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Montag, 29.05.2017
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Auch Tiefseefische „singen“

Erstmals Lautäußerungen einer noch unbekannten Fischart aufgenommen

Biologen ist es erstmals gelungen, Lautäußerungen von Tiefseefischen aufzunehmen. Ursprünglich sollten in der Untersuchung die Reaktion von Walen auf künstliche Geräusche beobachtet werden, stattdessen registrierten die Forscher unbekannte „Nebengeräusche“, wie sie im Wissenschaftsmagazin Nature berichten.
Sind Fische stumm?

Sind Fische stumm?

Susan Jarvis vom Naval Undersea Warfare Center in Newport hörte unter den vermeindlichen Walgeräuschen ihr unbekannte Geräusche aus 600 Metern Tiefe und kontaktierte David Mann von der University of South Florida, um Genaueres über die Geräusche zu erfahren. Mann, der sich im Zuge seiner Forschungen schon länger mit Fischen beschäftigt, assoziierte den "Gesang" sofort mit dem von Fischen.

Um welchen Fisch es sich genau handelt, konnte Mann noch nicht feststellen, er nimmt jedoch an, dass der Fisch circa 20 Zentimeter groß ist. Größere Fische „singen“ im Bariton, kleinere, wie auch der besagte Fisch, „singen“ im Alt. Erzeugt wird der Gesang der Fische vermutlich indem spezielle Muskeln am Rand der Schwimmblase aneinander gerieben werden. Mann schloss definitiv einen Wal als "Sänger" aus, da dieser während der Aufnahmezeit zum Atmen an die Oberfläche hätte kommen müssen. Doch die Aufnahmen erstreckten sich über eineinhalb Stunden in 550 Metern Tiefe und eine weitere gleicher Länge in 700 Metern Tiefe – zu lang für einen luftatmenden Meeressäuger. Zudem verwenden Wale, so Mann, höhere Töne zur Echolotung und niedrigere zur Kommunikation.

Der Wissenschaftler geht davon aus, dass es sich bei den Geräuschen, die über Distanzen von bis zu vier Kilometern hörbar sind, um einen Paarungsaufruf handelt, auch weil in dieser Tiefe komplette Dunkelheit herrscht. Mann vermutet, dass es sich um eine seltene Art handelt, da er keine ähnlichen Geräusche in anderen Regionen der Welt entdecken konnte. Mit U-Booten soll nun versucht werden, den Fisch zu identifizieren.
(PTE, 29.04.2004 - NPO)
 
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