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Montag, 23.01.2017
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Erdwissenschaften zum Nutzen der Menschheit

Das IYPE in Deutschland

Er nennt sich schlicht Lenkungsausschuss, doch in Wahrheit ist er Herz und Gehirn aller Aktivitäten, die in Deutschland innerhalb des International Year of Planet Earth (IYPE) stattfinden werden. Das 19-köpfige Geowissenschaftlerteam um den Vorsitzenden Professor Dr. Rolf Emmermann hat die Aufgabe, Projekte und Aktionen anzustoßen und zu koordinieren. Es sorgt aber auch für die Einbindung der deutschen Vorhaben in den internationalen Rahmen.
IYPE-Logo

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Ins Leben gerufen wurde der Lenkungsausschuss, der den Stellenwert eines IYPE-Nationalkomitees besitzt, auf Anregung der GeoUnion/Alfred-Wegener-Stiftung, die in Deutschland die Schirmherrschaft für das IYPE übernommen hat. „Ob die ehrgeizigen Zielsetzungen des Internationalen Jahres des Planeten Erde erreicht werden, hängt von einer intensiven und öffentlichkeitswirksamen Begleitung auf nationaler oder lokaler Ebene ab.“, erläutert Emmermann. „Nationalkomitees sind dabei die wichtigsten Strukturen im Rahmen des ‚Jahres’, um Aktivitäten in der breiten Öffentlichkeit und in der Politik zielgruppengerecht voranzutreiben und darzustellen.“

Rückenwind für die Geowissenschaften


Vertreten in der Arbeitsgruppe sind die Trägerorganisationen der GeoUnion, das heißt die Nationalverbände der geowissenschaftlichen Disziplinen, von der Geologie und Geophysik über die Mineralogie, Bodenkunde, Meteorologie, Kartographie, Geodäsie bis zur Geographie und Geographiedidaktik. Außerdem gehören dazu Vertreter der Großforschungseinrichtungen der Geowissenschaften in Deutschland sowie des nationalen UNESCO-Büros.

Bei seiner Arbeit in Deutschland kann der IYPE-Lenkungsausschuss auf die überaus positiven Erfahrungen zurückgreifen, die 2002 im „Jahr der Geowissenschaften“ gemacht wurden. Unter der Federführung des BMBF und der GeoUnion/Alfred-Wegener-Stiftung gelang es damals, die Geowissenschaften sehr wirkungsvoll in der Öffentlichkeit zu präsentieren.


„Die durchgeführten Aktivitäten der geowissenschaftlichen Fachgesellschaften, der geologischen Ämter, der Universitäten, der staatlichen und der industriellen Forschungseinrichtungen haben das Image der Geowissenschaften langfristig positiv beeinflusst“, bilanziert Emmermann. Diesen Rückenwind nutzen und verstärken wollen die Macher des IYPE nun im Jahr 2008.

Lebenselixier Wasser

Lebenselixier Wasser

Alle Projekte und Aktionen in Deutschland stehen unter dem Motto „Erdwissenschaften zum Nutzen der Menschheit“. Die Kampagne soll Politiker und andere Entscheidungsträger, aber auch die Medien und die breite Öffentlichkeit informieren und für die Bedeutung und den gesellschaftlichen Nutzen der Geowissenschaften sensibilisieren. Im Mittelpunkt des IYPE stehen dabei Themen wie Grundwasser, Naturkatastrophen, Klima und Globaler Wandel, Rohstoffe und Energie, Ozean oder Boden.

Die „Geo“-Community live


Doch was genau passiert bei uns innerhalb des IYPE? Welche Schwerpunkte sind vorgesehen? Und wo können die Bürger direkt und „live“ in die Welt der Geowissenschaften hineinschnuppern? Die wichtigste deutsche IYPE-Veranstaltung ist im Jahr 2008 die geowissenschaftliche Konferenz „System Erde – Mensch. Zukunftsaufgaben der Geowissenschaften“ am 12. und 13. Juni in Berlin. Dort wird unter anderem die von der Senatskommission der Deutschen Forschungsgemeinschaft für Geowissenschaftliche Gemeinschaftsforschung erarbeitete gleichnamige Denkschrift präsentiert. Während der Veranstaltung wollen die Wissenschaftler mit Politikern und anderen Entscheidungsträgern aber auch die sich daraus ergebenden Folgerungen diskutieren.

Eine andere Möglichkeit zur Begegnung mit der „Geo“-Community ist dann bereits zehn Tage später die Weltkonferenz der Geoparks, die vom 22. bis zum 26. Juni 2008 in Osnabrück stattfindet: „Geoparks bilden mittlerweile ein wichtiges Instrument zur Vermittlung geowissenschaftlicher Inhalte: Als faszinierende Urlaubs- und Ausflugsziele präsentieren sie exemplarisch geologische, mineralogische, paläontologische oder geoökologische Kostbarkeiten“, erläutert der Sekretär des nationalen IYPE-Lenkungsausschusses Dr. Christof Ellger. Auch in Deutschland besteht mittlerweile ein dichtes Netz solcher Geoparks, die sich in Osnabrück alle der Öffentlichkeit präsentieren:

„Tag des Geotops“


Weiter geht es anschließend mit dem „Tag des Geotops“. Dieser findet bundesweit jeweils am 3. Sonntag im Monat September statt, der nächste am 21. September 2008. Im gesamten Bundesgebiet warten dann geologisch herausragende und sehenswerte Aufschlüsse, Landschaftsformen und Geo-Einrichtungen, wie Geo-Museen, Geoparks, Geologische Wander- und -Lehrpfade, Besucherbergwerke, Schauhöhlen, Findlingsgärten, Gesteinsgärten, Moorgärten und ähnlichen Einrichtungen auf interessierte Besucher. Darüber hinaus können Interessierte auch zahlreiche Naturdenkmäler besichtigen und die Betriebe der Steine- und Erdenindustrie öffnen dann ihre Tore für Jedermann.

„Unruhige Erde“


Vulkanausbruch

Vulkanausbruch

Einen Besuch wert ist auch die Wanderausstellung „Unruhige Erde“, die noch bis zum 2. März 2008 im Technikmuseum in Berlin zu sehen ist. Weitere Standorte während des Internationalen Jahres des Planeten Erde sind aber in Vorbereitung. „Unruhige Erde“ vermittelt eine Vorstellung von der Dynamik im Inneren der Erde. Großformatige Bilder, spannende Info-Tafeln und interaktive Computeranimationen zeigen, welche Prozesse zu extremen Naturereignissen führen und wie sich der Mensch davor schützen kann.

Fachkongresse und Geo vor Ort


Eine ganze Reihe interessanter Fachkongresse der geowissenschaftlichen Gesellschaft runden darüber hinaus das IYPE-Programm in Deutschland ab. Hinzu kommen viele lokale Aktivitäten von Museen, Schulen, Volkshochschulen, Kultureinrichtungen oder Vereinen im Jahr 2008, die geowissenschaftliche Themen behandeln: vom „Geopreis Coburg“ des Coburger Naturkundemuseums bis zur Vortragsreihe „Dritte Welt, Umwelt und Entwicklung“ der Volkshochschule Osnabrück.

Link:


Alle wichtigen Veranstaltungen zum Internationalen Jahr des Planeten Erde sind auf der Internet-Seite der GeoUnion in einem „IYPE-Kalender“ zusammengestellt…
(Christof Ellger/Wolfgang Eder/GeoUnion, 21.12.2007 - DLO)
 
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