• Schalter wissen.de
  • Schalter wissenschaft
  • Schalter scinexx
  • Schalter scienceblogs
  • Schalter damals
  • Schalter natur
Scinexx-Logo
Logo Fachmedien und Mittelstand
Scinexx-Claim
Facebook-Claim
Google+ Logo
Twitter-Logo
YouTube-Logo
Feedburner Logo
Sonntag, 28.05.2017
Hintergrund Farbverlauf Facebook-Leiste Facebook-Leiste Facebook-Leiste
Scinexx-Logo Facebook-Leiste

Autoabgase schaden dem Herz der Fahrer

Studie warnt vor Schadstoffemissionen

Autos sind nicht nur für die Umwelt schädlich, sie schaden auch ihren Fahrern: Eine neue Studie der Umweltschutzbehörde in North Carolina hat gezeigt, dass Schadstoffpartikel aus den Abgasen ins Innere eindringen und gesundheitliche Schäden beim Menschen hervorrufen können.
Wie die Studie zeigt, gelangen insbesondere kleine Partikel, genannt PM2,5, die von den Auto-Abgasen ausgeschieden werden, ins Innere des Autos. Obwohl die außerhalb des Autos gemessene Konzentration der Teilchen höher war als im Innenraum, sehen die Forscher gerade in ihnen eine potenzielle Gesundheitsgefahr.

Autoabgase

Autoabgase

Herzflattern durch Mikropartikel


Robert Devlin und seine Kollegen bei der Umweltschutzbehörde begleiteten neun Polizisten auf Nachtstreife. Vier Tage lang kontrollierten die Forscher das Niveau der Schadstoffe in den Autos der Polizisten und maßen am nächsten Morgen die Fitness ihrer Herzen. Es zeigt sich ein deutlicher Zusammenhang zwischen der Partikelkonzentration und dem Einfluss auf die Herztätigkeit der Fahrer.

Je größer die Belastung der Polizisten bei einer neunstündigen Schicht war, desto größer war die wahrscheinlichkeit, das sie an unregelmäßigen Herzschlägen und einer erhöhten Blutgerinnung litten. Diese Faktoren wiederum gelten als Indizien für ein erhöhtes Risiko für Herz- und Gefäßleiden.


Nach Angaben von Michael Riediker vom Institut für berufsbezogene Gesundheitsforschung in Lausanne, Schweiz sei es jedoch zu früh, um auf Langzeiteffekte zu schließen. Zudem sei noch nicht bekannt, ob auch Lkw-Fahrer oder Pendler vergleichbare Belastungen durch diese Teilchen erfahren und dadurch gesundheitliche Schäden davontragen. Doch die Studie gibt erneut deutliche Hinweise darauf, dass PM2,5 -Teilchen, die auch von Kraftwerken und anderen Industrien emittiert werden, giftig sind.

Maßnahmen nicht ausreichend


Bereits frühere Untersuchungen gingen davon aus, dass geschätzte 500.000 Menschen jedes Jahr durch das Einatmen der mikroskopisch kleinen Partikel sterben. Zwar besäßen viele Länder bereits Luftqualitäts-Standards und neue Technologien haben die Partikelemission von Fahrzeugen reduziert, doch beispielsweise in den USA könnten die Levels von PM2,5 weiter reduziert werden, wenn alte Dieselbusse und –Lkws ausgemustert und entsorgt werden würden. Nach Ansicht der Wissenschaftler könne der Normalverbraucher wenig tun, um seine Belastung zu begrenzen, solange Schadstoffteilchen nicht an der Quelle abgebaut werden.

In den USA hat die Umweltschutzbehörde vor einem Jahr damit begonnen, täglich Warnungen vor Teilchenverschmutzung herauszugeben. In den Wetterbericht integfriert sollen sie dazu beitragen, besonders gefährdete Personengruppen zu warnen. Devlin erklärt, dass vor allem jene Menschen potenziell gefährdet seien, die ohnehin als anfälliger für Herzleiden gelten, wie beispielsweise ältere Menschen. An Tagen mit "schlechter Luft" sollten sie lange Autoreisen oder Anstrengungen vermeiden, die das Einatmen der Partikel unterstützen.
(PTE/g-o.de, 28.04.2004 - NPO)
 
Printer IconShare Icon