nur ein Fünftel der befragten Europäer sind der Ansicht, dass sie gegenwärtig vom Verlust an Biodiversität betroffen sind, wohingegen 70 Prozent glauben, dass sie oder ihre Kinder die Folgen künftig zu spüren bekommen werden.


Das Kernstück der Biodiversitätspolitik der EU ist das Natura-2000-Netz, ein EU-weites Netz von Naturschutzgebieten für Europas wertvollste Habitate und am stärksten gefährdete Arten. Dieses Netz, das etwa 20 Prozent der gesamten Landfläche der EU abdeckt, wurde im November 2007 stark ausgeweitet: um rund 90.000 km2, was der Fläche Portugals entspricht. Trotz des Umfangs des Natura-2000-Netzes wissen die Europäer nur wenig darüber: 80 Prozent erklären, sie hätten noch nie etwas davon gehört, und von denen, die davon gehört haben, wissen nur wenige, worum es sich genau handelt.
(Europäische Kommission, 21.01.2008 - DLO)
 
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