Scinexx-Logo
Scinexx mobil
Mobil
Jetzt neu: Nutzen Sie unser Smartphone optimiertes Angebot.
Erfahren Sie mehr
Scinexx auf Facebook
Werden Sie Scinexx-Fan und kommentieren Sie unsere Artikel auf Facebook!
Scinexx auf Facebook
Newsletter
Bestellen Sie jetzt den kostenlosen Newsletter!
Weitere Titel bei Amazon
Unser Partner
Logo Bild der Wissenschaft
Wissen erleben
Science Center
Naturkundemuseen
Sternwarten
Planetarien
Zoos
Nationalparks
Naturparks
Geoparks
Besucherbergwerke
Botanische Gärten
Schülerlabore
Lernwelten
Lernwelten

Erleben, Lernen, Wissen
Antworten auf viele Fragen zu Alltagsphänomenen, kniffelige Quizze, spannende Tipps für Entdeckernaturen und vieles mehr...

Schützenfische sind schnelle Kopfrechner
Entscheidung über die Strategie zur Beutesicherung fällt in 40 Millisekunden
Tropische Schützenfische sind bekannt als geschickte Jäger. Sie erlegen ihre Beute mit einem gezielten Wasserstrahl, den sie mit Hochdruck über Distanzen von bis zu zwei Metern schießen können. Um danach an ihr Futter zu kommen, müssen die Fische allerdings eine ganze Reihe hoch komplexer Entscheidungen treffen - ein Prozess, der laut einer neuen Studie in einem erstaunlich kleinen Netz von Nervenzellen im Gehirn abläuft. Die Biologen berichten über ihre Experimente in der aktuellen Ausgabe des Wissenschaftsmagazins Science.
Schützenfische
Schützenfische
© Volker Runkel, Labor Schuster, Universität Erlangen-Nürnberg Schützenfische
Haben Schützenfische ihre Futtertiere mit einem Strahl getroffen, fällt das getötete Insekt ins Wasser und ist leichte Beute für seinen Jäger. Doch die Konkurrenz schläft nicht: Damit ihm andere Fische die Beute nicht abjagen, muss der Schütze möglichst genau vorhersehen, an welcher Stelle sein Futter auf die Wasseroberfläche auftreffen wird, und es blitzschnell ansteuern. Diese Entscheidung treffen die Schützenfische in nur wenigen Augenblicken - im Durchschnitt 40 Millisekunden.

Schusswinkel und Position der Beute unwichtig
Informationen wie der Schusswinkel oder die Position der Beute vor dem Abschuss haben keine Bedeutung für die Berechnungen, sagen die Zoologen Stefan Schuster und Thomas Schlegel von der Universität Erlangen-Nürnberg. Die Fische orientieren sich einzig an der Bewegung der Insekten im Fall. Das zeigen Versuche der Erlanger Wissenschaftler, in denen die Fische unter anderem ihr Futter erst sehen konnten, als es ins Wasser fiel.

Erste Berechnungen schon auf der Netzhaut?
Selbst wenn zwei Beuteobjekte gleichzeitig starteten, entschieden sich die Fische blitzschnell für dasjenige, zu dem sie eine kürzere Stecke zurücklegen mussten. Die Schützenfische reagierten stets mit gleicher Schnelligkeit auf ihre Beute. Aufgrund dieser Ergebnisse vermuten Schuster und Schlegel, dass dieser Prozess in einem sehr kleinen neuronalen Schaltkreis stattfindet, die ersten Berechnungen vielleicht sogar schon auf der Netzhaut stattfinden.
Artikel drucken
Nach verwandten Themen suchen:
Beute, Räuber, Insekten, Fische, Gehirn, Nervenzellen, Synapsen
Weitere News zum Thema
Allosaurus fraß wie ein Greifvogel (22.05.2013)
Tischsitten von Tyrannosaurus und Allosaurus unterschieden sich deutlich
Zucker macht Goldgewinnung "grün" (15.05.2013)
Ein simpler ringförmiger Zucker erweist sich als hochselektive und effektive Goldfalle
Forscher entdecken kleinstes Genom der Pflanzenwelt (13.05.2013)
Erbgut einer fleischfressenden Wasserpflanze widerlegt Unverzichtbarkeit der Junk-DNA
Fledermäuse erkennen ihre Kumpel an der Stimme (08.05.2013)
Unterschiedliche Reaktion auf Rufe von fremden und zuvor gut bekannten Artgenossen
Luft-Sprünge der Guppys enträtselt (26.04.2013)
High-Speed-Aufnahmen enthüllen eine ungewöhnliche Sprungtechnik der Aquarienfische
Suche
Erweiterte Suche
Offizieller Partner
Wissenschaftsjahr 2013
DOSSIER: Sieht Deutschland bald alt aus?
Diaschauen zum Thema
Nobody is perfect
Heiße Quellen
Eisfische
Quallen
Dossiers zum Thema
Gehirnforschung
Dem menschlichen Denken auf der Spur
Elektrische Synapsen
„Aschenputtel“ unter den Zellkontakten
Rätsel Wasser
Ein Lösungsmittel mit Geheimnissen
Tintenfische
Intelligente Anpassungskünstler unter Wasser
Eisfische
Rätselhafte Meeresbewohner „ohne Blut“
Wie klug sind Tiere?
Zwischen Instinkt und Intelligenz
Gruppen, Rudel, Schwärme
Viele sind besser als einer
Der Kitt denkt mit
Geheimnisvolle Gliazellen im Gehirn
News des Tages
Vulkanausbruch unter dem antarktischen Eis
Schottisches Schafsgeheimnis gelüftet
Schützenfische sind schnelle Kopfrechner
Mathematik: Primitives Zählen besser als gedacht
Nachwuchs bei King Kong
Europäer haben Angst um biologische Vielfalt
Seltene Hirnkrankheit beginnt eher als gedacht
Bücher zum Thema
Das geheime Leben der Tiere
Ihre unglaublichen Fahigkeiten, Leistungen, Intelligenz und magischen Kräfte von Ernst Meckelburg
Einführung in die Ökologie
von Wolfgang Tischler
Der Beobachter im Gehirn
Essays zur Hirnforschung von Wolf Singer
Tierisch!
Expedition an den Rand der Schöpfung von Dirk Steffens
Wissen hoch 12
Ergebnisse und Trends in Forschung und Technik von Harald Frater, Nadja Podbregar und Dieter Lohmann
Top-Clicks der Woche
1. Ingenieur plant Stromspeicher am Meeresgrund
2. Ältestes Wasser der Erde entdeckt
3. Verblüffend naturgetreue Nanoblüten aus Kristallen
4. Eingeschleppter Käfer kämpft mit raffinierter Biowaffe
5. Neuer Weltrekord bei der Datenübertragung per Funk